Individual- und Vereinssport

Brandenburgs Eindämmungsverordnung folgt dem geänderten Infektionsschutzgesetz des Bundes, die bundesweite Notbremse gilt auch im Land Brandenburg. Auch die Regelungen zum Sport wurden angepasst.

7-Tage-Inzidenz unter 100: Sportbetrieb auf und in allen Sportanlagen ist untersagt – mit Ausnahmen

Sportbetrieb auf und in allen Sportanlagen untersagt. Dies gilt sowohl Indoor als auch für Sportanlagen unter freiem Himmel. (§ 12 der Eindämmungsverordnung, § 1 Absatz 2 der Sportanlagenlärmschutzverordnung* in Verbindung mit § 3 Absatz 5 Nummer 1 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes).

Die Untersagung gilt nicht für:

  • den Sportbetrieb auf Sportanlagen unter freiem Himmel mit bis zu 20 Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr, sofern die Gruppen jeweils dokumentiert werden;
  • eine kontaktfreie Sportausübung auf allen Sportanlagen unter freiem Himmel mit bis zu 10 Personen, sofern die Gruppen dokumentiert werden;
  • die Sportausübung auf weitläufigen Außensportanlagen (ab 1.600 qm) mit mehreren Personengruppen, sofern die Betreiberin oder der Betreiber der Anlage gewährleistet, dass jeder Personengruppen eine Mindestfläche von 800 qm zur alleinigen Nutzung zugewiesen wird;
  • Sportanlagen, die ausschließlich zu medizinisch notwendigen oder zu sozial-therapeutischen Zwecken genutzt werden;
  • den Schulbetrieb und die Kindertagesbetreuung (entsprechend § 17 Absatz 2 Eindämmungsverordnung) sowie für Lehrveranstaltungen in der Sportpraxis an Hochschulen,
  • den Trainings-und Wettkampfbetrieb der Berufssportlerinnen und -sportler, der Bundesligateams sowie der Leistungssportlerinnen und -sportler der Bundes- und Landeskader, der im Rahmen eines Nutzungs-und Hygienekonzepts des jeweiligen Sportfachverbandes stattfindet. Die frühere Begrenzung in der Landesregelung auf olympische und paralympische Sportarten ist aufgehoben. Das bedeutet, dass Bundes- und Landeskader in allen Sportarten trainieren und an Wettkämpfen teilnehmen können. Bundes- und Landeskader können auf allen Sportanlagen Sport treiben.

Die Regelungen des § 12 Eindämmungsverordnung gelten nur für Sportanlagen im Sinne der Sportanlagenlärmschutzverordnung*. Umfasst sind danach alle ortsfesten Einrichtungen im Sinne einer Betriebsstätte nach § 3 Absatz 5 Nummer 1 Bundesimmissionsschutzgesetz, die zur Sportausübung bestimmt sind. Die Regelungen des § 12 gelten demnach nicht für mobile Sportanlagen, denn sie sind aufgrund ihrer Art, ihrer Zweckbestimmung oder ihrer Konstruktion nicht an einen Standort gebunden. Auch einzelne Bewegungsräume in Bildungseinrichtungen fallen nicht unter die Regelungen des § 12 Eindämmungsverordnung, da das Bundesimmissionsschutzgesetz für die Grenzwertbestimmung auf die Immission der gesamten Anlage abstellt. Auch Räume, die nur gelegentlich zur Sportausübung genutzt werden (z. B. Nebenräume von Gaststätten) und daher nicht dauerhaft zur Sportausübung bestimmt sind, sind keine Sportanlagen im Sinne der Sportanlagenlärmschutzverordnung und fallen daher nicht unter das Nutzungsverbot, aber auch nicht unter die Öffnungen des § 12 Absatz 1 der Eindämmungsverordnung.

Zu beachten ist aber, dass die Regelungen auf Spielplätzen und -flächen einzuhalten sind (§ 13 Abs. 2 Eindämmungsverordnung).

7-Tage-Inzidenz über 100: Notbremse des Bundes

Sobald im Landkreis bzw. der kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt, greift am übernächsten Tag die Notbremse des Bundes (gemäß Infektionsschutzgesetz).  Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht im Internet fortlaufend für alle Landkreise und kreisfreien Städte die 7-Tage-Inzidenz der letzten 14 aufeinander folgenden Tage (§ 28b Abs. 1 Infektionsschutzgesetz). Die nach Landesrecht zuständige Behörde – die Landkreise und kreisfreien Städte – haben in geeigneter Weise die Tage bekannt zu machen, ab dem die jeweiligen Maßnahmen – auch für den Sport - in dem jeweiligen Landkreis oder in der jeweiligen kreisfreien Stadt gelten. Die Bekanntmachung hat unverzüglich zu erfolgen, nachdem aufgrund der Veröffentlichung des RKI erkennbar wurde, dass die Voraussetzungen für die „100“-Maßnahmen eingetreten sind.

 Die für den Sport maßgebliche Regelungen lauten (Infektionsschutzgesetz § 28 b Absatz 1 Satz 1 Nummer 6):
(1) Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die durch das Robert Koch-Institut veröffentlichte Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) den Schwellenwert von 100, so gelten dort ab dem übernächsten Tag die folgenden Maßnahmen: (...)

6. die Ausübung von Sport ist nur zulässig in Form von kontaktloser Ausübung von Individualsportarten, die allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands ausgeübt werden sowie bei Ausübung von Individual- und Mannschaftssportarten im Rahmen des Wettkampf- und Trainingsbetriebs der Berufssportler und der Leistungssportler der Bundes- und Landeskader, wenn

  • die Anwesenheit von Zuschauern ausgeschlossen ist,
  • nur Personen Zutritt zur Sportstätte erhalten, die für den Wettkampf- oder Trainingsbetrieb oder die mediale Berichterstattung erforderlich sind, und
  • angemessene Schutz- und Hygienekonzepte eingehalten werden;

für Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres ist die Ausübung von Sport ferner zulässig in Form von kontaktloser Ausübung im Freien in Gruppen von höchstens fünf Kindern; Anleitungspersonen müssen auf Anforderung der nach Landesrecht zuständigen Behörde ein negatives Ergebnis einer innerhalb von 24 Stunden vor der Sportausübung mittels eines anerkannten Tests durchgeführten Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlegen; (...)

Landesrecht ergänzt Notbremse des Bundes

Ergänzend zu den bundesrechtlichen Regelungen gilt das Landesrecht (§ 12 Eindämmungsverordnung) weiter, sofern es strenger wirkt (§ 27 Eindämmungsverordnung). Da die Länder ausdrücklich befugt sind, weitergehende Regeln als der Bund aufzustellen, sind Bundesrecht und Landesrecht additiv zu verstehen. Dies bedeutet für Brandenburg:

In und auf allen Sportanlagen sowie im öffentlichen und privaten Raum ist nur die Ausübung von kontaktfreien Individualsportarten allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes zulässig. Sportausübung auf Sportanlagen ist nur unter freiem Himmel zulässig.

Indoor-Sportausübung ist nicht zulässig (z.B. keine Nutzung von Tennishallen oder Fitnessstudios etc.). Kontaktsport mit Angehörigen des eigenen Hausstandes ist nicht zulässig

Auf Sportanlagen dürfen es nicht mehr als 10 Personen (Personen aus dem eigenen Hausstand) insgesamt in dokumentierten Gruppen sein.

Zwischen 22 Uhr und 5 Uhr ist Sport im öffentlichen Raum und auf Sportanlagen verboten (§ 28b Abs. 1 Nr. 2 Infektionsschutzgesetz). Zugelassen bleiben in dieser Zeit kontaktfreie Individualsportarten allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes in einer Wohnung, in einer Unterkunft und dem jeweils dazugehörigen befriedeten Besitztum (§ 28b Abs. 2 Nr. 2 Infektionsschutzgesetz).

Bis 24 Uhr ist Sport allein im Freien außerhalb von Sportanlagen zugelassen (Ausgangssperre gilt insoweit nur von 0 bis 5 Uhr) (§ 28b Abs. 1 Nr. 1g Infektionsschutzgesetz).

Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr dürfen unter freiem Himmel in Gruppen mit bis zu 5 Kindern kontaktlos unter freiem Himmel Sport ausüben. Dies gilt für alle Sportarten. Kinder-Sportgruppen müssen weiterhin jeweils dokumentiert werden. Anleitungspersonen müssen während des Trainings über einen anerkannten Test verfügen, der nicht älter als 24 Stunden ist. Das zuständige Gesundheitsamt kann gemäß Infektionsschutzgesetz Kontrollen durchführen und den Nachweis des negativen Testergebnisses verlangen (§ 28 b Absatz 1 Satz 1 Nummer 6). Anerkannte Tests sind gemäß Infektionsschutzgesetz (§ 28 b Absatz 9 Satz 1) in-vitro-Diagnostika, die für den direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 bestimmt sind und die auf Grund ihrer CE-Kennzeichnung oder auf Grund einer gemäß Medizinproduktegesetz (§ 11 Absatz 1) erteilten Sonderzulassung verkehrsfähig sind.

Auf weitläufigen Außensportanlagen (ab 1.600 qm) sind mehrere Kleingruppen zulässig, wenn:

  • es sich um zulässige Kleingruppen handelt (z. B. bis zu 5 Kindern oder z. B. Personen eines Hausstandes) und
  • die Betreiberin oder der Betreiber der Anlage gewährleistet, dass jeder Personengruppen eine Mindestfläche von 800 qm zur alleinigen Nutzung zugewiesen wird.

Sportausübung zu medizinisch notwendigen oder sozial-therapeutischen Zwecken ist weiterhin zulässig (§ 28 b Absatz 1 Satz 1 Nummer 8 Infektionsschutzgesetz).

Trainings- und Wettkampfbetrieb der Berufssportlerinnen und -sportler sowie der Bundes- oder Landeskader ist weiterhin in allen Individual- und Mannschaftssportarten zulässig, wenn

  • die Anwesenheit von Zuschauern ausgeschlossen ist,
  • nur Personen Zutritt zur Sportstätte erhalten, die für den Wettkampf- oder Trainingsbetrieb oder die mediale Berichterstattung erforderlich sind, und
  • angemessene Schutz- und Hygienekonzepte eingehalten werden.

Bundes- und Landeskader dürfen also in allen Sportarten unter Einhaltung der Schutz- und Hygienekonzepte trainieren und an Wettkämpfen teilnehmen.

Aufhebung der Notbremse

Unterschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt ab dem Tag nach dem Eintreten der Maßnahmen an fünf aufeinander folgenden Werktagen die 7-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 100, so treten an dem übernächsten Tag die Maßnahmen außer Kraft. Sonn- und Feiertage unterbrechen nicht die Zählung der maßgeblichen Tage. Die nach Landesrecht zuständige Behörde –die Landkreise und kreisfreien Städte – machen in geeigneter Weise die Tage bekannt, ab dem die Maßnahmen im jeweiligen Landkreis oder einer kreisfreien Stadt nicht mehr gelten. Die Bekanntmachung soll unverzüglich erfolgen, nachdem aufgrund der Veröffentlichung des RKI erkennbar wurde, dass die Voraussetzungen für eine Aufhebung der „100“-Maßnahmen eingetreten sind.

kontaktfreier Breitensport unter freiem Himmel – Sport im öffentlichen Raum

7-Tages-Inzidenz unter 100

Auf allen Sportanlagen ist unter freiem Himmel kontaktfreie Sportausübung erlaubt (vgl. § 12 Absatz 2 Eindämmungsverordnung). Unter freiem Himmel sind beispielsweise Leichtathletik, Sportschießen, Tennis usw. auf Sportanlagen zulässig sind. Zulässig ist auch das Training von Kontaktsportarten, sofern es so gestaltet wird, dass stets der allgemeine Mindestabstand eingehalten wird (Techniktraining). Es gilt eine Personenobergrenze von 10 Personen (für Kinder unter 14 Jahre bis zu 20 Kinder) und eine Dokumentationspflicht des Betreibers oder der Betreiberin der Sportanlage. Die Nutzung von Umkleiden und anderen Aufenthaltsräumen oder Gemeinschaftseinrichtungen ist untersagt (für Kindergruppen erlaubt).

Kontaktfrei ist eine Sportausübung immer dann, wenn bei der Ausübung das Abstandsgebot von 1,5 Metern eingehalten wird (§ 1 Absatz 1 Nummer 3 Eindämmungsverordnung). Untersagt sind also nicht konkrete Sportarten wie z. B. Ringen oder Fußball, sondern es wird für die konkrete Sportausübung im Einzelfall angeordnet, dass die Ausübung kontaktfrei – also unter Einhaltung des Abstandsgebotes – zu erfolgen hat. Bei der Ausübung der Wurf- und Stoßdisziplinen (Diskus, Hammer, Kugel, Speer) und der Sprungdisziplinen (Weitsprung, Hochsprung und Stabhochsprung) kann in der Regel der Abstand unproblematisch eingehalten werden. Aber auch im Trainingsbetrieb bei fast allen anderen Sportarten können Trainingsmittel und Übungen eingesetzt werden, die die Einhaltung des Abstandsgebotes gewährleisten. So ist Boxtraining unter Einhaltung des Abstandsgebotes gestaltbar, sofern man z. B. das Training an Sandsäcken oder anderen Hilfsmitteln – aber ohne Partnerkontakt –durchführt. Gleiches gilt z. B. auch für den Tanzsport. Auch das Training von Mannschaftsspielen wie Fußball, Handball, Volleyball, Basketball, Wasserball kann man so gestalten, dass der allgemeine Mindestabstand eingehalten wird. Gleiches trifft auf alle Kampfsportarten wie z.B. Judo, Boxen, Karate, Sumo usw. zu.

Mehrere Personengruppen auf sehr großen Sportanlagen
Auf weitläufigen Außensportanlagen (ab 1.600 qm) dürfen mehrere Gruppen Sport auf einer Anlage gleichzeitig ausüben, sofern die Betreiberin oder der Betreiber der Anlage gewährleistet, dass einzelnen Personengruppen eine Mindestfläche von 800 qm zur Sportausübung zur alleinigen Nutzung zugewiesen wird (vgl. § 12 Absatz 4 der Eindämmungsverordnung). Für die einzelne Gruppe gilt folgende Begrenzungen für die Personenanzahl:

  • pro Gruppe bis zu 20 Kinder unter 14 Jahren oder
  • pro Gruppe bis zu 10 Personen ab 14 Jahre.

In der Praxis heißt dies, dass beispielsweise auf Golfplätzen, Fußballplätzen oder in Leichtathletikstadien mehrere Sportgruppen gleichzeitig Sport treiben können, sofern jeder Gruppe mindestens 800 qm zur alleinigen Nutzung zugewiesen werden.

Sport im öffentlichen Raum
Sport im öffentlichen Raum ist weiterhin erlaubt, begrenzt auf Personen aus zwei Haushalten mit maximal 5 Personen, wobei Kinder unter 14 Jahren nicht mitzählen (§ 4 Absatz 1 Eindämmungsverordnung). Ebenso wie auf Sportanlagen ist bei der Sportausübung im öffentlichen Raum der Mindestabstand nach einzuhalten, sofern keine Abstandsbefreiung z. B. für Familien vorliegt (§ 1 Absatz 2 Eindämmungsverordnung). Kontaktsport ist also grundsätzlich unzulässig, jedoch mit Personen des eigenen Haushaltes erlaubt.

 7-Tages-Inzidenz über 100 – Notbremse des Bundes

Laut Notbremse des Bundes ist der Kontakt im öffentlichen Raum auf einen Haushalt plus eine weitere haushaltsfremde Person begrenzt, wobei Kinder unter 14 Jahren nicht mitzählen. Bei der Sportausübung (egal wo) zählen Kinder mit. Die Sportausübung auf Sportanlagen und im öffentlichen sowie im privaten Raum ist nur noch zulässig

  • allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushaltes (wobei dabei ein Haushalt max. 10 Personen haben darf und diese Gruppe zu dokumentieren ist),
  • kontaktlos in Individualsportarten.
Kinder- und Jugendsport, Kinder- und Jugendarbeit im Sport

7-Tages-Inzidenz unter 100

Kinder bis 13 Jahre
Gruppen von Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr können – mit bis zu 20 (zu dokumentierenden) Teilnehmerinnen und Teilnehmern – jeglichen Sport auf Sportanlagen unter freiem Himmel betreiben. Bei der Berechnung der Personenzahl bleibt das begleitende Funktions- oder Aufsichtspersonal unberücksichtigt. Auch Umkleiden und Sanitäreinrichtungen dürfen genutzt werden. Bei der Sportausübung darf auch Kontaktsport betrieben werden, z. B. Fußball, Rasenhockey etc. (nur auf Sportanlagen). Im Übrigen – z. B. in Pausen oder außerhalb des Spielfeldes gilt das allgemeine Abstandsgebot. Für die Dokumentation sind die Betreiberinnen und Betreiber der Sportanlage zuständig.

Jugendliche ab 14 Jahren
Jugendliche ab dem vollendeten 14. Lebensjahr dürfen nur kontaktlosen Sport auf Sportanlagen ausüben – es gelten Gruppenbeschränkungen für bis zu 10 Personen. Es gilt auch hier das Abstandsgebot. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen dokumentiert werden. Die Nutzung von Umkleiden und anderen Aufenthaltsräumen oder Gemeinschaftseinrichtungen ist untersagt. Auch hier ist die Betreiberinnen oder der Betreiber Sportanlage für die Dokumentation verantwortlich.

 7-Tages-Inzidenz über 100 – Notbremse des Bundes

Kinder bis 13 Jahre
Für Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres ist die Ausübung von Sport in Form von kontaktloser Ausübung im Freien in Gruppen von höchstens fünf Kindern zulässig. Anleitungspersonen müssen auf Anforderung der nach Landesrecht zuständigen Behörde ein negatives Ergebnis einer innerhalb von 24 Stunden vor der Sportausübung mittels eines anerkannten Tests durchgeführten Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlegen.

Jugendliche ab 14 Jahren 
Die Ausübung von Sport ist nur zulässig als kontaktlose Ausübung von Individualsportarten, allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands.

Medizinisch notwendiger Sport und sozial-therapeutischer Sport

7-Tage-Inzidenz unter 100

Ärztlich verordneter Sport und sozial-therapeutischer Sport ist in und auf Sportanlagen zulässig (§ 12 Abs. 5 Ziffer 1). Dies gilt auch für geschlossene Räume, es gilt kein Indoor-Verbot.  Reha-Sport ist ärztlich verordnet und daher zulässig. Sozial-therapeutische Zwecke liegen beispielsweise vor, soweit die Sportausübung in stationären Einrichtungen für Hilfen zur Erziehung oder zur Eingliederung von Kindern mit Behinderungen erfolgt. Diese Sportausübung auf Sportanlagen ist in Abwägung mit dem Infektionsschutz weiterhin erforderlich, um den Kindern und Jugendlichen mit auffälligen Verhaltensweisen und spezifischen psychosozialen Problemen mittels sozialtherapeutischen Bewegungsaktivitäten bei der Problembewältigung zu helfen.

7-Tage-Inzidenz über 100 – Notbremse des Bundes

Ärztlich verordneter Sport und sozial-therapeutischer Sport ist weiterhin zulässig (§ 28 b Absatz 1 Nummer 8 Infektionsschutzgesetz). Reha-Sport ist also weiter erlaubt, auch Indoor.

Schwimmbäder, Spaß- und Freizeitbäder weiter für Publikum geschlossen

7-Tage-Inzidenz unter 100

Schwimmbäder, Spaß- und Freizeitbäder sind für den Publikumsverkehr geschlossen (§ 22 Abs. 1 Ziffer 6 Eindämmungsverordnung).

Die Nutzung der Schwimmhallen durch Berufssportlerinnen und -sportler, Bundesligateams, der Bundes- und Landeskader sowie die Sportpraxis an Hochschulen ist weiterhin zulässig. Dies gilt auch für den medizinisch notwendigen Sport (Reha-Sport) oder den sozial-therapeutischen Sport. Die Spezialschulen und Spezialklassen Sport können Schwimmbäder zur Umsetzung der schulinternen Lehrpläne nutzen. Für die Planung, Vorbereitung, Durchführung und Abnahme der Prüfung stehen Schwimmbäder zur Verfügung.

Bäder im Freien dürfen öffnen, für den nach Eindämmungsverordnung zulässigen Sport unter freiem Himmel (§ 12 Absatz 2 und 3). Es gelten die Personenobergrenzen (§ 12 Absätze 2 bis 4 der Eindämmungsverordnung):

  • 20 Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr
  • ansonsten 10 Personen,
  • auf weitläufigen Freibädern mehrere Gruppen.

 7-Tage-Inzidenz über 100 – Notbremse des Bundes

Die Öffnung von Freizeiteinrichtungen wie insbesondere Badeanstalten, Spaßbädern, Hotelschwimmbädern, Thermen und Wellnesszentren sowie Saunen, Solarien und Fitnessstudios ist untersagt. Die Nutzung der Schwimmhallen durch Berufssportlerinnen und -sportler, der Bundes- und Landeskader sowie die Sportpraxis an Hochschulen ist weiterhin zulässig. Dies gilt auch für den medizinisch notwendigen Sport (Reha-Sport) oder den sozial-therapeutischen Sport. Die Spezialschulen und Spezialklassen Sport können Schwimmbäder zur Umsetzung der schulinternen Lehrpläne nutzen. Für die Planung, Vorbereitung, Durchführung und Abnahme der Prüfung stehen Schwimmbäder zur Verfügung.

Profisport (Berufsausübung), Bundesliga und Kadersport

7-Tages-Inzidenz unter 100

Berufssportlerinnen und -sportler, Bundesligateams sowie Leistungssportlerinnen und -sportler der Bundes- und Landeskader dürfen die Sportanlagen weiterhin für den Trainings- und Wettkampfbetrieb nutzen, sofern er im Rahmen eines Nutzungs- und Hygienekonzeptes des jeweiligen Sportfachverbandes stattfindet (§ 12 Abs. 5 Ziffer 4 Eindämmungsverordnung). Das Abstandsgebot gilt hier nicht (§ 1 Abs. 2 Ziffer 6 Eindämmungsverordnung). Es wird empfohlen, regelmäßig die im jeweiligen Einzelfall erforderlichen Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen zu ergreifen, insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Geräten.

Zu Berufs- oder Profisportlerinnen und -sportlern sind alle Sportlerinnen und Sportler zu rechnen, die vertraglich zu einem Verein, Verband oder einer Sportorganisation – (auch gewerblicher Art) – gebunden sind und ein Entgelt erhalten, aus dem sie ihren Lebensunterhalt im Wesentlichen bestreiten. Es kommt nicht darauf an, ob die entsprechende Liga oder der Sportbereich in der Öffentlichkeit mit dem Begriff „Amateur“-Sport verbunden ist, sondern auf die tatsächlich gegebenen rechtlichen Verhältnisse.

Die Regionalligen im Fußball werden zwar in der Öffentlichkeit und sportfachlich als "Amateurligen" bezeichnet, faktisch sind aber die Sportlerinnen und Sportler regelmäßig arbeitsvertraglich an ihre Vereine gebunden. Sie dürfen folglich weitermachen. Bestehen solche Mannschaften sowohl aus Berufs- als auch Freizeitsportlern, kann aufgrund des Willens des Verordnungsgebers abgeleitet werden, dass die Mannschaften in dieser Zusammensetzung weiter trainieren dürfen und an Wettkämpfen teilnehmen können, wenn anders ein ordnungsgemäßer und zulässiger Trainings- und Wettkampfbetrieb nicht mehr möglich wäre (z. B. wenn sämtliche Torhüter Amateursportler sind). Die Berufsausübungsfreiheit von Profisportlerinnen und Profisportlern soll insgesamt gewährleistet bleiben. Vertraglich gebundene Trainerinnen und Trainer reichen aber nicht aus.

Gleiches gilt auch für alle anderen Sportmannschaften: Besteht eine feste Sportmannschaft sowohl aus Berufs- als auch Freizeitsportlerinnen und -sportlern, dürfen diese gemischten Mannschaften ihren Trainings- und Wettkampfbetrieb ohne Einschränkungen fortführen. Nicht zulässig ist es hingegen, bereits bestehende feste Sportmannschaften nachträglich um weitere Freizeitsportlerinnen und -sportler zu erweitern.

7-Tage-Inzidenz über 100 – Notbremse des Bundes

Der Trainings- und Wettkampfbetrieb der Berufssportlerinnen und -sportler sowie der Bundes- oder Landeskader ist weiterhin in allen Individual- und Mannschaftssportarten zulässig, wenn

  • die Anwesenheit von Zuschauern ausgeschlossen ist,
  • nur Personen Zutritt zur Sportstätte erhalten, die für den Wettkampf- oder Trainingsbetrieb oder die mediale Berichterstattung erforderlich sind, und
  • angemessene Schutz- und Hygienekonzepte eingehalten werden.

Berufssportlerinnen und -sportler sowie Bundes- und Landeskader dürfen also in allen Sportarten unter Einhaltung der Schutz- und Hygienekonzepte trainieren und an Wettkämpfen teilnehmen.

medizinische Maske im Sport

7-Tage-Inzidenz unter 100

Eine medizinische Maske ist zu tragen, wenn es die Eindämmungsverordnung konkret anordnet.

  • Für die Sportausübung auf Sportanlagen, auf Spielplätzen und im öffentlichen Raum ist kein Tragen einer Maske angeordnet.
  • Beim Schulsportunterricht sind die Schülerinnen und Schüler von der Maske befreit. Die Lehrkräfte sind nicht befreit (§ 17 Abs. 1).
  • Bei Gremiensitzungen und Mitgliederversammlungen ist eine medizinische Maske zu tragen.
  • Beim Trainings- und Wettkampfbetrieb von Berufssportlerinnen und -sportlern, Bundesligateams sowie Kaderathletinnen und -athleten ist keine Maske angeordnet.
  • Für eine private Zusammenkunft im Vereinsheim ist keine Maske durch die Eindämmungsverordnung angeordnet.

Im öffentlichen Raum soll eine medizinische Maske getragen werden, wenn der allgemeine Mindestabstand nicht eingehalten werden kann (vgl. § 1 Abs. 1 Ziffer 3 Eindämmungsverordnung). Die medizinische Maske muss im öffentlichen Raum getragen werden, wenn dies durch Allgemeinverfügung des Landkreises oder der kreisfreien Stadt für dieses Gebiet angeordnet wurde.

7-Tage-Inzidenz über 100 – Notbremse des Bundes

Beim Reha-Sport ist von den Beteiligten – unbeschadet der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen – und, soweit die Art des Reha-Sportes es zulässt, jeweils eine Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar) zu tragen (§ 28 b Absatz 1 Nummer 8 Infektionsschutzgesetz). Ergänzend gilt die landesrechtliche Anordnung, wonach eine medizinische Maske zu tragen ist, wenn im öffentlichen Raum der allgemeine Mindestabstand nicht eingehalten werden kann (vgl. § 1 Abs. 1 Ziffer 3 Eindämmungsverordnung).


Versorgung von Tieren – Wartung von Sportgeräten

Die Versorgung von Tieren (z. B. Pferde) ist kein Sportbetrieb im Sinne von § 12 Absatz 1 Eindämmungsverordnung. Der Tierschutz gemäß § 2 Tierschutzgesetz ist weiter einzuhalten, d. h. Tiere dürfen im erforderlichen Umfang auch auf Sportanlagen versorgt und bewegt werden (z. B. Pferde), soweit dies für eine artgerechte Haltung erforderlich ist.

Die Wartung und Pflege von Sportgeräten (z. B. Boote, Fahrräder) ist ebenfalls kein Sportbetrieb, d. h. Sportgeräte (u.a. Boote etc.) können aus den Sportanlagen geholt, zurückgebracht und auch gepflegt werden.

Sportveranstaltungen sind untersagt

7-Tage-Inzidenz unter 100

Sportveranstaltungen sind Veranstaltungen mit Unterhaltungscharakter und daher nur mit Personen aus zwei Haushalten mit bis zu 5 Personen erlaubt, wobei Kinder unter 14 Jahren nicht mitzählen (§ 7 Abs. 1).

7-Tage-Inzidenz über 100 – Notbremse des Bundes

Wettkämpfe oder Training mit Zuschauern sind untersagt (§ 28 b Absatz 1 Nummer 1 in Verbindung mit Nr. 6 Infektionsschutzgesetz).

Mitgliederversammlungen – Gremien – Vereinsheim

7-Tage-Inzidenz unter 100

Mitgliederversammlungen und Gremiensitzungen sind Veranstaltungen ohne Unterhaltungscharakter (§ 7 Abs. 2 Eindämmungsverordnung) und daher weiterhin – auch in geschlossenen Räumen – möglich, wenn folgendes vom Veranstalter abgesichert wird:

  • unter freiem Himmel nicht mehr als 100 Anwesende
  • in geschlossenen Räumen nicht mehr als 50 Anwesende
  • vorliegendes Hygienekonzept
  • Einhaltung des Abstandsgebotes
  • Zutrittssteuerung
  • Tragen einer medizinischen Maske
  • Erfassen der Personendaten
  • regelmäßiger Austausch der Raumluft (vgl. im Einzelnen § 7 Abs. 2)

Private Zusammenkünfte im Vereinsheim sind gestattet, allerdings nur mit Personen aus 2 verschiedenen Haushalten bis max. 5 Personen, wobei Kinder unter 14 Jahren nicht mitzählen (§ 7 Abs. 5). Sport darf bei der Zusammenkunft im Vereinsheim auf keinen Fall ausgeübt werden, da Indoor-Sport – auch von nur einer Familie - verboten ist.

7-Tage-Inzidenz über 100

Private Zusammenkünfte im Vereinsheim sind gestattet, allerdings nur, wenn an ihnen höchstens die Angehörigen eines Haushalts und eine weitere Person einschließlich der zu ihrem Haushalt gehörenden Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres teilnehmen, Bsp.: ein Haushalt + eine haushaltsfremde Person, wobei Kinder unter 14 Jahren nicht mitzählen (vgl. § 28 b Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 Infektionsschutzgesetz). Sport darf bei der Zusammenkunft im Vereinsheim auf keinen Fall ausgeübt werden, da Indoor-Sport – auch von nur einer Familie - verboten ist. Da die Notbremse des Bundes keine Untersagungen für Mitgliederversammlungen und Gremiensitzungen enthält, gilt das Landesrecht.



Organigramm / Anschrift

Organigramm

Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Heinrich-Mann-Allee 107 (Haus 1/1a)
14473 Potsdam
Anfahrt

Twitter