Testungen für Vorschulkinder

Viele Beschäftigte in der Kindertagesbetreuung sind erfreulicherweise bereits geimpft. Dennoch bleibt es weiter sinnvoll, die Struktur und Angebote der Kindertagesbetreuung mit geeigneten Schutzmaßnahmen gegen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus zu sichern, um einen bedarfsdeckenden Betrieb aufrecht zu erhalten. Mit jedem Test sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine ansteckende Person dauerhaft in der Kindertagesstätte oder Kindertagespflegestelle aufhält. Auch zur Herbst- und Winterzeit ist nach Reisen sowie bei Erkältungssymptomen eine rege Testung gewünscht (mindestens 1 x in der Woche). Bei hohen Inzidenzen – die über einer Sieben-Tages-Inzidenz von 100 liegen – wird eine zweimalige Testung pro Woche für die gesamte anwesende Kohorte empfohlen. Besonders wichtig ist diese z.B. nach längeren Abwesenheiten oder auch einem verlängerten Wochenende sowie bei leichten Symptomen wie Schnupfen oder ähnlichem. Die Tests für Vorschulkinder sind freiwillig. Eine Testpflicht von Kindern im Vorschulalter ist damit nicht verbunden.

Das Land stellt den Kindertagesstätten und Kindertagespflegestellen über die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendämter) die Selbsttests zur Weiterreichung an die Eltern zur Verfügung, um Kindern im vorschulischen Bereich freiwillige Selbsttestungen durch die Eltern im Grundsatz regelmäßig zu ermöglichen. Die Tests werden den Eltern durch die Kindertagesstätten oder Kindertagespflegestellen zur Verfügung gestellt. Das Testkonzept ist gemeinsam vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) mit der fachlichen Expertise des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV) und den Akteuren der Kindertagesbetreuung (Vertreter der kommunalen Spitzenverbände, der Landkreise und der freien Träger) sowie dem Landeskitaelternbeirat (LKEB) erarbeitet worden.

Hinweis für Einrichtungen
Das Testkonzept des Bildungs- und Jugendministeriums (MBJS) gibt einen Handlungsrahmen vor. Mit den verfügbaren Tests kann vor Ort entschieden werden, wann und wie oft getestet werden soll. Es ist dabei immer auch möglich, dass Eltern freiwillig häufiger testen als im Testkonzept vorgesehen und entsprechend mehr Testkits von den Einrichtungsträgern oder Kindertagespflegestellen für ihre Kinder bekommen. Bei Engpässen wird empfohlen, beim zuständigen Jugendamt nachzufragen, ob dort noch TestKits vorhanden sind – eine Umverteilung zwischen Kindertageseinrichtungen (und Kindertagespflegestellen) ist ausdrücklich erwünscht. Dabei ist zu beachten, dass sowohl die Nasenvorhoftests als auch die sogenannten Lolli-Tests für die Testung der Kleinsten geeignet und zugelassen sind und weiterhin eingesetzt werden können.

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