Jugend und Jugendhilfe

Die Bekämpfung des Coronavirus und seiner Mutanten erfordert weiter Maßnahmen. Sie sind in der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung der Landesregierung festgeschrieben. Angesichts des deutlichen Anstiegs der Corona-Infektionszahlen und der zunehmenden Belastung des Gesundheitssystems hat die Landesregierung deutliche Verschärfungen der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung beschlossen. Jugendarbeit und die Hilfen zur Erziehung für Kinder und Familien finden – unter Beachtung der geltenden Vorschriften – weiter statt.

Kontaktbeschränkungen beim gemeinsamen Aufenthalt in der Öffentlichkeit

Im öffentlichen Raum gelten grundsätzlich die Kontaktbeschränkungen gemäß § 4 Abs. 1 der Eindämmungsverordnung: Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur mit den Angehörigen des eigenen Haushalts und mit Personen eines weiteren Haushalts, insgesamt jedoch mit höchstens fünf Personen, gestattet; Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr bleiben bei der Berechnung der Personenzahl unberücksichtigt.

Überschreitet in einer Region die 7-Tage-Inzidenz den Wert von 100 je 100.000 Einwohnern gilt, dass private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum nur gestattet sind, wenn an ihnen höchstens die Angehörigen eines Haushalts und eine weitere Person einschließlich der zu ihrem Haushalt gehörenden Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres teilnehmen.

Ausnahmen für „begleitete Außenaktivitäten" beim gemeinsamen Aufenthalt in der Öffentlichkeit

In § 4 (3) SARS-CoV-2-EindV ist die Personenbeschränkung für begleitete Außenaktivitäten (für z.B. Kinder- und Jugendgruppen) im öffentlichen Raum aufgehoben. Die Altersgrenze ist auf das vollendete 18. Lebensjahr geändert worden und die „zugelassene Kinder- und Jugendarbeit“ bei begleiteten Außenaktivitäten ausdrücklich benannt.

Jugendclubs dürfen für bis zu 17jährige eingeschränkt öffnen

Präsenzangebote in der Jugendarbeit (nach dem §§ 11 und 12 KJHG) dürfen nur für Jugendliche bis 17 Jahre angeboten werden. Für Personen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr sind Jugendangebote demnach untersagt (§ 16 SARS-CoV-2-EindV).

Online-Angebote und Einzelberatungen sind natürlich nach wie vor möglich und erwünscht!

Abstandsgebot in Jugendeinrichtungen

Eine Beschränkung der Personenzahl gibt es nicht; diese ergibt sich jedoch aufgrund der begrenzten Fläche in Verbindung mit dem Abstandsgebot. Es empfiehlt sich daher, im Hygienekonzept der Einrichtung eine Höchstzahl oder andere Beschränkungen für Räumlichkeiten festzulegen.

Jugendbildungseinrichtungen bleiben geöffnet

Einrichtungen der Aus-, Fort- und Weiterbildung bleiben weiter geöffnet, wenn sie die Auflagen zum Infektionsschutz für die Gruppen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einhalten. Es dürfen jedoch nur Gruppen mit bis zu 5 Personen (§ 19 Abs. 1 SARS-CoV-2-EindV) gebildet werden.

In Jugendbildungsstätten und Einrichtungen der Jugendarbeit sind durch die Verantwortlichen die Einhaltung der erforderlichen Hygieneregeln sicherzustellen. Das Abstandsgebot von 1,5 m ist weiterhin einzuhalten.

Die Ausnahme vom Abstandsgebot gilt gem. § 1 Abs. 2 nur für die Wahrnehmung von Bildungs- sowie Aus-, Fort- und Weiterbildungsangeboten zu beruflichen Zwecken, nicht generell für alle Bildungsangebote

Maskenpflicht in Einrichtungen der Jugendarbeit

Es haben in den Innenbereichen alle Personen eine medizinische Maske zu tragen. Ausnahmen von der Tragepflicht sind weiterhin zulässig, wenn die Eigenart der Bildungs- oder Aus-, Fort- oder Weiterbildungsmaßnahme dies nicht zulässt, beispielsweise Sprachübungen, Übungen in der Alphabetisierung oder das Erlernen von (Atem-)Techniken zum Zeit- und Stressmanagement. Die Ausnahme vom Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung sollte dabei möglichst auf den Zeitraum der Übung begrenzt werden. Diese Aufzählung ist nicht abschließend, vielmehr ist unter Vorrang des Infektionsschutzes abhängig von der Eigenart der Bildungsmaßnahme zu entscheiden. Im öffentlichen Raum gelten die Kontaktbeschränkungen gemäß der Eindämmungsverordnung. Bei Außenkontakten, bei denen der Abstand eingehalten werden kann, ist keine Maskenpflicht vorgeschrieben.

Keine Kontaktsportarten auf Sportplätzen

Im § 12(1) SARS-CoV-2-Eindämmunsverordnung wird der Sportbetrieb auf und in allen Sportanlagen (auch Bolzplätze, Skateranlagen, etc.) erst einmal untersagt. Allerdings gilt das Verbot nur für Kontaktsportarten!

Regelungen für Kinder bis 13 Jahre und ab 14 Jahren für den Sport auf Sportanlagen

Regelungen für Kinder bis 13 Jahre
Gruppen von Kindern mit bis zu 20 (zu dokumentierenden) Teilnehmer*innen und bis zum vollendeten 14. Lebensjahr können jeglichen Sport auf Sportanlagen unter freiem Himmel betreiben; bei der Berechnung der Personenzahl bleibt das begleitende Funktions- oder Aufsichtspersonal unberücksichtigt. Auch Umkleiden und Sanitäreinrichtungen dürfen genutzt werden. Bei der Sportausübung darf also auch Kontaktsport betrieben werden, z. B. Fußball, Rasenhockey etc. (nur auf Sportanlagen). Im Übrigen – z. B. in Pausen oder außerhalb des Spielfeldes gilt das allgemeine Abstandsgebot. Für die Dokumentation sind die Betreiberinnen und Betreiber der Sportanlage zuständig.

Überschreitet in einer Region die 7-Tage-Inzidenz den Wert von 100 je 100.000 Einwohnern gilt –gemäß § 28b Abs. 1 Nr. 6 Infektionsschutzgesetz – dass für Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres die Ausübung von Sport in Form von kontaktloser Ausübung im Freien in Gruppen von höchstens fünf Kindern zulässig ist. Anleitungspersonen müssen auf Anforderung der nach Landesrecht zuständigen Behörde ein negatives Ergebnis einer innerhalb von 24 Stunden vor der Sportausübung mittels eines anerkannten Tests durchgeführten Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorlegen.

Regelungen für Jugendliche ab 14 Jahren
Jugendliche ab dem vollendeten 14. Lebensjahr dürfen nur kontaktlosen Sport auf Sportanlagen ausüben und es gelten Gruppenbeschränkungen für bis zu 10 Personen. Es gilt auch hier das Abstandsgebot. Die Teilnehmer*innen müssen dokumentiert werden! Die Nutzung von Umkleiden und anderen Aufenthaltsräumen oder Gemeinschaftseinrichtungen ist jedoch untersagt. Auch hier ist der/die Betreiberinnen und Betreiber Sportanlage für die Dokumentation verantwortlich.

Überschreitet in einer Region die 7-Tage-Inzidenz den Wert von 100 je 100.000 Einwohnern gilt, dass die Ausübung von Sport nur zulässig ist in Form von kontaktloser Ausübung von Individualsportarten, die allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands ausgeübt werden.

Große Sportflächen/Stadien und Kontaktsportarten im öffentlichen Raum

Große Sportflächen/Stadien
Auf weitläufigen Außensportanlagen (ab 1.600 qm) dürfen mehrere Personengruppen (jeweils bis zu 10 Personen über 14 Jahre und bis zu 20 Personen bis 14 Jahre) Sport auf einer Sportanlage gleichzeitig ausüben, sofern die Betreiberin oder die Betreiberin der Anlage gewährleistet, dass einzelnen Personengruppen eine Mindestfläche von 800 qm zur Sportausübung zur alleinigen Nutzung zugewiesen wird (Fußballplätze, Leichtathletikstadien)."

Kontaktsportarten im öffentlichen Raum
Die Ausübung von Kontaktsportarten im öffentlichen Raum ist untersagt, da der allgemeine Mindestabstand einzuhalten ist.


Hilfen zur Erziehung für Kinder und Familien, Eingliederungshilfen, Internate und Wohnheime:
Corona Aktuell ­– Informationen für Fachkräfte in den Hilfen zur Erziehung



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