Kinderrechte werden im Land Brandenburg sehr gut umgesetzt

Mehr als 392.000 Kinder und Jugendliche leben in Brandenburg – etwa 16 Prozent der Gesamtbevölkerung. Ihre Rechte laut UN-Kinderrechts-konvention werden sehr gut umgesetzt – zu dieser Einschätzung kommt das Deutsche Kinderhilfswerk in seinem heute erschienen „Kinderrechte-Index“ für alle Bundesländer. Im Gesamtergebnis schneidet Brandenburg – gemeinsam mit Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein – überdurchschnittlich gut ab.

Überdurchschnittlich gute Ergebnisse erzielt Brandenburg bei der Umsetzung der UN-Kinderrechte in Sachen Beteiligung, Bildung sowie das Recht auf Ruhe und Freizeit, Spiel und Erholung. Diese überdurchschnittlich guten Ergebnisse beruhen auf

  • der Absicherung der Beteiligung von Kindern in der Kommunalverfassung und im Kindertagesstättengesetz,
  • der Einrichtung eines Kompetenzzentrums Kinder- und Jugendbeteiligung, das vom Jugendministerium gefördert wird,
  • dem Anteil der öffentlichen Ausgaben für Kindertagesbetreuung gemessen an der eigenen Wirtschaftsleistung sowie dem Anteil der Ausgaben für Kinder- und Jugendarbeit am Gesamthaushalt.

Jugendministerin Britta Ernst: „Kinder- und Jugendbeteiligung wird im Land Brandenburg großgeschrieben. Jugendliche können sich ab 16 bei Wahlen aktiv einbringen und mitbestimmen, wo es im Land langgeht. Gerade erst haben sich der Landeskitaelternbeirat und die Landesschülervertretung neu konstituiert. Ihre Meinung ist uns wichtig.“

Im Einzelnen werden die Kinderrechte in Brandenburg wie folgt beurteilt:

Recht auf Beteiligung - gute Umsetzung:

Recht auf Bildung - gute Umsetzung:

  • Der Anteil der Ausgaben für Kindertagesbetreuung liegt bei 1,36 Prozent gemessen an der eigenen Wirtschaftsleistung (höchster Wert im Ländervergleich).
  • Auf eine Lehrkraft kommen rechnerisch 13,4 Schülerinnen und Schüler (drittniedrigste Quote im Ländervergleich).
  • Die Betreuungsquote für Kinder im Alter unter 3 Jahren liegt bei 56,4 Prozent (zweithöchster Wert).
  • Schülerinnen und Schülern stimmen verschiedenen Aussagen zur Chancengleichheit in der Schule zu. 

Recht auf Ruhe und Freizeit, Spiel und Erholung -gute Umsetzung:

  • Anteil der öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit beträgt 0,5 Prozent am Gesamthaushalt (zweithöchster Wert im Ländervergleich),
  • verbindliche Standards zu Rückzugsorten in Geflüchteten-Unterkünften,
  • Kinderbewertung von Rückzugsräumen in der Pause und des Zustands der Toiletten in der Schule,
  • Elternbewertung des Spielplatzangebotes in der näheren Umgebung (viertbester Wert im Ländervergleich). 

Recht auf Gesundheit - gute Umsetzung:

  • 89 Prozent der Kinder schätzen ihren Schulweg als sicher ein (bester Wert im Ländervergleich),
  • Elterneinschätzung zu ausreichenden Angeboten und Informationen zu gesundheitlichen Themen in der Schule (zweithöchster Wert im Ländervergleich),
  • umfassender Gesundheitsbericht (ehemals MASGF),
  • umfassende Auswertung der Schuleingangsuntersuchung durch das Landesamt für Gesundheit. 

Recht auf angemessenen Lebensstandard - gute Umsetzung:

  • Netzwerk Gesunde Kinder, Schüler-Bafög, Runder Tisch gegen Kinderarmut,
  • Ferienförderung für einkommensarme Familien.

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