Schule und Unterricht

Die Bekämpfung des Coronavirus und seiner Mutanten erfordert weiter Maßnahmen. Sie sind in der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung der Landesregierung festgeschrieben. Das Recht auf gute Bildung und Betreuung der Kinder und Jugendlichen ist ein hohes Gut. Brandenburgs Eindämmungsverordnung folgt dem geänderten Infektionsschutzgesetz des Bundes; die bundesweite Notbremse gilt auch im Land Brandenburg.

Schul- und Unterrichtsorganisation ab 3. Mai

Bis zu einem Inzidenzwert von 165 werden alle Schülerinnen und Schüler im Wechsel von Distanz- und Präsenzunterricht (Wechselmodell) unterrichtet.

Liegt in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz drei Tage hintereinander über 165 je 100.000 Einwohnern müssen Schulen ab dem übernächsten Tag grundsätzlich in den Distanzunterricht übergehen, mit Ausnahme der Abschlussklassen. Die Förderschulen „geistige Entwicklung“ bleiben geöffnet. Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 6 können einen Anspruch auf Notbetreuung in der Schule haben. Die Voraussetzungen sind gegenüber dem örtlich zuständigen Jugendamt nachzuweisen.


Grundschule: Schule und Unterricht im Wechselmodell

7-Tages-Inzidenz unter 165

Die Schülerinnen und Schüler der Primarstufe (Jahrgangsstufen 1 bis 6 der Grund-, Ober- und Gesamtschulen mit Grundschulteil, der Förderschulen mit den sonderpädagogischen Förderschwerpunkten „Lernen“, „emotionale und soziale Entwicklung“, „körperliche und motorische Entwicklung“, „Sehen“ und „Hören“) besuchen die Schule im Wechsel von Distanz- und Präsenzunterricht (Wechselmodell). Der Wechselunterricht wird mit einem breit angelegten Testkonzept begleitet. Zum Betreten der Schule zwecks Teilnahme am Präsenzunterricht ist zwingend ein Nachweis über einen negativen Corona-Test vorzulegen. 
> Testkonzept – Teststrategie  

Für Schülerinnen und Schüler der Primarstufen findet während der Schulzeit in den Schulen eine Notbetreuung an den Tagen statt, an denen kein Präsenzunterricht im Rahmen des Wechselunterrichts durchgeführt wird. Die Voraussetzungen für eine Notbetreuung müssen weiterhin erfüllt sein.
> Hort und Notbetreuung

7-Tages-Inzidenz über 165 ­– Notbremse

Liegt in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz drei Tage hintereinander über 165 je 100.000 Einwohnern müssen die Grundschulen ab dem übernächsten Tag grundsätzlich in den Distanzunterricht übergehen.

Die Einschränkung auf ausschließlich Distanzunterricht gilt solange, bis an fünf aufeinander folgenden Werktagen die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 165 unterschreitet – mit der Folge, dass mit Ablauf desjenigen Sonntags, der auf den übernächsten Tag folgt, die Einschränkungen enden und die von den Einschränkungen betroffenen Schülerinnen und Schüler die Schulen wieder im Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht besuchen (d.h. der Wechselunterricht beginnt grundsätzlich wieder an einem Montag). Das für Bildung zuständige Ministerium kann einen früheren Tag bestimmen.

Abschlussklassen: Unterricht im Wechselmodell

Unabhängig von Inzidenzwerten besuchen die Schülerinnen und Schüler der diesjährigen und künftigen Abschlussklassen die Schule im Wechsel von Distanz- und Präsenzunterricht (Wechselmodell). Das sind die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen:

  • 9 und 10 an allen weiterführenden Schulen (Ober- und Gesamtschulen, Schulen des Zweiten Bildungswegs) sowie der Förderschulen mit den sonderpädagogischen Förderschwerpunkten „Lernen“, „emotionale und soziale Entwicklung“, „Hören“, „Sehen“ und „körperliche und motorische Entwicklung“
  • 10 und 11 an Gymnasien
  • 12 an Gesamtschulen, beruflichen Gymnasien, Schulen des Zweiten Bildungswegs
  • im letzten Ausbildungsjahr des jeweiligen beruflichen Bildungsgangs.

Der Wechselunterricht wird mit einem breit angelegten Testkonzept begleitet. Eltern und Lehrkräfte sind gebeten, die Umsetzung des Testkonzepts aktiv zu unterstützen. Die Organisation der Abiturprüfungen, der Prüfungen in der Jahrgangsstufe 10 und der Abschlussprüfungen an beruflichen Schulen wird planmäßig fortgeführt. Zum Betreten der Schule zwecks Teilnahme am Präsenzunterricht ist zwingend ein Nachweis über einen negativen Corona-Test vorzulegen.
> Testkonzept – Teststrategie  

Für die Durchführung der Prüfungen (Haupttermine) ab dem 15. April 2021 gilt, dass der Präsenzunterricht an den Prüfungsterminen ausgesetzt wird, um gewährleisten zu können, dass die Prüfungen in ruhiger Atmosphäre durchgeführt werden. Die Vorbereitung von Prüfungen sowie die Abnahme von Prüfungsleistungen, insbesondere nach der Handwerksordnung und dem Berufsbildungsgesetz in den Räumen der Oberstufenzentren, sowie schulische Testverfahren erfolgt planmäßig unter Beachtung der Hygienevorschriften und der schulischen Hygienekonzepte.

Förderschulen „geistige Entwicklung“ sind weiter geöffnet

Unabhängig von Inzidenzwerten sind die Förderschulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ weiter geöffnet (Präsenzunterricht). Die Sorgeberechtigten entscheiden in Abstimmung mit der Schulleitung über den Schulbesuch.

Weiterführende allgemeinbildenden Schulen: Unterricht im Wechselmodell

7-Tages-Inzidenz unter 165

Die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden allgemeinbildenden Schulen einschließlich der Leistungs- und Begabungsklassen, der Förderschulen außer „geistige Entwicklung“, der beruflichen Schulen sowie der Schulen und Einrichtungen des Zweiten Bildungswegs besuchen die Schule im Wechsel von Distanz- und Präsenzunterricht (Wechselmodell). Der Wechselunterricht wird mit einem breit angelegten Testkonzept begleitet. Zum Betreten der Schule zwecks Teilnahme am Präsenzunterricht ist zwingend ein Nachweis über einen negativen Corona-Test vorzulegen.
> Testkonzept – Teststrategie  

Schülerbetriebspraktika Maßnahmen der beruflichen Orientierung
Maßnahmen der beruflichen Orientierung (u. a. Schülerbetriebspraktika, Potenzialanalyse, Praxislernen und INISEK 1-Projekte) können wieder aufgenommen werden. Diese Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Berufswahlkompetenz und zur Entwicklung der sozialen und personalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Im Falle der Durchführung von Maßnahmen der beruflichen Orientierung sind die geltenden Regelungen der Eindämmungsverordnung sowie die Abstands- und Hygienemaßnahmen stets einzuhalten bzw. zu berücksichtigen. Die Durchführung erfolgt auf fakultativer Basis und ist an die Erteilung von Wechselunterricht gebunden. Kann zum geplanten Durchführungszeitpunkt einer Maßnahme der beruflichen Orientierung aufgrund der Regelungen der Eindämmungsverordnung in einzelnen Jahrgangsstufen der Schule kein Wechselunterricht erteilt werden, so kann für diese Jahrgangsstufen auch keine Maßnahme der beruflichen Orientierung stattfinden.

7-Tages-Inzidenz über 165 ­– Notbremse

Liegt in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz drei Tage hintereinander über 165 je 100.000 Einwohnern müssen die weiterführenden Schulen ab dem übernächsten Tag grundsätzlich in den Distanzunterricht übergehen ­– mit Ausnahme der jetzigen und künftigen Abschlussklassen.

Die Einschränkung auf ausschließlich Distanzunterricht gilt solange, bis an fünf aufeinander folgenden Werktagen die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 165 unterschreitet – mit der Folge, dass mit Ablauf desjenigen Sonntags, der auf den übernächsten Tag folgt, die Einschränkungen enden und die von den Einschränkungen betroffenen Schülerinnen und Schüler die Schulen wieder im Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht besuchen (d.h. der Wechselunterricht beginnt grundsätzlich wieder an einem Montag). Das für Bildung zuständige Ministerium kann einen früheren Tag bestimmen.

Organisation des Unterrichts

Die Schulleitungen stellen sicher, dass alle unterrichtsorganisatorischen und räumlichen Optionen genutzt werden, damit den Klassen und Lerngruppen im Rahmen des Möglichen Abstand gehalten werden kann. Die Obergrenze für die Größe der Lerngruppen soll nach Maßgabe der räumlichen Verhältnisse 15 Schülerinnen und Schüler grundsätzlich nicht überschreiten. Klassen mit mehr als 15 Schülerinnen und Schülern sollen dementsprechend grundsätzlich geteilt werden sein; über Ausnahmen entscheiden die Schulleiter/innen aufgrund der personellen und räumlichen Ausstattung.

Wechselmodell
Das Wechselmodell kann durch die Schulen in Abhängigkeit von der Schülerbeförderung wie folgt organisiert werden:

  • wöchentlicher Wechsel (A/B-Woche je Gruppe)
  • halbwöchentlicher Wechsel: Gruppe 1 Mo/Mi/Fr; Gruppe 2 Di/Do, nach einer Woche wird gewechselt
  • Schichtmodell (Präsenzunterricht Gruppe 1 vormittags, Gruppe 2 nachmittags).

Die konkrete Ausgestaltung obliegt den Schulleitungen mit ihren Kollegien entsprechend den standortspezifischen Rahmenbedingungen. Sofern die Absicherung der Notbetreuung dazu führt, dass Personal- bzw. Raumkapazitäten nicht ausreichend für Unterricht zur Verfügung stehen, wird eine schulspezifische Ausgestaltung der Stundentafel hinsichtlich der vorwiegend im Präsenzunterricht unterrichteten Fächer zugelassen, die mit dem staatlichen Schulamt abzustimmen ist. Dabei stellen die Schulen die Stärkung der sprachlichen und mathematischen Kompetenzen in den Mittelpunkt.

Im Musikunterricht darf nicht gesungen und es dürfen keine Blasinstrumente gespielt werden.

Der schulpraktische Sportunterricht einschließlich des Schwimmunterrichts in geschlossenen Räumen ist untersagt. Dies gilt nicht: 

  • für die Spezialschulen und Spezialklassen für Sport,
  • für alle Schulen für die Durchführung und Vorbereitung von Prüfungen und die Abnahme von Prüfungsleistungen.

Schülerbetriebspraktika Maßnahmen der beruflichen Orientierung
Maßnahmen der beruflichen Orientierung (u. a. Schülerbetriebspraktika, Potenzialanalyse, Praxislernen und INISEK 1-Projekte) können wieder aufgenommen werden. Diese Maßnahmen leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Berufswahlkompetenz und zur Entwicklung der sozialen und personalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Im Falle der Durchführung von Maßnahmen der beruflichen Orientierung sind die geltenden Regelungen der Eindämmungsverordnung sowie die Abstands- und Hygienemaßnahmen stets einzuhalten bzw. zu berücksichtigen. Die Durchführung erfolgt auf fakultativer Basis und ist an die Erteilung von Wechselunterricht gebunden. Kann zum geplanten Durchführungszeitpunkt einer Maßnahme der beruflichen Orientierung aufgrund der Regelungen der Eindämmungsverordnung in einzelnen Jahrgangsstufen der Schule kein Wechselunterricht erteilt werden, so kann für diese Jahrgangsstufen auch keine Maßnahme der beruflichen Orientierung stattfinden.

Die Durchführung von Schulfahrten bleibt zunächst bis zum 16. Mai 2021 verboten.Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass eine Übernahme von Stornierungskosten durch das Land ausgeschlossen ist, und zwar auch für das Schuljahr 2021/2022.

Vor Betreten der Schule zweimal in der Woche testen – Impfung der Lehrkräfte

Zum Betreten der Schule zwecks Teilnahme am Präsenzunterricht ist zwingend ein Nachweis über einen negativen Corona-Test vorzulegen.
> Testkonzept – Teststrategie 
> Video: Gebrauchsanleitung für den Schnelltest

Flankiert werden diese Maßnahmen durch die Möglichkeit zur Impfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 für alle Lehrkräfte und das sonstige pädagogische Personal, Lehramtskandidatinnen und Lehramtskandidaten, sonstige für das Land im schulischen Bereich eigenverantwortlich tätige Personen sowie sonstige in der Verantwortung anderer Träger

  • seit Ende Februar 2021 an Grund- und Förderschulen
  • ab 26. April an weiterführenden allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.
Gremiensitzungen – Eltern- und Schülergespräche

Sitzungen und Beratungsgespräche sind grundsätzlich nicht als Präsenzveranstaltungen, sondern in anderen Formaten (Telefon- oder webbasierte Konferenzformate) zu organisieren.

Ausnahmen davon sind auf das unabweisbare Maß zu begrenzen, das heißt auf solche Termine, bei denen ohne einen persönlichen Kontakt der Zweck des Termins nicht erreicht werden kann; insbesondere kann dies zum Beispiel im Rahmen der Aufnahme in die Schule (Einschulung) der Fall sein, soweit nach Lage des Einzelfalls die persönliche Vorstellung des Kindes geboten erscheint.

In diesen Einzelfällen gewährleisten die Schulleiter/innen die strikte Einhaltung der Hygieneregeln und der Eindämmungsverordnung bei den Präsenzveranstaltungen.

Einrichtungen der Erwachsenenbildung

Die Regelungen für die Schulen gelten auch für die Einrichtungen der Erwachsenenbildung (z.B. Volkshochschulen, Weiterbildungseinrichtungen). Diese sind auch verpflichtet in den Wechselunterricht ab einer festgestellten Inzidenz von „100“ überzugehen, wobei dies entsprechend ihrer Struktur und den sowieso gebildet kleinen Gruppen (max. 5 Teilnehmende) gesonderte Lösungen erforderlich macht. Ab einer Inzidenz von 165 müssen die Einrichtungen der Erwachsenenbildung ebenfalls in den vollständigen Distanzunterricht wechseln.


> Testkonzept – Teststrategie
> Hort und Notbetreuung



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