Individual- und Vereinssport

Seit 16.September 2021 gilt in Brandenburg mit der Dritten Corona-Umgangsverordnung auch für den Sport die sogenannte 2G-Regel als Option. Das bedeutet: Sportanbieter, Vereine oder Veranstalter können selbst entscheiden, ob sie nur Geimpften, Genesenen und Kindern unter 12 Jahren Zutritt zu ihren Einrichtungen gewähren. Dann braucht es in Innenräumen keinen Abstand und keine Maske mehr und die Personenzahl ist nicht begrenzt. Die Sportangebote von Sportvereinen sind nur noch für den Innenbereich (§ 18 Abs. 4) geregelt.

Wichtig: Für einige Bereiche der Daseinsvorsorge sowie für bestimmte öffentliche Einrichtungen ist die Inanspruchnahme des 2G-Modells ausgeschlossen. Das betrifft – neben Kitas und Schulen –  auch Schwimmbäder und Freibäder. Hier sollen weiterhin Geimpfte, Genesene und Getestete sowie alle Personen, die von der Testpflicht befreit sind, Zutritt haben können.

2G-Regel als Option

Die sogenannte 2G-Regel wird als Option eingeführt und ist eine Ergänzung des bestehenden 3G-Modells: Zutritt nur für Geimpfte, Genesene und Getestete. Der Unterschied: Beim 2G-Modell gelten für Veranstalter und Gäste kaum noch Corona-Einschränkungen. Wenn Veranstalterinnen oder Veranstalter sowie Betreiberinnen oder Betreiber das 2G-Modell nutzen wollen, entfallen einzelne Vorgaben zum Infektionsschutz, wenn die Verantwortlichen auf der Grundlage eines individuellen Hygienekonzepts durch geeignete organisatorische Maßnahmen Folgendes sicherstellen:

  • die Zutrittsgewährung ausschließlich für
    • geimpfte Personen,
    • genesene Personen,
    • Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr,
  • den Einsatz ausschließlich von geimpftem oder genesenem Personal; dies gilt nicht für Personal, das dauerhaft keinen direkten Gäste- oder Kundenkontakt hat,
  • die Anbringung eines deutlich erkennbaren Hinweises im Zutrittsbereich, dass der Zutritt nur für geimpfte Personen, genesene Personen und Kindern unter 12 Jahren gewährt wird,
  • die vorherige schriftliche Anzeige der Inanspruchnahme des 2G-Modells gegenüber dem zuständigen Gesundheitsamt.

Die Ermöglichung von Kontaktnachverfolgung und Hygienekonzepte bleiben jedoch weiterhin überall dort erforderlich, wo sie auch bislang vorgesehen sind.

3G-Regel

Die sogenannte 3G-Regel (Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete) bleibt mit der neuen Corona-Umgangsverordnung bestehen und gilt ab dem bisherigen Schwellenwert von 20 bezogen auf kreisfreie Städte und Landkreise (Sieben-Tage-Inzidenz Neuinfektionen). Die 3G-Regel betrifft zum Beispiel auch Indoor-Sportanlagen, Innen-Spielplätze sowie Schwimmbäder und Freibäder.

Sport in geschlossenen Räumen

Betreiberinnen und Betreiber von Sportanlagen haben in geschlossenen Räumen auf der Grundlage eines individuellen Hygienekonzeptes durch geeignete organisatorische Maßnahmen Folgendes sicherzustellen:

  • die Steuerung und Beschränkung des Zutritts und des Aufenthalts aller Personen,
  • die Zutrittsgewährung nur für Sportausübende, die einen auf sie ausgestellten Testnachweis vorlegen; für nicht volljährige Sportausübende ist als Nachweis auch eine von einer sorgeberechtigten Person unterzeichnete Bescheinigung über das negative Ergebnis eines ohne fachliche Aufsicht durchgeführten PoC-Antigen-Tests zur Eigenanwendung (Selbsttest) zulässig,
  • die Erfassung der Personendaten aller Sportausübenden in einem Kontaktnachweis nach § 5 zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung,
  • die Einhaltung des Abstandsgebots außerhalb der Sportausübung,
  • das verpflichtende Tragen einer medizinischen Maske durch alle Sportausübenden in den Umkleideräumen,
  • die Untersagung der gemeinsamen Ausübung von Kontaktsport mit mehr als 30 Sportausübenden,
  • den regelmäßigen Austausch der Raumluft durch Frischluft.

Die Maßnahmen gelten nicht für:

  • Sportanlagen, soweit ausschließlich ärztlich verordneter Sport oder Sport zu sozialtherapeutischen Zwecken ausgeübt wird,
  • den Schulbetrieb und die Kindertagesbetreuung sowie für Lehrveranstaltungen in der Sportpraxis an Hochschulen,
  • den Trainings- und Wettkampfbetrieb der Berufssportlerinnen und -sportler, der Bundesligateams sowie der Leistungssportlerinnen und -sportler der Bundes- und Landeskader, der im Rahmen eines Nutzungs- und Hygienekonzeptes des jeweiligen Sportfachverbandes stattfindet,
  • die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmern.
Für Freibäder und Schwimmhallen gilt weiter die 3G-Regel

Freibäder
Die Betreiber müssen im Hygienekonzept vorsehen, dass:

  • der Zutritt und Aufenthalt aller Personen gesteuert und beschränkt wird,
  • eine Kontaktnachverfolgung ermöglicht wird,
  • die Einhaltung des Abstandsgebots außerhalb der Becken gewährleistet ist und
  • die Maskenpflicht in den Umkleideräumen (ab 6 Jahre) umgesetzt wird.

Schwimmhallen
Die Betreiber müssen im Hygienekonzept folgendes vorsehen:

  • Zutritts- und Aufenthaltssteuerung,
  • ab Inzidenz 20 Zutritt nur bei Vorlage eines Negativ-Testes (ab 12 Jahren) oder für Geimpfte und Genesene,
  • Ermöglichung der Kontaktnachverfolgung,
  • Einhaltung des Abstandsgebots außerhalb der Becken,
  • Maskenpflicht in Umkleiden (ab 6 Jahren),
  • regelmäßigen Austausch der Raumluft.
Großveranstaltungen

Mit der neuen Corona-Verordnung gibt es eine Personenobergrenze für Großveranstaltungen. Zu Veranstaltungen dürfen nicht mehr als 5.000 gleichzeitig teilnehmende Besucherinnen und Besucher. Ausnahmen sind auf Antrag weiter möglich.

Abstandsgebot, Mund-Nasen-Bedeckung und Hygieneregeln

Jede Person ist weiterhin verpflichtet, die allgemeinen Hygieneregeln und -empfehlungen zur Vorbeugung von Infektionen zu beachten, einschließlich des regelmäßigen Austauschs der Raumluft durch Frischluft in geschlossenen Räumen. Bei Vorliegen von typischen Symptomen oder sonstigen Anhaltspunkten für eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus soll grundsätzlich auf physische Kontakte zu anderen Personen verzichtet werden. Jede Person soll außerhalb des privaten Raums einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einhalten. Sofern außerhalb des privaten Raums in geschlossenen Räumen die Einhaltung des Abstandsgebots nicht möglich ist, soll eine medizinische Maske getragen werden



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