Kita und Hort

Die sinkenden Inzidenzzahlen lassen weitere Lockerungen zu. Die Betreuungsangebote für Vorschulkinder sind geöffnet, Horte sind geöffnet, auch zur Betreuung  in den Ferien. Die neue Umgangsverordnung ist am am 16. Juni 2021 in Kraft getreten – sie steht ganz im Lichte einer Kindertagesbetreuung unter Pandemiebedingungen.

Die neue Ergänzung zum Rahmenhygieneplan Kita sieht keine Maskenpflicht für Kinder und Personal (im Umgang mit Kindern) in den Innen- und Außenbereichen der Kindertagesstätten vor. Das Personal muss bei Kontakten zu anderen Erwachsenen (Kollegen, Eltern, Externe usw.) eine medizinische Gesichtsmaske/Atemschutzmaske dann tragen, wenn bei diesen Kontakten die Abstandsregelungen nicht eingehalten werden können. Denn Dritte sind nach der Umgangsverordnung nicht vom Abstandsgebot und der Maskenpflicht in geschlossenen Räumen außerhalb des privaten Bereichs ausgenommen.

Im Außenbereich ist die Bildung fester Gruppen nicht erforderlich. In den Innenbereichen der Kindertagesstätten sind möglichst feste Gruppen zu bilden. Entscheidender als die Gruppengröße ist eine – soweit möglich – Gruppenkonstanz, um infektionsrelevante Durchmischungen mit der Folge übergroßer Kontaktketten zu vermeiden. Bei der Gruppenarbeit ist auf feste pädagogische Bezugspersonen mit möglichst wenig Personalwechsel zu achten. Geimpftes und genesenes Personal im Sinne des § 2 COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung (SchAusnahmV) kann ohne feste Gruppenzugehörigkeit eingesetzt werden.

Das Gesundheitsministerium (MSGIV) hat – in Abstimmung mit dem Jugendministerium (MBJS) – eine Aktualisierung der Ergänzung zum Rahmenhygieneplan Kita vorgenommen (gemäß § 36 i. V. m. § 33 Infektionsschutzgesetz). Diese neuen ergänzenden Vorgaben zum „Infektions- und Arbeitsschutz in Kindertageseinrichtungen in Brandenburg im Zusammenhang mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2/COVID-19“ vom 15. Juni 2021 ersetzen die bisherigen ergänzenden Vorgaben vom 8. März 2021. Im Bereich der Kindertagesbetreuung sind gem. § 6 Abs. 2 Umgangsverordnung die Regelungen des Rahmenhygieneplanes für Kindereinrichtungen einschließlich der ergänzenden Vorgaben zum „Infektions- und Arbeitsschutz in Kindertageseinrichtungen in Brandenburg im Zusammenhang mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2/COVID-19“ zu beachten. Damit wird die bisherige Regelung des § 3 Abs. 2 Eindämmungsverordnung fortgesetzt.

Betreuungsangebote für alle Kinder sind geöffnet

Alle Angebote der Kindertagesbetreuung sind grundsätzlich geöffnet: Krippe, Kindergarten, Horte, altersgemischte Einrichtungen, Kindertagespflegestellen und sonstige Kindertagesbetreuungsangebote. Alle Kinder im Vorschulalter werden in Kindertagesbetreuung bedarfsgerecht nach § 1 Kita-Gesetz betreut, wenn sie nicht infektiös sind oder unter Quarantäne stehen.

Auch in den Ferien findet der Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen im Hort statt.

In Übereinstimmung mit dem Bundesrecht sind alle Kinder in der Kindertagesbetreuung während der Ferien vom Zutrittsverbot und der Testpflicht ausgenommen (§ 22 Abs. 3 S. 2 Umgangsverordnung). In den Ferien müssen sich Hortkinder also nicht testen lassen, um Zutritt zur Ferienbetreuung zu erhalten.

Testkonzept Hort in den Sommerferien: Das Land stellt den Trägern der Horteinrichtungen Schnelltests zur Weiterreichung an die Eltern zur Verfügung. Damit können Eltern – auch während der Sommerferien – weiterhin ihre Kinder regelmäßig freiwillig selbst testen.
> Testkonzept Hort in den Sommerferien

Aufgrund regional unterschiedlichen Infektionsgeschehens kann es regional andere Bedingungen gegeben. Falls die Inzidenz über 165 steigt, gelten die Regelungen der Bundesnotbremse nach § 28b Abs. 3 Infektionsschultzgesetz (IfSG).
> Veröffentlichung des Robert Koch-Instituts

Keine Maskenpflicht für Kinder und Personal (im Umgang mit Kindern)

Kinder sollen in der Kindertageseinrichtung und in der Kindertagespflege keine medizinische Maske/ Mund-Nase-Bedeckung tragen. In den Innenbereichen von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen ist auch das pädagogische sowie das nichtpädagogische Personal zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske nicht verpflichtet. Dies gilt grundsätzlich auch für den Aufenthalt in Gruppen-, Bewegungs- und sonstigen Räumen für Betreuungs- und Bildungsangebote.

Die aktualisierte Ergänzung zum Rahmenhygieneplan Kita sieht keine Maskenpflicht für Kinder und Personal (im Umgang mit Kindern) in den Innen- und Außenbereichen der Kindertagesstätten vor. Das Personal muss bei Kontakten zu anderen Erwachsenen (Kollegen, Eltern, Externe usw.) eine medizinische Gesichtsmaske/Atemschutzmaske dann tragen, wenn bei diesen Kontakten die Abstandsregelungen nicht eingehalten werden können. Denn Dritte sind nach der Umgangsverordnung nicht vom Abstandsgebot und der Maskenpflicht in geschlossenen Räumen außerhalb des privaten Bereichs ausgenommen.

Im Bereich der Kindertagesbetreuung sind die Regelungen des Rahmenhygieneplanes für Kindereinrichtungen einschließlich der ergänzenden Vorgaben zum „Infektions- und Arbeitsschutz in Kindertageseinrichtungen in Brandenburg im Zusammenhang mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2/COVID-19“ zu beachten (gem. § 6 Abs. 2 Umgangsverordnung). Damit wird die bisherige Regelung des § 3 Abs. 2 Eindämmungsverordnung fortgesetzt.

Das Tragen von Atemschutzmasken, die den in der Anlage der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung vom 21. Januar 2021 beschriebenen Anforderungen entsprechen müssen, als persönliche Schutzausrüstung ist im pädagogischen Alltag grundsätzlich nicht notwendig. Vielmehr ist im Rahmen einer Gesamtabwägung zu den Infektionsgefährdungen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festzulegen, unter welchen Bedingungen oder bei welchen Tätigkeiten das Tragen von Atemschutzmasken erforderlich ist. Das Tragen einer Atemschutzmaske als persönliche Schutzausrüstung für den Eigenschutz kann in Abhängigkeit von der Gefährdungsbeurteilung z. B. erforderlich sein, wenn:

  • die tätigkeitsbedingte Interaktion zwischen Erwachsenen keine Einhaltung des Mindestabstands erlaubt und einer der Beteiligten keinen medizinischen Gesichtsschutz trägt,
  • Personal in Sonderfällen, z. B. in integrativen Kindereinrichtungen anderweitig nicht ausreichend geschützt werden kann,
  • dies für Personen, die einer Risikogruppe angehören, nach Beratung durch den Betriebsarzt/die Betriebsärztin empfohlen wird.
  • Personal mit besonderen gesundheitlichen Risiken ist vom Betriebsarzt bezüglich des individuellen Risikos und den entsprechenden Einsatzmöglichkeiten zu beraten.
    > SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (21. Januar 2021)
    > Ergänzung zum Rahmenhygieneplan Kita (15.6.21)

Schutz der Beschäftigten – Erzieherinnen und Erzieher
Nach Auffassung des Gesundheitsministeriums (MSGIV) richten sich die erforderlichen Maßnahmen nach der Gefährdungsbeurteilung, die der Einrichtungsträger als Arbeitgeber vorzunehmen hat.

Wenn weder Abtrennungen noch Abstand halten möglich sind und das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes (medizinischer Gesichtsschutz –OP-Maske) oder einer FFP2-Maske somit im Ergebnis einer Gefährdungsbeurteilung zwingend geboten ist, muss der Arbeitgeber einen solchen Schutz für seine Beschäftigten zur Verfügung stellen. Ein Wunsch der Beschäftigten kann dafür nicht ausschlaggebend sein, vielmehr muss der Arbeitgeber seiner Verantwortung für den Schutz der Beschäftigten nachkommen, siehe Abschnitt 4.1 Absatz 3 der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel: „Soweit arbeitsbedingt die Abstandsregel nicht eingehalten werden kann und technische Maßnahmen wie Abtrennungen zwischen den Arbeitsplätzen nicht umsetzbar sind, müssen die Beschäftigten mindestens Mund-Nase-Bedeckungen zum gegenseitigen Schutz tragen. Entsprechend der Höhe des Infektionsrisikos, das sich aus der Gefährdungsbeurteilung ergibt, sind filtrierende Halbmasken (mindestens FFP2 oder vergleichbar) als persönliche Schutzausrüstung erforderlich. Gleiches gilt, wenn in einer unmittelbaren Interaktion einer der Beteiligten keine MNB tragen kann. Die MNB und die filtrierenden Halbmasken sind vom Arbeitgeber bereitzustellen.“ 

Wenn der Kitaträger oder der Träger der Kindertagespflege aus Fürsorgegründen diese Masken seinen Beschäftigten im Rahmen seiner Verpflichtung als Arbeitgeber in Sachen Arbeits- und Gesundheitsschutz kostenlos zur Verfügung stellt, dann gehören diese Ausgaben aus Sicht des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport zu den Betriebskosten im Sinne des § 15 Abs. 1 KitaG, die nach § 16 Abs. 3 S. 2 KitaG zuschussfähig sind, weil sie zu einer sparsamen Betriebsführung gehören.

Hortbetreuung in den Ferien

In den Ferien findet – unabhängig vom nicht stattfindenden Präsenzunterricht – der Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen im Hort statt. Aufgrund regional unterschiedlichen Infektionsgeschehens kann es regional andere Bedingungen gegeben. Falls die Inzidenz über 165 steigt, gelten die Regelungen der Bundesnotbremse nach § 28b Abs. 3 Infektionsschultzgesetz (IfSG).
> Veröffentlichung des Robert Koch-Instituts

In Übereinstimmung mit dem Bundesrecht sind alle Kinder in der Kindertagesbetreuung während der Ferien vom Zutrittsverbot und der Testpflicht ausgenommen (§ 22 Abs. 3 S. 2 Umgangsverordnung). In den Ferien müssen sich Hortkinder also nicht testen lassen, um Zutritt zur Ferienbetreuung zu erhalten.

Testkonzept Hort in den Sommerferien: Das Land stellt den Trägern der Horteinrichtungen Schnelltests zur Weiterreichung an die Eltern zur Verfügung. Damit können Eltern – auch während der Sommerferien – weiterhin ihre Kinder regelmäßig freiwillig selbst testen.
> Testkonzept Hort in den Sommerferien

Hygiene – Gruppenkonstanz in Innenbereichen möglichst sichern

Hygieneplan
Im Bereich der Kindertagesbetreuung im Sinne des Kindertagesstättengesetzes ist  – zusätzlich zu den bestehenden Hygieneregeln – insbesondere die Ergänzung zum Hygieneplan für Kindertageseinrichtungen zu beachten. Der aktualisierte Rahmenhygieneplan unterstützt die Träger, geeignete Hygiene- und Arbeitsschutzmaßnahmen für ihre jeweilige Einrichtung mit dem Ziel festzulegen, einen größtmöglichen Schutz vor Ansteckung mit dem Corona-Virus der Beschäftigten wie der Kinder in Kindertageseinrichtungen und deren Eltern im Land Brandenburg während der Kindertagesbetreuung zu erreichen.
> Ergänzung zum Rahmenhygieneplan Kita (15.6.21)

Gruppenkonstanz in Innenbereichen möglichst sichern
Für Kindertagesstätten sind die Bestimmungen der Betriebserlaubnis hinsichtlich der Raumnutzung einzuhalten. Bei der Organisation der Kindertagesstätten ist eine Gruppenkonstanz – soweit möglich – zu sichern, um infektionsrelevante Durchmischungen mit der Folge übergroßer Kontaktketten zu vermeiden. Die Zusammensetzung der Gruppen und der zugewiesenen Betreuer ist tagaktuell zu dokumentieren (Namen der Kinder und der Betreuungszeiten, Namen der Betreuer und der Ein-satzzeiten). Je besser die Kontaktpersonen nachzuverfolgen sind, desto schneller kann im Infektionsfall durch das zuständige Gesundheitsamt eine Kategorisierung und Eingrenzung der relevanten Kontaktpersonen vorgenommen und damit eine komplette Schließung der Einrichtung vermieden werden.

In den Innenbereichen der Kindertagesstätten sind möglichst feste Gruppen zu bilden. Entscheidender als die Gruppengröße ist eine – soweit möglich – Gruppenkonstanz, um infektionsrelevante Durchmischungen mit der Folge übergroßer Kontaktketten zu vermeiden. Bei der Gruppenarbeit ist auf feste pädagogische Bezugspersonen mit möglichst wenig Personalwechsel zu achten. Steht geimpftes und genesenes Personal im Sinne des § 2 COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung (SchAusnahmV) zur Verfügung, kann dieses grundsätzlich ohne feste Gruppenzugehörigkeit eingesetzt werden.

Es wird empfohlen, dass sich die Kinder viel im Außengelände aufhalten. Im Außenbereich ist die Bildung fester Gruppen nicht erforderlich.

Offene und teiloffene Konzepte
sollten in den Kindertageseinrichtungen nur angewendet werden, wenn eine Dokumentation der Gruppenmitglieder für eine mögliche Nachverfolgung von Kontaktpersonen durchgeführt wird.

Entscheidender als die Gruppengröße ist eine – soweit möglich ­– Gruppenkonstanz, um infektionsrelevante Durchmischungen mit der Folge übergroßer Kontaktketten zu vermeiden. Deshalb sollen in den Kindertageseinrichtungen offene und teiloffene Konzepte nur angewendet werden, wenn eine Dokumentation der Gruppenmitglieder für eine mögliche Nachverfolgung von Kontaktpersonen durchgeführt wird. Bei der Gruppenarbeit ist auf feste pädagogische Bezugspersonen mit möglichst wenig Personalwechsel zu achten. Die Gruppen sind gemäß den räumlichen Gegebenheiten möglichst festen Räumen zuzuordnen. Bei kleinen Kindertagesstätten kann die gesamte Kita eine Gruppe bilden.

Kinder können zu definierten Betreuungszeiten oder im Hinblick auf vorhandene Räumlichkeiten zusammengefasst werden. Bei einer Auflösung bisheriger Gruppenstrukturen ist zu berücksichtigen, dass jede Lockerung von festen Gruppenstrukturen bei einem positiven COVID-19 Nachweis zu einer Erhöhung der Anzahl von Kontaktpersonen führt und damit das Risiko der Schließung einer gesamten Einrichtung steigt.

Kein Mindestabstand der Kinder untereinander
Für Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr gilt das Abstandsgebot von 1,50 Meter nicht, da die Kindertagesbetreuung vom Abstandsgebot ausgenommen ist.

Erwachsene müssen untereinander Mindestabstand halten.
Eltern haben zu anderen Eltern, Personal der Einrichtung und zu nichtverwandten Kindern den Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten. Das Kita-Personal ist im Rahmen der Kindertagesbetreuung vom Abstandsgebot ausgenommen. Aus dienstlichen Gründen darf der Mindestabstand daher unterschritten werden. Auf einen ausreichenden Abstand zu den Eltern und zu Personal untereinander ist jedoch zu achten.
  > Ergänzung zum Rahmenhygieneplan Kita (15.6.21)

Dienstversammlungen, Schulungen des Personals
Dienstversammlungen und Schulungen des Personals können eingeschränkt stattfinden. Die Einrichtungsträger müssen auf die Einhaltung des Rahmenhygieneplans Kita einschließlich der aktualisierten ergänzenden Vorgaben zum „Infektions- und Arbeitsschutz in Kindertageseinrichtungen in Brandenburg im Zusammenhang mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2/COVID-19“ achten. Insbesondere sind bei solchen Veranstaltungen in der Kita auf die nötigen Abstände und das Lüftungsverhalten zu achten.

Schulungen außerhalb der Kita
können ebenfalls unter Einschränkungen  stattfinden (vgl. § 23 Umgangsverordnung).  Dabei ist u.a. grundsätzlich in den Innenbereichen eine medizinische Maske zu tragen. Ausnahmen von der Tragepflicht sind grds. zulässig, wenn es die Eigenart der Veranstaltung nicht zulässt, feste Sitzplätze bestehen und das Abstandsgebot beachtet wird (§ 23 Abs. 1 Umgangsverordnung)

Elternkontakte sind möglichst sicher zu gestalten
Eltern und Kita bilden eine Erziehungspartnerschaft, die eine enge Kommunikation erfordert.Elterngespräche sollen möglichst telefonisch geführt werden. Für Besprechungen mit mehreren Personen kommt ggf. die Einführung von Telefonkonferenzen und/oder die Kommunikation über den dienstlichen E-Mail-Verkehr in Betracht. Wenn im pädagogischen Alltag Kurzgespräche stattfinden, ist von den beteiligten Erwachsenen eine medizinische Gesichtsmaske oder Atemschutzmaske zu tragen.

Die Eltern sind über die Regelungen in der jeweiligen Kindertagesstätte zu unterrichten. Medizinische Gesichtsmasken oder Atemschutzmasken sind zu verwenden, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.
> Ergänzung zum Rahmenhygieneplan Kita (15.6.21)

Zutrittsverbot, Testpflicht, Maskenpflicht für Eltern in der Kita, Bring- und Abholsituation

Die Gewährleistung eines möglichst effektiven Infektionsschutzes für Kinder, Eltern und Beschäftigte in der Kindertagesbetreuung ist ein sehr wichtiges Anliegen. Dabei sind alle Anstrengungen darauf ausgerichtet, den Betrieb der Einrichtungen zur Kindertagesbetreuung (Krippen, Kindergärten, Horten und Kindertagespflege) so gut und so sicher wie möglich zu gewährleisten.

Grundsätzlich gilt (wie für die Schule) auch das Verbot des Zutritts zu Kindertagesstätten und Kindertagespflegestellen analog der bundesrechlich verankerten Testpflicht: Nach § 28b Absatz 3 Satz 1 Halbsatz 2 des Infektionsschutzgesetzes wurde der Zutritt zu den Schulen in Abhängigkeit von der Durchführung einer Testung beschränkt.

Die bisherige Regelung des § 17a Eindämmungsverordnung  ist in die Regelung des § 22 Abs. 1 bis 3 Umgangsverordnung überführt worden, d.h. dass die bisherigen Regelungen zum Zutrittsverbot und Testpflicht grds. weitergelten. Neu hinzugekommen ist aber, dass nach § 22 Abs. 1 S. 3 Nr. 7 i.V.m. Abs. 3 S. 1 Eindämmungsverordnung nunmehr auch Personen von der Zutrittsbeschränkung und der Testpflicht befreit sind, deren Zutritt zur Einrichtung zum Zwecke der Wahrnehmung von Aufgaben der Kinder- und Jugendgesundheitsdienste sowie der Zahnärztlichen Dienste der Gesundheitsämter erforderlich ist.

Bei Inzidenzen unter 20 entfällt das Zutrittsverbot nicht. Die Ausnahmeregelung in § 5 Abs. 3 Umgangsverordnung zum Entfallen der Testpflicht bei Inzidenzen unter 20 gilt nicht für die Schul- und Kita-Gebäude, Kindertagespflegestellen und Außenanlagen. Diese Anlagen dürfen grundsätzlich nur getestet betreten werden (natürlich mit den genannten Ausnahmen gemäß § 22 Abs. 1 Umgangsverordnung), selbst wenn die Voraussetzung des § 5 Abs. 3 Umgangsverordnung erfüllt sind. Da für Kinder in der vorschulischen Kindertagesbetreuung und für Kinder im Hort während der Ferien aber keine Testpflicht besteht, hat dieses fortbestehende Zutrittsverbot keine großen praktischen Auswirkungen auf die Kindertagesbetreuungsangebote gegenüber der bisherigen Rechtslage.

Zutrittsverbot
Grundsätzlich
ist grundsätzlich allen Personen der Zutritt zu den Kindertagesstätten und zu den Kindertagespflegestellen (wie für Schulen) untersagt, wenn sie keinen Testnachweis hinsichtlich des Nichtvorliegens einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus nach § 2 Nummer 7 der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung  gegenüber der Kindertagesstätte oder der Kindertagespflegeperson vorlegen. Wurde ein Antigen-Test zur Eigenanwendung durch Laien (Selbsttest) ohne fachliche Aufsicht durchgeführt, so hat die getestete Person als Nachweis eine Bescheinigung über das Testergebnis zu unterzeichnen.

  • Vom Zutrittsverbot und der Testpflicht nach § 22 Umgangsverordnung ausgenommen sind Kinder im Vorschulalter (in Krippen, Kindergärten oder in der Kindertagespflege betreute Vorschulkinder) sowie Personen,
  • die unmittelbar nach dem Betreten der Einrichtung der Kindertagesbetreuung eine Testung in Bezug auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus durchführen; bei einem positiven Testergebnis ist die Einrichtung unverzüglich zu verlassen,
  • die Kinder zur Kindertagesbetreuung bringen oder sie von dort abholen,
  • deren Zutritt zur Einrichtung der Kindertagesbetreuung zur Aufrechterhaltung des Betriebs der Einrichtung zwingend erforderlich ist (insbesondere zur Durchführung notwendiger betriebs- oder einrichtungserhaltender Bau- oder Reparaturmaßnahmen),
  • deren Zutritt zur Einrichtung der Kindertagesbetreuung zur Erfüllung eines Einsatzauftrages der Feuerwehr, des Rettungsdienstes, der Polizei oder des Katastrophenschutzes notwendig ist,
  • deren Zutritt zeitlich außerhalb des regulären Betreuungsbetriebes erfolgt,
  • deren Zutritt zum Zwecke der Durchführung von Blut-, Blutplasma- und Knochenmark-Spendeterminen erforderlich ist.
  • deren Zutritt zur Schule zum Zwecke der Wahrnehmung von Aufgaben der Kinder- und Jugendgesundheitsdienste sowie der Zahnärztlichen Dienste der Gesundheitsämter erforderlich ist.

Im Eingangsbereich der Kindertagesstätte bzw. Kindertagespflegestelle ist auf das Zutrittsverbot hinzuweisen. Das Betretungsverbot umfasst grundsätzlich auch die Außenflächen, für die die jeweiligen Einrichtungsleitungen bzw. die Kindertagespflegestellen das Hausrecht ausüben.

Ausnahmen vom Zutrittsverbot/ der Testpflicht für vollständig Geimpfte
Ab 19. April 2021 besteht grundsätzlich für vollständig Geimpfte eine Befreiung von der Vorlagepflicht eines negativen Testergebnisses. Vollständig Geimpfte werden ab dem 14. Tag nach der letzten Impfung negativ getesteten Personen gleichgestellt. Die Befreiung vom Zutrittsverbot und von der Testpflicht gilt auch für Genesene. (§§ 2 und 7 COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung i.V.m. § 29 Abs. 2 Umgangssverordnung) 

Vom Zutrittsverbot und der Testpflicht nach § 22 Abs. 1 bis 3 Umgangsverordnung für Schule und Kindertagesstätten sowie Kindertagespflegestellen sind Personen befreit, die den genannten Kriterien in §§ 2 und 7 COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung entsprechen, d. h. für Genesene sowie für diejenigen,  die eine für den vollständigen Impfschutz nötige mindestens 14 Tage zurückliegende Impfung gegen das SARS-CoV-2-Virus erhalten haben und eine diesbezügliche Impfdokumentation nach § 22 Absatz 1 und 2 des Infektionsschutzgesetzes vorlegen und keine Symptome aufweisen, die auf eine Erkrankung mit COVID-19 im Sinne der dafür jeweils aktuellen Kriterien des Robert Koch-Instituts hinweisen.
> Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19

Für die Impfdokumentation gelten die Dokumentationspflicht und die datenschutzrechtlichen Anforderungen entsprechend.

Ein Genesenennachweis ist ein Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vorherigen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in verkörperter oder digitaler Form, wenn die zugrunde liegende Testung durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) erfolgt ist und mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt. ( § 2 Nr. 5 SchAusnahmV)

Damit besteht eine Gleichstellung von vollständig geimpften, symptomlosen Personen und Genesenen mit Personen, die über ein negatives Testergebnis verfügen.

In Übereinstimmung mit dem Bundesrecht sind alle Kinder in der Kindertagesbetreuung während der Ferien vom Zutrittsverbot und der Testpflicht ausgenommen (§ 22 Abs. 3 S. 2Umgangsverordnung). In den Ferien müssen sich Hortkinder also nicht testen lassen, um Zutritt zur Ferienbetreuung zu erhalten.

Gesamtinformationen zum Thema (Zutrittsverbot,Testpflichten, Befreiung von der Vorlagepflicht) hier:

Der aktualisierte Rahmenhygieneplan und die weiteren Regelungen der Umgangsverordnung sind auch zu beachten:Die holenden und bringenden Erwachsenen haben auf dem gesamten Gelände sowie in den Gebäuden der Kin-dertagesstätte eine medizinische Maske (MNS) zu tragen.Es wird auch empfohlen, die vorgesehene Ausnahmen vom Zutrittsverbot „restriktiv“ zu handhaben. Wann und wo immer es möglich ist, sollten ungetestete Personen Einrichtungen zur Kindertagesbetreuung nicht betreten. Kinder können insbesondere auch „vor der Tür“ übergeben werden, wenn dies möglich ist.

Kitas sollen möglichst sichere Orte sein
Kindertagesstätten (Kitas, Horte) und Kindertagespflegestellen sollen möglichst sichere Orte sein. Weitere, darüberhinausgehende Maßnahmen der Zutrittsbeschränkung zum Schutz von Kindern, Beschäftigten und Eltern können zulässig sein (Hausrecht des Einrichtungsträgers).  Das Hausrecht beinhaltet ein Schutz- und Verfügungsrecht, insbesondere das Recht des Verfügungsberechtigten über Zutritt oder Verweilen in der Horteinrichtung zu entscheiden. Entsprechende Beschränkungen können auch über die Hausordnung Geltung finden.

Sind bestimmte räumlich eindeutig abtrennbare Bereiche von Gebäuden oder Liegenschaften von Kindertagesstätten oder Schulen – z.B. aufgrund von Baumaßnahmen – für die Beschäftigten und die Kinder unzugänglich, so gehören diese nicht zu den zutrittsreglementierten Einrichtungsbereichen, da diese Gebäude und Liegenschaftsbereiche nicht funktional als Schulen bzw. Kindertagesstätten anzusehen sind. Es ist daher vertretbar, dass Personen, die ausschließlich Bauarbeiten oder sonstige Verrichtungen in diesen Bereichen vornehmen, nicht getestet werden müssen, soweit sie im Übrigen die Einrichtungen (Schule bzw. Kindertagesstätte) nicht betreten. Größere Bauinvestitionsmaßnahmen bei laufendem Kita-Betrieb sollen nicht behindert werden, aber eine räumliche Abtrennung ist zwingend erforderlich.

Alternative Angebote der Kindertagesbetreuung außerhalb der Außen- und Innenbereiche von Kindertagesbetreuungseinrichtungen und Kindertagespflegestellen ( z.B.  Eltern- Kind- Gruppen, Familienzentren und Mehrgenerationenhäuser) sind nicht vom Zutrittsverbot erfasst (§ 22 Umgangsverordnung ).

Testpflicht für Beschäftigte
Ab dem 19. April 2021
unterliegen damit alle in Kindertagesstätten (Kitas, Kindergärten und Horte) und in der Kindertagespflege tätigen Personen dem o.g. Zutrittsverbot und damit auch der Testpflicht nach § 22Abs. 2 Umgangsverordnung . Für Kindertagespflegestellen gilt das Zutrittsverbot und die beschriebene Testpflicht nur während der Betreuungszeiten. Kindertagespflegepersonen, die die verordnete Testung für die Kindertagespflegestelle ablehnen, können keine Betreuungsleistung erbringen.

Das Zutrittsverbot und damit die Testpflicht gilt nicht für Kinder im Vorschulalter (in Krippen, Kindergärten oder in der Kindertagespflege betreute Vorschulkinder). Dies schließt freiwillige Testungen für diese Kinder nicht aus.
> Freiwillige Testungen für Vorschulkinder

Für Hortkinder ergibt sich ein Zutrittsverbot und eine Testpflicht über die Regelungen zur Testpflicht in Schulen. Das Zutrittsverbot gilt nur für Kindertagesstätten und Kindertagespflegestellen, in denen Selbsttestkits in hinreichender Zahl vorliegen. . In Übereinstimmung mit dem Bundesrecht sind alle Kinder in der Kindertagesbetreuung während der Ferien vom Zutrittsverbot und der Testpflicht ausgenommen (§ 22 a Abs. 3 S. 2 Umgangsverordnung). In den Ferien müssen sich Hortkinder also nicht testen lassen, um Zutritt zur Ferienbetreuung zu erhalten.
> Testkonzept Hort in den Sommerferien

Der Träger von Einrichtungen der Kindertagesbetreuung hat zu organisieren und sicherzustellen, dass sich alle Personen, die in seiner Einrichtung tätig sind, der geforderten Testung unterziehen. Er hat entsprechend der Umgangsverordnung hierzu ein individuelles bzw. standortbezogenes Testkonzept zu entwickeln,dass zumindest Aussagen zur Bereitstellung und zum zeitlichen Rhythmus und dem Ort und die Dokumentation der Testung enthalten soll.

Grundsätzlich unterliegen auch Praktikanten der Testpflicht. Für die in der Schule Tätigen (auch Studierende, die Schulpraktika absolvieren) stellt Schule die Tests bereit. Für Schüler/innen werden Tests von den Schulen bereitgestellt, wenn sie auch tatsächlich Präsenzunterricht haben.

Der Nachweis über die Durchführung der Tests ist bei Personen, die in den Einrichtungen der Kindertagesbetreuung tätig sind, an zwei nicht aufeinanderfolgenden Präsenztagen zu erbringen, wobei die Tests tagesaktuell sein müssen. Die Träger legen die Tage fest, an denen getestet werden muss.

Dokumentation: Es wird empfohlen, die gesamte Umsetzung der Testungsvorgaben zu dokumentieren.

Für die praktische Durchführung der Testungen von Hortkindern gelten die Regelungen für den Schulbereich. Horte können davon ausgehen, dass Kinder, die am selben Tag am Präsenzunterricht in der Primarstufe teilgenommen haben, an den von der Schule festgelegten Tagen an den erforderlichen Testungen teilgenommen bzw. den entsprechenden Nachweis erbracht haben. Eine eigenständige Überprüfung der Testnachweise ist in diesem Fall nicht erforderlich.

Für Kinder, die am Frühhort teilnehmen, ist bereits am Morgen an den von der Betreuungseinrichtung festgelegten Testtagen der Nachweis zu erbringen, soweit Testmöglichkeiten der Einrichtung zur Verfügung stehen. Hinsichtlich der Tage, an denen getestet werden soll, sollte eine enge Abstimmung mit der Grundschule erfolgen. Die Testungen der Hortkinder erfolgen über die Schule. Es ist davon auszugehen, dass der Hort keine Testungen vorrätig haben wird.

Kommt ein Kind an den Testtagen ohne Testergebnis in den Frühhort, kann dieses Kind nach § 22 Umgangsverordnung in den Frühhort aufgenommen werden, da die Testmöglichkeit im Hort nicht vorliegt. Von der Grundschule müsste dieses Kind grundsätzlich ausgeschlossen werden. Es gelten hier die Ausnahmen gemäß § 22 Umgangsverordnung: Die Schule darf aufgrund einer Einverständniserklärung die tagesaktuelle Testung des Frühhortkindes vornehmen.

Wenn sich Personen längere Zeit in der Einrichtung aufhalten, die nicht Beschäftigte sind und der Testpflicht unterliegen, empfehlen wir dringend, die Namen, Anschriften und Kontaktdaten dieser Personen sowie die Anwesenheitszeiten zu notieren (Stichwort: Kontaktnachverfolgung).

Dritte Personen, z. B. Hausmeister, Handwerker etc., unterliegen auch der Testpflicht, es sei denn sie üben eine Tätigkeit in bestimmte räumlich eindeutig abtrennbare Bereichen von Gebäuden oder Liegenschaften aus (z. B. Baumaßnahmen).

Hausmeister, die sich regelmäßig in den Einrichtungen aufhalten, müssen sich testen (lassen). Für sie gilt das Zutrittsverbot, wenn sie nicht getestet sind. Ebenso ist hinsichtlich Reinigungskräfte und Handwerker etc. zu verfahren, wenn sie mit Vorlauf und angekündigt erscheinen. Es spricht nichts dagegen, dass sie auch von externen Unternehmen einfordern, dass nur getestete Personen ihre Einrichtung betreten, wenn es nicht nur ein sehr kurzer Aufenthalt ist (z.B. Anlieferung von Ware).

Auch für Eltern, die an der Eingewöhnung teilnehmen, besteht infolge des grundsätzlichen Zutrittsverbots eine Testpflicht an zwei Tagen in der Woche. Damit ist allerdings keine Verpflichtung der Einrichtung verbunden, den Test zur Verfügung zu stellen.

Halten sich also dritte Personen (Eltern, Hausmeister, Handwerker etc.) täglich in der Kindertagesstätte oder der Kindertagespflegestelle auf, so genügt die zweimalige Testung in der Woche entsprechend des Personals. Das gilt auch für Personen, die nicht täglich die gleiche Einrichtung besuchen (z.B. Fachberatungen). Es muss sichergestellt sein, dass die zwei Mal in der Woche stattgefundene Testung hinreichend dokumentiert wurde. Für eine Kontaktnachverfolgung sollten Namen, Anschriften und Kontaktdaten dieser Personen sowie die Anwesenheitszeiten notiert werden.

Es besteht keine Verpflichtung der Einrichtungen, für dritte Personen die wöchentlichen Testungen vorzuhalten oder gar in den Räumen zur Verfügung zu stellen und Testungen durchführen zu lassen.

Die Regelungen in der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung nehmen die Arbeitgeber nunmehr verbindlich in die Pflicht, den Beschäftigten/Mitarbeitern regelmäßig und auf Kosten des Arbeitgebers Selbst- und Schnelltests anzubieten – mindestens einmal pro Woche.

Für Personen, die gem. § 5 Abs. 2 Nr. 2, 4 und 5 Corona-ArbSchV unter klimatischen Bedingungen in geschlossenen Räumen arbeiten, die betriebsbedingt Tätigkeiten mit Kontakt zu anderen Personen ausüben, sofern die anderen Personen einen Mund-Nase-Schutz nicht tragen müssen oder die betriebsbedingt in häufig wechselnden Kontakt mit anderen Personen treten, sind zwei Tests pro Kalenderwoche anzubieten.

Diesen Arbeitgebern, die keine Träger der Jugendhilfe sind und deren Beschäftigte in den Einrichtungen weder originär pädagogische Tätigkeiten verrichten noch diese zur Aufrechterhaltung des Betriebs unabdingbar ist (wie z.B. Essensversorgung durch Hauswirtschaftskräfte die gewöhnlich in der Einrichtung ihre Arbeit verrichten) und diese zudem keinen regelmäßigen unmittelbaren Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen haben, kann ihre Verantwortung und Fürsorgepflicht für ihre eigenen Beschäftigten nicht abgenommen werden.
> SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung

Hinsichtlich der Testung bei einer Kindertagespflegestelle enthält die Umgangsverordnun keine weiteren Vorgaben. Da die Kindertagespflegepersonen selbständig tätig sind, kann davon ausgegangen werden, dass diese selbst die Regelungen der Eindämmungsverordnung beachten und die Testungen dokumentieren. Grundsätzlich ist es daher nicht erforderlich, dass die Kindertagespflegepersonen jeden durchgeführten Test dem Jugendamt mitteilen. Vielmehr dürfte es genügen, wenn sich das zuständige Jugendamt regelmäßig nach der Umsetzung der Testpflicht bei der Kindertagespflegeperson erkundigt.

Ab dem 12. Mai 2021 gilt das strenge Betretungsverbot, das dem Infektionsschutz während der Betreuung der Kinder dient, nicht außerhalb des Kitabetriebes. Im Hinblick auf die Kindertagespflege galten Zutrittsverbot und Testpflicht ohnehin nur während der Betreuungszeiten. Die Einrichtungsträger erhalten damit die Möglichkeit, außerhalb der Betreuungszeiten andere Veranstaltungen in der Einrichtung zuzulassen (z.B. Elternabende), solange der Infektionsschutz und die übrigen Vorschriften der Umgangsverordnung beachtet werden.

Auswirkungen einer positiven Testung
Zeigt der durchgeführte Test ein positives Ergebnis an, so müssen die betroffenen Kinder bzw. die in der Kindertagesbetreuung tätigen Kräfte von anderen Personen isoliert werden und dürfen nicht mehr in der Kita betreut oder dort tätig werden.

Es muss unverzüglich die Abklärung in einem Testzentrum oder beim Hausarzt/Kinderarzt erfolgen und das Ergebnis ist dem Einrichtungsträger bzw. der Einrichtungsleitung mitzuteilen. Ein positives Ergebnis mit einem geeigneten Antigentest stellt zunächst nur einen Verdacht auf eine SARS-CoV-2- Infektion dar. Es ist jedoch noch keine Diagnose einer SARS-CoV-2-Infektion.

Erst wenn der anschließende PCR-Test ebenfalls positiv ist, liegt tatsächlich eine nachgewiesene SARS-CoV-2-Infektion vor. Erst bei Vorliegen eines positiven PCR-Testes wird das Gesundheitsamt vom Feststellenden benachrichtigt und tätig.

Kontaktreduzierungen, Bring- und Abholsituation
Verantwortlich für die Sicherheit und Gesundheit der Kinder, der pädagogischen Kräfte, nichtpädagogischen Betreuungspersonen und des sonstigen Personals in Kindertageseinrichtungen ist der Träger der Einrichtung, der diese Aufgabe auf die Einrichtungsleitung delegieren kann. Der Träger der Horteinrichtung hat ein Hygienekonzept zu erstellen und einzuhalten, um die Gesundheit der Kinder und der an der Hortbetreuung Beteiligten zu sichern. Dabei geht es unter anderem darum, den Kontakt mit externen Personen zu minimieren, um Infektionsrisiken möglichst gering zu halten.

Die Bring- und Abholsituation ist so zu gestalten, dass Kontakte möglichst reduziert werden (zwischen Beschäftigten und Eltern, Eltern untereinander). Hierbei können gestaffelte Zeiten, getrennte Wegeführung oder Staffelung der Bringe- und Abholzeiten helfen. Die holenden und bringenden Erwachsenen haben auf dem gesamten Gelände sowie in den Gebäuden der Kindertagesstätte eine medizinische Maske (MNS) zu tragen.

Beim Betreten von Fremdpersonal sind in der jeweils aktuellen Sars-CoV-2-Eindämmungs- oder Umgangsverordnung des Landes Brandenburg festgelegten Zutrittsbeschränkungen sind einzuhalten. Das Betreten der Kindertageseinrichtung/Kindertagespflegestelle durch Externe (z. B. Fachdienste, Lieferanten) ist vom Träger generell auf seine Notwendigkeit zu überprüfen. Diese Personen sind über die Einhaltung der persönlichen Hygienemaßnahmen z.B. Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske oder Atemschutzmaske, Hustenetikette und Händehygiene zu belehren. Empfehlenswert ist ein separater Zugang oder das Einrichten von Kontaktzonen im Außenbereich. Die Anwesenheit Externer ist zu dokumentieren. Sämtliche Externe müssen medizinische Gesichtsmasken oder Atemschutzmasken tragen. Weitere Schutzmaßnahmen können individuell und nach Bedarf vereinbart und eingesetzt werden. Dies gilt insbesondere für Kinder mit pädagogischen Förderbedarfen.

Singen, Musizieren mit Blasinstrumenten und Sport in Kita und Hort

Musikalische Angebote (gemeinsames Singen und Musizieren)  und Bewegungsangebote können als Teil des Kita-Alltags grundsätzlich unterbreitet werden.

Auf Chorgesang ist im Kitaalltag im Innenbereich zugunsten anderer musikalischer Formate zu verzichten. Es darf jetzt auch in Innenräumen gesungen werden. Auch dürfen in den Innenräumen wieder Blasinstrumente genutzt werden. Das Singen und das Spielen von Blasinstrumenten ist nur unter Einhaltung eines Mindestabstands von zwei Metern zulässig. Dies gilt sowohl im Innen- als auch im Außenbereich der Einrichtungen der Kindertagesbetreuung.

 Die Nutzung von Sportanlagen durch Angebote der Kindertagesbetreuung ist grundsätzlich wie früher zulässig

Im Bereich der Kindertagesbetreuung im Sinne des Kindertagesstättengesetzes ist  – zusätzlich zu den bestehenden Hygieneregeln – insbesondere die aktualisierte Ergänzung zum Hygieneplan für Kindertageseinrichtungen zu beachten. Die Einhaltung der Gruppenkonstanz gilt nicht  im Außenbereich.
> Ergänzung zum Rahmenhygieneplan Kita (15.6.21)

Die Nutzung von Sportanlagen in geschlossenen Räumen,z.B. Turn- und Schwimmhallen. ist bei Symptomfreiheit grundsätzlich erlaubt ( § 16 Umgangsverordnung), d. h. Personen müssen asymptomatisch sein im Sinne von § 2 Nummer 1 der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung.Es besteht grds. keine Testpflicht.  Es wird empfohlen, sich bei Bedarf nach den vor Ort jeweils geltenden Bestimmungen (Hygienekonzepten etc.) zu erkundigen. In den Umkleiden besteht auch keine Maskenpflicht.

Verpflegung, externe Angebote, Exkursionen, Ausflüge, Kita- und Hortfahrten mit Übernachtung, Kita-Veranstaltungen

Verpflegung
Die Verpflegung von Kindern in Kindertagesstätten, Kindertagespflege und vergleichbaren Einrichtungen ist erlaubt, da es sich dabei nicht um Gaststätten handelt. Auch die Anlieferung und der Konsum von Verpflegung durch einen externen Caterer bleibt weiterhin möglich.

Angebote von Externen
dürfen in der Kita nur erbracht werden, wenn sie Bestandteil regelmäßiger pädagogischer Angebote der Kita sind. Dienstleister, die in der Kita im Rahmen der Kindertagesbetreuung ein pädagogisches Angebot unterbreiten, müssen den Rahmenhygieneplan Kita einschließlich der aktuellen ergänzenden Vorgaben zum „Infektions- und Arbeitsschutz in Kindertageseinrichtungen in Brandenburg im Zusammenhang mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2/COVID-19“ und die Vorgaben des Einrichtungsträgers beachten. Werden solche zusätzlichen pädagogischen Angebote regelmäßig im Rahmen der Kindertagesbetreuung erbracht, so gilt die Ausnahmeregelung zum Abstandsgebot für die Kindertagesbetreuung auch für diese Kräfte, da es sich dabei um Leistungen handelt, die dem Kita-Recht zuzuordnen sind. Auf einen ausreichenden Abstand zu den Eltern und zu anderem Personal der Kita ist jedoch zu achten. Externe müssen medizinische Gesichtsmasken oder Atemschutzmasken im Innenbereich tragen. Die Umgangsverordnungsteht externen Angeboten nicht entgegen, wenn diese Bestandteil regelmäßiger pädagogischer Angebote der Kita sind. Dennoch kann ein Einrichtungsträger nicht verpflichtet werden, (weiterhin) solche Angebote zu unterbreiten. Vielmehr obliegt es den Einrichtungsträgern im Rahmen ihrer Trägerautonomie selbst zu bestimmen, welche pädagogischen Angebote in der Kita wahrgenommen werden können und welche externen Angebote nicht mehr vorgehalten werden sollen. Insoweit ist es grundsätzlich empfehlenswert, mit dem Einrichtungsträger nach einer einvernehmlichen Lösung zu suchen.

Spielplätze und Parks dürfen genutzt werden
Die Nutzung öffentlich zugänglicher Spielplätze und Parks unter freiem Himmel  ist erlaubt, wenn für die Einhaltung der geltenden Hygieneregelungen durch anwesende erwachsene Personen gesorgt ist.

Auch der Besuch von Indoor-Spielplätzen ist wieder erlaubt. Es wird empfohlen, sich bei Bedarf nach den vor Ort jeweils geltenden Bestimmungen (Hygienekonzepten etc.) zu erkundigen (§ 17 Umgangsverordnung).

Exkursionen und Ausflüge im Rahmen der Kita-Betreuung möglich
Es wird empfohlen, dass die Kinder sich viel im Außengelände aufhalten. Eintägige Kitafahrten, Exkursionen und Ausflüge sind unter Beachtung der allgemeinen Regelungen und Einhaltung der Hygieneanforderungen zulässig. Jedoch ist hierbei auf das Abstandsgebot zu kitafremden Personen zu achten und der ÖPNV zu vermeiden bzw. unter Einhaltung von persönlichen Schutzmaßnahmen zu nutzen.

Besuch von Kultur- und Freizeiteinrichtungen unter Auflagen möglich
§ 18 Umgangsverordnung sieht für den Besuch von Gedenkstätten, Museen, Ausstellungshäusern, Galerien, Planetarien, Archiven, öffentlichen Bibliotheken, Freizeitparks, Tierparks, Wildgehegen, Zoologischen und Botanischen Gärten sowie Theatern, Konzert- und Opernhäusern, Kinos Öffnungen vor, wenn die Betreiberinnen und Betreiber bestimmte in der Vorschrift genannte Voraussetzungen erfüllen. Der Besuch dieser Kultur- und Freizeiteinrichtungen ist somit auch im Rahmen der Kindertagesbetreuung wieder möglich. Kitas, die einen Besuch dieser Orte planen, wird empfohlen, sich vor Ort nach den jeweils geltenden Bestimmungen zu erkundigen.

Schwimmbadbesuch ab 11. Juni wieder möglich
Der Schwimmbadbesuch ist im Rahmen der Kindertagesbetreuung unter den in § 18  Abs. 3  Umgangsverordnung genannten Voraussetzungen wieder möglich. Danach besteht grundsätzlich eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske für die Besucherinnen und Besucher bei der Nutzung von Umkleideräumen. Freibäder dürfen nach § 18 Abs. 3 Umgangsverordnung unter den genannten Voraussetzungen genutzt werden.

Erleichterungen für Kitas
Aus Sicht des Bildungsministeriums (MBJS) und des Gesundheitsministeriums (MSGIV) sind von Krippen, Kindergärten, Horten und Schulen nur die Sonderregelungen gemäß § 16 Umgangsverordnung einzuhalten, die die allgemeinen Regelungen des § 18  Abs. 3 Umgangsverordnung für den allgemeinen Publikumsverkehr verdrängen. Das bedeutet für die Kindertagesbetreuung, dass bei einem Schwimmbadbesuch die Erleichterungen des § 16 Abs. 2 Umgangsverordnung gelten. In den Umkleideräumen müssen daher auch keine medizinischen Masken getragen werden.

Kita- und Hortfahrten mit Übernachtung
Kindertagesbetreuung ist kommunale Selbstverwaltung und die Leistungserbringung Trägerangelegenheit. Entsprechend der Trägerautonomie entscheidet grundsätzlich der Einrichtungsträger, ob und in welchem Rahmen er solche Fahrten anbietet und durchführt. Er wird dies in der Regel in Abstimmung mit den Eltern (Personensorgeberechtigten) der betreuten Kinder tun. Die aktuelle Umgangsverordung enthält keine Untersagung von Kitafahrten. Davon zu unterscheiden ist allerdings die Frage der Zulässigkeit der Beherbergungen am Standort des Beherberungsbetriebes. Im Land Brandenburg gilt: Die Untersagung, Personen zu touristischen Zwecken wie Freizeitreisen zu beherbergen, wurde geändert. Ab dem 11. Juni 2021 wurde  es Betreiberinnen und Betreibern von Beherbergungsstätten wieder gestattet, Gäste zu touristischen Zwecken zu beherbergen. Bereits ab Inkrafttreten der Änderung am 3. Juni 2021 war es Betreiberinnen und Betreibern von Ferienwohnungen und -häuser, Campingplätzen, Wohnmobilstellplätzen und Charterbooten mit Übernachtungsmöglichkeit wieder gestattet, Beherbergungen anzubieten.

Voraussetzung für die Beherbergung im Land Brandenburg ist gemäß § 13 Umgangsverordnung immer, dass die Betreiberinnen und Betreiber von Beherbergungsstätten auf der Grundlage eines individuellen Hygienekonzepts durch geeignete organisatorische Maßnahmen sicherstellen:

  • die Steuerung und Beschränkung des Zutritts und des Aufenthalts aller Personen,
  • die Beherbergung nur von Gästen, die vor Beginn der Beherbergung einen auf sie ausgestellten Testnachweis vorlegen,
  • in gemeinschaftlich genutzten Räumen:
  • die Einhaltung des Abstandsgebots,
  • das verpflichtende Tragen einer medizinischen Maske durch alle Personen ( Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr sind von der Tragepflicht nach § 3 Abs. 4 Nr. 1 Umgangsverordnung ausgenommen)
  • einen regelmäßigen Austausch der Raumluft durch Frischluft.

Je nachdem, in welchem Bundesland die Beherbergungsleistung erbracht werden soll, können unterschiedliche Regelungen gelten.

Die Rechte und Pflichten für die Vertragsparteien ergeben sich aus den konkreten (Beherbergungs-) Verträgen. Wenn die Umgangsverordnung  dem individuell geschlossenen Vertrag nicht entgegensteht, dann ist die Vertragserfüllung nicht unmöglich, sodass ggf. Stornierungsregelungen greifen könnten. Zu beachten ist, dass sich die rechtliche Beurteilung des Vertragsverhältnisses und die Rechtsfolgen nach den Umständen des Einzelfalls richten.Es wird empfohlen, dass sich die Kitas, die solche Fahrten durchführen wollen, vorher beim jeweiligen Beherberungsdienstleister nach den dort jeweils zulässigen Leistungen erkundigen.

Kita-Veranstaltungen
Findet das Kita-Fest hingegen in der Einrichtung selbst statt, gilt gemäß § 22 Umgangsverordnung  die Testpflicht (§ 22 Abs. 3 iVm Abs. 1). Es sei denn, das Fest findet erst nach dem Kita-Betrieb statt (§ 22 Abs. 1 S. 3 Nr. 5 Umgangsverordnung). Die aktuellen Infektionsschutz- und Hygienevorgaben (Umgangsverordnung, Hygieneplan einschließlich Ergänzungen, Hygieneplan der Einrichtung, Hygienekonzepte etc.) sind außerdem zu beachten. Kita-Veranstaltungen sind im Übrigen rechtlich als sonstige Veranstaltungen nach § 8 Umgangsverordnung einzuordnen. Die Veranstalter haben die in der Vorschrift genannten organisatorischen Maßnahmen sicherzustellen. Derzeit gilt für sonstige Veranstaltungen die Personengrenze von 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern (Höchstgrenzen) .

Derzeit gilt gemäß § 8 Umgangverordnung Folgendes: Veranstalterinnen und Veranstalter von Kita-Veranstaltungen haben auf der Grundlage eines individuellen Hygienekonzepts durch geeignete organisatorische Maßnahmen Folgendes sicherzustellen:

  • die Beschränkung der Personenzahl auf höchstens 1 000 gleichzeitig teilnehmende Besucherinnen und Besucher,
  • das Erfassen von Personendaten aller Besucherinnen und Besucher in einem Kontaktnachweis nach § 4 zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung,
  • die Einhaltung des Abstandsgebots, mit der Möglichkeit, dass der Abstand zwischen festen Sitzplätzen auf bis zu 1 Meter verringert werden kann,
  • in geschlossenen Räumen:
    • den regelmäßigen Austausch der Raumluft durch Frischluft,
    • das verpflichtende Tragen einer medizinischen Maske durch alle Personen; die Tragepflicht gilt nicht für Personen, die sich auf einem festen Sitzplatz aufhalten, sofern zwischen den Sitzplätzen der Mindestabstand von 1 Meter eingehalten wird ( Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr sind von der Tragepflicht nach § 3 Abs. 4 Nr. 1 Umgangsverordnung ausgenommen)
    • bei Veranstaltungen mit Unterhaltungscharakter die Zutrittsgewährung nur für Besucherinnen und Besucher, die einen auf sie ausgestellten Testnachweis vorlegen.
Krankheitszeichen, Corona-Infektion, Quarantäne

Krankheitszeichen, Corona-Infektion, Quarantäne

Bei einer Corona-Infektion gibt es keinen „typischen" Krankheitsverlauf, die Symptome sind meist unspezifisch, vielfältig und variieren stark. Krankheitssymptome können bei Kindern geringer ausgeprägt sein als bei Erwachsenen. Kinder mit Symptomen sollen zur Abklärung den Eltern übergeben werden. Zeigen sich Krankheitszeichen bei Beschäftigten während der Betreuung der Kinder ist die Arbeitstätigkeit sofort zu beenden. Es wird empfohlen, sich schnellstmöglich an den Hausarzt, den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder das zuständige Gesundheitsamt zu wenden.

Grundsätzlich gilt: Erkrankte Kinder dürfen nicht in Kita oder Hort nicht betreut werden.
Ebenso sollen erkrankte Schülerinnen und Schüler nicht am Unterricht teilnehmen. Bei Corona-typischen Krankheitszeichen (trockener Husten, Fieber ≥ 38,5°C, Atembeschwerden, zeitweiser Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn, Halsschmerzen u.a.) müssen betroffene Personen der Kita bzw. der Schule fernbleiben. Die Eltern sollten einen Arzt konsultieren, der über die Indikation zu einem Corona-Test entscheidet.

Darüber hinaus sollten Eltern einen Arzt befragen ggf. nach Terminvereinbarung aufsuchen, wenn es einen begründeten Verdacht gibt, dass das Kind an Corona erkrankt sein könnte z.B. weil ein Kontakt zu einer an Covid-19 erkrankten Personen bestand oder das Kind bzw. der Jugendliche sich in den  letzten 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten hat. Bei nachgewiesener Covid-19 Erkrankung und leichtem Verlauf ist eine Wiederzulassung nach 14 Tagen häuslicher Isolation und mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit ohne zusätzliches ärztliches Attest möglich. Die Quarantäne für Haushaltsmitglieder eines bestätigten Falles beträgt maximal 14 Tage – gerechnet ab dem Symptombeginn des Primärfalles. Von den Covid-19 verdächtigen Infektionen und den fieberhaften akuten Atemwegsinfektionen sind die einfachen Erkältungskrankheiten, verbunden mit einem Schnupfen oder leichtem Husten (d.h. keine pfeifende Atmung, keine Atemnot, bzw. Atembehinderung bzw. andere Auffälligkeiten bei der Atmung) ohne Fieber oder anderen der o.g. Symptome zu unterscheiden. In diesen Fällen kann das Kind die Kita bzw. den Hort besuchen. Bei Zunahme der Beschwerden mit Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes oder zusätzlichem Auftreten von Fieber sollte ggf. ein Arzt konsultiert werden.
> Grafik: Kinder mit Symptomen
> Erkältungssymptome: Darf mein Kind in die Schule oder in die Kita (farbig, A4)

Meldepflicht bei Nachweis von konkreten Fällen einer Corona-Infektion in einer Einrichtung
Gibt es einen konkret nachgewiesenen Fall einer Covid-19-Infektion in einer Einrichtung bzw. einer Kindertagespflegeeinrichtung ist die Meldepflicht gegenüber dem zuständigen Gesundheitsamt sowie der   Betriebserlaubnisbehörde im MBJS einzuhalten. Allen Kontaktpersonen ist das Betreten der Einrichtung/der Kindertagespflegestelle verboten. Es sei denn, sie wurden negativ getestet.

Die Gesundheitsämter entscheiden über die einzuleitenden Maßnahmen und Zeiträume nach den Landes- bzw. Bundesvorgaben.

Quarantäne aufgrund der Festlegung des örtlichen Gesundheitsamtes
Kinder, die sich in Quarantäne befinden (egal aus welchem Grund – z.B. Infektion im privaten Bereich, in der Kita oder in der Grundschule) dürfen nicht in die Kindertagesbetreuung aufgenommen werden. Dies gilt sowohl für die Kitas wie für die Kindertagespflege. Es würde eine Kindeswohlgefährdung für die anderen Kinder darstellen, wenn diese Kinder betreut werden.

Infektion innerhalb der Familie
Ist innerhalb einer Familie eine Covid-19-Infektion festgestellt worden, darf das Kind als Kontaktperson weder die Kita noch die Schule besuchen. Gleiches gilt, wenn das Kind innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu Covid-19 infizierten Personen hatte. Wartet ein in der Häuslichkeit lebendes Familienmitglied auf ein Covid-19-Testergebnis, weil ein Kontakt zu einer Covid-19 infizierten Person bestanden hat, kann das in dieser Häuslichkeit lebende Kind weiterhin in der Kita betreut werden oder den Hort/die Schule besuchen, da es sich hierbei um einen Kontakt zur Kontaktperson – also keinen Kontakt ersten Grades – handelt.

Unterstützung des Landes – Elternbeiträge – Essengeld Unterstützung des Landes

Viele Eltern folgten seit Ende vorigen Jahres dem Appell der Landesregierung, zur Vermeidung einer Ausbreitung des Coronavirus ihre Kinder freiwillig nicht in die Krippe oder den Kindergarten zu bringen. Die Landesregierung hat sich in der Kabinettsitzung am 25. Mai 2021 dafür entschieden, ab dem 1. Juni 2021 nicht länger an diesem Appell vom 13. Dezember 2020 festzuhalten. Damit ist ab dem 1. Juni 2021 keine Erstattung von Elternbeiträgen nach der zweiten Richtlinie Elternbeitrag Corona durch das Land in den Fällen mehr vorgesehen, in denen die Eltern auf die Inanspruchnahme der Betreuung freiwillig verzichtet haben und deswegen vom Einrichtungsträger von der Beitragspflicht freigestellt wurden.

Die zweite Richtlinie Elternbeitrag Corona fördert jedoch weiterhin entgangene Elternbeiträge, wenn aufgrund von Bundes- oder Landesrecht landesweit oder regional bezogen auf einen Landkreis oder eine kreisfreie Stadt präventiv Kindertagesstätten oder Kindertagespflegestellen pandemiebedingt mindestens 14 Tage geschlossen werden mussten. Da die Richtlinie nur Zuwendungen bis zum Ende des zweiten Quartals 2021 vorsieht, enden diese Landesförderungen mit Ablauf des 30. Juni 2021. Davon zu unterscheiden ist die Geltungsdauer der Richtlinie bis zum 31. August 2021 zur verwaltungsseitigen Umsetzung der Richtlinie. Die Monate Juli und August 2021 liegen jedoch außerhalb der mit der Richtlinie geförderten Zeiträume.

Die voraussichtlichen Kosten beliefen sich nach bisheriger Kalkulation auf bis zu 15 Millionen Euro pro Monat und werden aus dem Rettungsschirm des Landes zur Verfügung gestellt.

Die Höhen der Pauschalen richtet sich nach den im Frühjahr 2020 gewährten Pauschalen (Richtlinie Kita-Elternbeitrag Corona vom 30.03.2020). Transferleistungsempfänger, Geringverdienende und Eltern von Kindern im letzten Jahr vor der Einschulung sind jetzt schon von Beiträgen befreit.

Die Träger werden gebeten, mit Blick auf die Rückwirkung der Förderrichtlinie ab 1. Januar 2021, die konkreten Absprachen mit den betroffenen Eltern für den Januar 2021 schriftlich vorzuhalten.
> 2. Richtlinie Kita-Elternbeitrag Corona 2021

Elternbeiträge
Ob und in welcher Höhe ein Elternbeitrag zu zahlen ist, ergibt sich aus der konkreten Beitragsabrede, die in der Regel Bestandteil der Betreuungsvereinbarung zwischen Träger und Eltern ist. Der Einrichtungsträger ist grundsätzlich berechtigt, von den Eltern einen Elternbeitrag zu fordern (§ 90 Abs. 1 SGB VIII und § 17 Abs. 1 S. 1 KitaG).

Kurzzeitige Unterbrechungen der Betreuung führen grundsätzlich nicht zum Entfallen der Beitragspflicht.
Die Unterbrechung ist nicht mehr kurzfristig, wenn sie länger als vier Wochen andauert. Dies gilt unabhängig davon, ob das Infektionsgeschehen unmittelbar (z.B. durch Quarantäneanordnung) oder mittelbar (z.B. Teilschließung führt zu Personalmangel) für die Unterbrechung kausal ist. Das Kindertagesstättengesetz enthält keine Regelung, die die Entrichtung von „reduzierten Beträgen“ vorsieht. Aus Sicht des Landes kann die Erhebung des vertraglich und gesetzlich geschuldeten Elternbeitrages dann rechtlich schwierig werden, wenn über einen längeren Zeitraum keine Betreuungsleistung erbracht wurde. Wird der Wechselunterricht wiederaufgenommen und infolgedessen auch die Hortbetreuung (ohne Notbetreuungsanspruch), so besteht grundsätzlich auch die vertraglich und kitagesetzliche Beitragspflicht.

Hierbei ist jedoch die Zweite Richtlinie des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport über die Gewährung von Zuwendungen zum Ausgleich von entgangenen Elternbeiträgen in der Kindertagesbetreuung in Folge der prioritär umzusetzenden Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg (2. RL Kita-Elternbeitrag Corona 2021) vom 28. Januar 2021 zu beachten.

Diese Richtlinie regelt u.a. auch den Fall, dass die Hortbetreuung partiell wiederaufgenommen wird, soweit der Präsenzunterricht wieder stattfindet (Ziffer 4 Abs. 9 der Richtlinie). Die Träger können eine Förderung nach der genannten Richtlinie erhalten, wenn ihre Kindertagesstätten oder Kindertagespflegestellen aufgrund der landesweiten Regelungen nur teilweise geöffnet sind. Dies trifft insbesondere für Horteinrichtungen zu, die im Falle des Wechselunterrichts von Schule nur an den Tagen des stattfindenden Präsenzunterrichts für die anwesenden schulpflichtigen Kinder vollständig geöffnet sind; für die anderen schulpflichtigen Kinder weiterhin in der Notbetreuung geöffnet sind.

Müssen in einem Landkreis oder in einer kreisfreien Stadt alle Angebote der Kindertagesbetreuung nach § 26 Abs. 1 Umgangsverordnung  geschlossen werden und werden für die Dauer der Betriebsuntersagung keine Elternbeiträge erhoben, so kann der Einrichtungsträger eine Förderung nach der Zweiten Richtlinie Elternbeitrag Corona erhalten. Wird der Betrieb erst nach dem 20. eines Monats über das Monatsende hinweg untersagt und endet die Untersagung im auf die Schließung folgenden Monat, so kann eine Förderung nur für den Folgemonat erfolgen.

Auch bei einer Schließung von Kindertagesstätten und Kindertagespflegestellen auf Grundlage des § 28b Abs. 3 S. 3 und S. 9 IfSG können die Fördervoraussetzungen nach der 2. Richtlinie Elternbeitrag Corona vorliegen, wenn die Schließung mindestens 14 Kalendertage andauert. Die Schließung muss jedoch nicht zusammenhängend 14 Kalendertage umfassen. Es genügt, wenn in einem beitragsrelevanten Monat die Einrichtung insgesamt 14 Kalendertage aufgrund der o.g. Regelungen geschlossen werden musste.

Die Richtlinie zur Förderung Elternbeitragsfreiheit sieht keinen pauschalen Ausgleich für Elternbeiträge vor, wenn eine Landesverordnung den Betreuungsanspruch im Hort nicht grundsätzlich hemmt und die Eltern einen zumutbaren Test ihrer schulpflichtigen Kinder verweigern. In diesem Fall ist nur der Verzicht bzw. die Erstattung des halben Hortbeitrages nach der Richtlinie förderfähig.

Wenn Eltern auf die Erbringung von Betreuungsleistungen freiwillig verzichten oder zumutbare Voraussetzungen für eine Hortbetreuung nicht erfüllen wollen, müssen sie sich hinsichtlich der Beitragspflicht mit ihrem Einrichtungsträger verständigen. Schließlich verliert das betroffene Kind nicht den vertraglichen Betreuungsanspruch gegenüber dem Einrichtungsträger.

Nur weil die genannte Richtlinie den freiwilligen Verzicht einer Hortbetreuung im Folgemonat nur bis 50 Prozent der gewährten Pauschale aus den genannten Gründen ausgleicht, heißt das aber auch nicht, dass der Einrichtungsträger den Elternbeitrag nicht erlassen darf.

Informationen zur Zweiten Richtlinie Kita-Elternbeiträge Corona 2021:

Essengeld
Zusätzlich zu der Beteiligung an den Betriebskosten ist für das Mittagessen ein Essengeld in Höhe der durchschnittlich ersparten Eigenaufwendungen zu entrichten. Ob und in welcher Höhe dieses zu zahlen ist, richtet sich grundsätzlich nach der Vereinbarung zwischen Eltern und Einrichtungsträger. Ein Anspruch der Eltern auf eine Einzelabrechnung für tatsächlich eingenommene Mittagessen besteht grundsätzlich nicht. Die Einrichtungsträger sind berechtigt, zur Vereinfachung der Abrechnung auch kurzfristige Fehlzeiten pauschal zu berücksichtigen. Wird über einen längeren Zeitraum kein Mittagessen angeboten oder nimmt das Kind für den Einrichtungsträger vorhersehbar längerfristig nicht am Mittagessen teil (länger als vier Wochen), so wird für diese Zeit nicht rechtssicher ein Essengeld erhoben werden können.

Wegfall der Notbetreungsregelung

Die Regelungen zur Notbetreuung gem. § 18 Abs. 5 bis 9 Eindämmungsverordnung sind nicht in die Umgangsverordnung aufgenommen worden. Im Falle steigender Inzidenzwerte finden die Regelungen der Bundesnotbremse gem. § 29 Abs. 1 Umgangsverordnung  i.V.m. § 28b Abs. 3 IfSG Anwendung. Daneben haben die Landkreise und kreisfreien Städte weiterhin die Möglichkeit nach § 26 Umgangsverordnung, weitergehende Schutzmaßnahmen nach dem IfSG zu treffen.

Sollte in einem Landkreis oder in einer kreisfreien Stadt der Inzidenz-Schwellenwert von 165 überschritten werden, wird empfohlen, die nach § 26 Umgangsverordung zu treffenden Notbetreuungsregelungen an die des § 18 Abs. 5 der letzten geltenden Fassung der Siebten SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung anzulehnen. Da die Umgangsverordnung keine Notbetreuung in Abhängigkeit vom Wechselunterricht mehr regelt, ist grundsätzlich ab dem Inzidenz-Schwellenwert von 100 keine Einschränkung der Kindertagesbetreuung nach § 28b Abs. 3 IfSG geboten.


> Testungen für Vorschulkinder

> Testkonzept Hort in den Sommerferien

> Zweite Richtlinie Kita-Elternbeitrag Corona 2021



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