Potenzialanalyse als Kompass

Das Wissen um die eigenen Fähigkeiten, Interessen und Neigungen ist für den Prozess der Berufswahl eine entscheidende Voraussetzung. Es sollen die Stärken, Neigungen und Interessen eines jungen Menschen analysiert werden, um daraus erste Empfehlungen zu geben und Fördermaßnahmen seitens der Schule ableiten zu können. Für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 an Oberschulen, Gesamtschulen, Schulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“ sowie Gymnasien wird daher ab dem Schuljahr 2017/18 zunächst bis 2019/20 eine sogenannte Potenzialanalyse durchgeführt. Sie dient als Kompass für eine strukturierte, individuelle Berufs- und Studienorientierung. Die Analyse erfasst personale, soziale und methodische Kompetenzen der Jugendlichen.

Auf der Grundlage einer zwischen dem Bund, dem Land und der Bundesagentur für Arbeit im September 2016 geschlossenen Bund-Länder-Vereinbarung wurde verabredet, dass zunächst in den Schuljahren 2017/2018 bis 2019/2020 alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe an weiterführenden allgemeinbildenden Schulen sowie an Schulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“ die Möglichkeit erhalten sollen, im zweiten Schulhalbjahr der 7. oder im ersten Schulhalbjahr der 8. Jahrgangsstufe an einer Potenzialanalyse teilnehmen zu können. Zur Umsetzung der Potenzialanalyse im Land Brandenburg wurde die Projektstelle Potenzialanalyse Brandenburg im Projektverbund kobra.net eingerichtet. Die Aufgaben der Projektstelle umfassen Information und Beratung für Schulen und außerschulische Partner sowie die Durchführung von Ausschreibung und Vergabe zur Umsetzung der Praxisphase. Eine durch die Projektstelle bereitgestellte Handreichung wird Lehrkräften Handlungsorientierung bieten. 


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