Schule und Unterricht

Alle Schülerinnen und Schüler sind in den Präsenzunterricht zurückgekehrt. Damit besteht kurz vor den Sommerferien noch einmal die Gelegenheit, die Schule als Ort der Begegnung und des sozialen Lernens in der ganzen Lerngruppe zu erleben. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern einen Zugang zu kind- und jugendgerechten Erlebnissen, zur Interaktion und Diskussion sowie zur Kommunikation und für Emotionen zu verschaffen. Der Unterricht erfolgt auf der Grundlage der Stundentafeln gemäß den Bildungsgangverordnungen. Der Rahmenlehrplan für die Jahrgangsstufen 1 bis 10 der allgemeinbildenden Schulen ermöglicht einen hinreichenden Gestaltungsspielraum für den Unterricht in den einzelnen Jahrgangsstufen und Lerngruppen.

Keine Maskenpflicht mehr für Grundschülerinnen und Grundschüler

Die Maskenpflicht in Schulgebäuden gilt weiterhin für alle Lehrkräfte und das sonstige Schulpersonal, für alle Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 7 (außer beim Sport und bei über vierstündigen Klausuren) sowie für alle Besucherinnen und Besucher.

Die neue Umgangsverordnung (§ 22 Absatz 4) regelt, dass in den Innenbereichen von Schulen nach Absatz 1 für folgende Personen die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske besteht:

  • für alle Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 7, außer im Sportunterricht,
  • für alle Lehrkräfte und das sonstige Schulpersonal, außer im Sportunterricht,
  • für alle Besucherinnen und Besucher.

Dementsprechend sind die Schülerinnen und der Schulen der Primarstufe vom Tragen einer medizinischen Maske im Innenbereich der Schule befreit.

Testpflicht zum Betreten der Schule

Die Testpflicht gilt in Schulen weiterhin – unabhängig von der Inzidenz. Zum Betreten der Schule zwecks Teilnahme am Präsenzunterricht ist zweimal wöchentlich zwingend ein Nachweis über einen negativen Corona-Test vorzulegen. Vollständig geimpfte oder genesene Schülerinnen und Schüler, in der Schule Tätige und sonstige Personen benötigen keinen Testnachweis mehr.
> Testkonzept – Teststrategie 
> Video: Gebrauchsanleitung für den Schnelltest

Sportunterricht, Schulschwimmen, Schulsportwettbewerbe

Der Sportunterricht wird nach Wochenstundentafel der jeweiligen Schulstufe und Schulform gemäß Rahmenlehrplan erteilt. In den jeweiligen Bewegungsfeldern soll darauf geachtet werden, dass die Hygienestandards Beachtung finden. Die physischen Kontakte zwischen den Schülerinnen und Schülern sollen auf ein nötiges Minimum reduziert bleiben. Sportunterricht sollte nach Möglichkeit unter Beachtung der Witterungsbedingungen im Freien stattfinden.

Der Schulschwimmunterricht kann sowohl in Schwimmhallen als auch in Freibädern durchgeführt werden. Im Schulschwimmunterricht sind die Abläufe in den Umkleideräumen so zu organisieren, dass die Aufenthalte nur kurz sind. Bei einem notwendigen Schülerverkehr zum Schulschwimmunterricht ist nach Maßgabe der Eindämmungsverordnung eine geeignete Mund-Nase-Abdeckungen zu tragen. Auf den Wegen zum und vom Schwimmunterricht ist das Abstandsgebot zu beachten.

Schulsportwettbewerbe (Bundesjugendspiele, Deutsches Sportabzeichen, dezentrale Wettbewerbe) können auf der Ebene der Schulen ermöglicht werden.

Ganztagsangebote sowie unterrichtsbegleitende und -ergänzende Angebote

Soweit es den Schulen möglich ist diese einzurichten, können Ganztagsangebote wieder durchgeführt werden. Dafür gilt:

  • Das Ganztagsangebot entspricht der schulaufsichtlichen Genehmigung gemäß VV-Ganztag. Die allgemeinen Bestimmungen über Ganztagsangebote gelten unverändert.
  • Es gilt das schulische Hygienekonzept, insbesondere hinsichtlich der Testpflicht und der Gruppenbildung.
  • Die Ganztagsangebote stehen in ununterbrochenem zeitlichem Zusammenhang mit dem Unterricht (kein Verlassen der Schule zwischen Unterricht und Ganztagsangebote); Ganztagsangebote dürfen kein Anlass für zusätzliche individuelle Wege und Kontaktmöglichkeiten sein. Mittel stehen im Rahmen der regulären Ausstattung für Ganztagsangebote zur Verfügung.
  • Die Schulen haben damit zugleich die Möglichkeit, die reguläre Durchführung von Ganztagsangeboten für das Schuljahr 2021/2022 zu erproben und vorzubereiten.
  • Die unterrichtsbegleitenden und -ergänzenden Maßnahmen können im Rahmen verfügbarer Haushaltsmittel bis zum Schuljahresende fortgeführt werden.
Hygieneplan – Infektionschutz

Die Schulleitungen sind gebeten, die Umsetzung des Hygieneplans in der Schule regelmäßig und konsequent zu überprüfen und ihn ggf. den Erfordernissen anzupassen. Entsprechendes gilt für das Lüftungskonzept. In den Verwaltungsvorschriften über die Organisation der Schulen in inneren und äußeren Schulangelegenheiten ist Näheres zur Raumtemperatur in Unterrichtsräumen ausgeführt.
> Verwaltungsvorschriften über die Organisation der Schulen

Einfache und effektive Schutzmaßnahmen:

  • Auf korrekte Hust- und Niesetikette (ins Taschentuch oder in die Armbeuge) achten.
  • Regelmäßig die Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen.
  • Berühren von Augen, Nase und Mund vermeiden.
  • Ausleih- und Tauschverbot von Gegenständen mit anderen Personen.
  • Keine Nutzung von Schulräumen, die nicht ausreichend belüftet werden können.
  • Räume regelmäßig und ausgiebig lüften (Stoßlüften).

Weiter auf Covid19-typische Krankheitszeichen achten
Bei der Organisation des Präsenzunterrichts und der pädagogischen Angebote sind unter anderem folgende Maßgaben zu beachten:

  • Bei Covid19-typischen Krankheitszeichen müssen betroffene Personen der Schule fernbleiben: trockener Husten, Fieber, Atembeschwerden, zeitweiser Verlust von Geschmacks-/Geruchssinn, Halsschmerzen u.a. Beschäftigte weisen eine Erkrankung durch ärztliches Attest nach, Schüler/innen sind zu entschuldigen. 
  • Personen, die mit einem nachweislich an COVID-19 Erkrankten in einem Hausstand leben oder Krankheitssymptome von COVID-19 aufweisen bzw. selbst erkrankt sind, dürfen die Schule nicht betreten.

Allen Schülerinnen und Schüler sind die hygienischen Mindeststandards regelmäßig zu vermitteln und in Erinnerung zu rufen. Dazu gehört auch, dass die Lehrkräfte darauf achten, dass Schülerinnen und Schüler in der Schule an die Verhaltensregeln halten.

Wandertage, Exkursionen und Schulfahrten sind wieder möglich

Nachdem eintägige Wandertage und Exkursionen schon zugelassen wurden, dürfen ab dem 16. Juni auch wieder mehrtägige Schulfahrten im Inland und in das Ausland durchgeführt werden.

Bei der Durchführung von Schulfahrten ist zu beachten, dass

  • das Abstandsgebot nicht gilt (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 lit. c. der SARS-CoV-2-Umgangsverordnung);
  • die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske nur greift, soweit diese durch die Umgangsverordnung für Reisebusreisen (§ 14), für die Nutzung des Öffentlicher Verkehrsmittel (§ 15) und den Ort, an dem man sich aufhält/bewegt (bspw. § 13 Beherbergung oder wegen § 18 für viele außerschulische Lernorte (im Innenbereich ja, in der freien Natur nein) verlangt wird.
Zeugnisübergabe und Abschlussveranstaltungen

Dieser  Übersicht können für verschiedene Veranstaltungsformate die zu beachtenden Regelungen der Umgangsverordnung (UmgV) entnommen werden: 

Veranstaltungsart

Umgangsverordnung
(UmgV)

Personenzahl-begrenzung

Maskenpflicht

Testpflicht

Zeugnisübergabe (insbesondere Abiturzeugnisse oder Schuljahreszeugnisse)

§ 22 UmgV, da es sich um schulische Veranstaltungen handelt; dies gilt auch, soweit die Zeugnisübergabe in feierlichem Rahmen stattfindet

keine

Maskenpflicht im Innenbereich (mit Ausnahme SuS Jgst. 1 - 6),  gilt insb. gem. § 22 Absatz 4 Nr. 3 für Besucher/innen (auch Eltern)

Vorlage eines Testnachweises, § 22 Absatz 1 und Absatz 2 UmgV

Abiturfeier im Jahrgangsstufenverband (Abiball)

§ 8 UmgV, da es sich um eine nicht-schulische Veranstaltung handelt

bis zu 1.000

Grundsätzlich Maskenpflicht in geschlossenen Räumen für Personen ab 6 Jahren

Vorlage eines Testnachweises in geschlossenen Räumen

ggf. zusätzlich § 12, wenn in einer Gaststätte gefeiert wird

private Feiern im Familien-, Freundes-, Bekanntenkreis aus besonderem Anlass (1 Schüler/in + der eigene Familien-, Freundes-, Bekanntenkreis; nicht Abschlussfeier im Jahrgangsstufenverband!)

§ 9 UmgV

bis zu 70 unter freiem Himmel

keine Maskenpflicht

keine Testpflicht

bis zu 30 in geschlossenen Räumen

sonstige Veranstaltungen ohne Unterhaltungscharakter

§ 8 UmgV

bis zu 1.000

Grundsätzlich Maskenpflicht in geschlossenen Räumen für Personen ab 6 Jahren

Vorlage eines Testnachweises bei Veranstaltungen mit Unterhaltungscharakter in geschlossenen Räumen

sonstige Veranstaltungen mit Unterhaltungscharakter

Erste Elternversammlung von Schulanfängerinnen und Schulanfängern

Bei der Organisation und Durchführung dieser Versammlungen, die noch vor Ferienbeginn stattfinden, müssen die Hygieneregeln und das Hygienekonzepts der Schule beachtet werden. Zum Betreten der Schule gilt eine Testpflicht  sowie eine Maskenpflicht im Innenbereich (gemäß § 22 Absatz 4, gemäß Nr. 3 auch für Eltern). Die staatlichen Schulämter sind gebeten, bei Bedarf die Schulen entsprechend zu beraten.

Ferien mit Lernangeboten

In den Sommer- und Herbstferien 2021 wird es für Brandenburger Kinder und Jugendliche Ferienbetreuung mit Lernangeboten geben, sie werden vom Bildungs- und Jugendministerium finanziell gefördert. Mit der Förderung von Ferienprogrammen mit Lernangeboten wird auch der Tatsache Rechnung getragen, dass in den letzten Monaten in den Schulen weniger Präsenzunterricht erteilt werden konnte.
> Ferien mit Lernangeboten

Ausblick aufs neue Schuljahr 2021/22

Das Ziel ist, im Schuljahr 2021/2022 im Regelbetrieb mit vollem Präsenzunterricht in allen Jahrgangsstufen zu starten. Die Zuversicht stützt sich auf folgende Aspekte:

  • Die Inzidenzwerte sind stabil auf niedrigem Niveau.
  • Bis zum Beginn des Schuljahres Anfang August wird die Zahl der vollständig Geimpften stark zunehmen, ein Großteil der erwachsenen Haushaltsangehörigen und auch der in der Schule Tätigen wird vollständigen Impfschutz besitzen.
  • Kinder und Jugendliche nehmen am Infektionsgeschehen allerdings nicht in maßgeblichem Umfang teil, auch verläuft eine Infektion allerüberwiegend ohne große Beschwerden.  

Regelbetrieb meint die planmäßige Organisation von Präsenzunterricht für alle Jahrgangsstufen entsprechend der Stundentafel sowie die Zusatzunterrichtsangebote einschließlich Ganztag. 

Bestimmte Rahmenbedingungen sind von besonderer Bedeutung dafür, dass die Erfolge bei der Eindämmung des Infektionsgeschehens nicht aufs Spiel gesetzt werden:  

  • Ihr Kind wird voraussichtlich weiterhin eine medizinische Maske tragen, wenn es den Schülerverkehr nutzt.
  • Ich hoffe, dass im Außenbereich der Schule auf die Maske verzichtet werden kann, im Innenbereich und während des Unterrichts werden vermutlich aber zumindest die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen weiterhin eine Maske tragen.
  • Das Testkonzept für die Schulen wird fortgesetzt, Schülerinnen und Schüler mit einem vollständigen Impfschutz oder die von einer Corona-Infektion Genesen, werden sich voraussichtlich weiterhin nicht mehr testen müssen. 
  • Die eingeführten Hygienekonzepte der Schulen werden wohl weiter angewendet, die Schulleitungen mit ihren Kollegien und in Zusammenarbeit mit den Schulträgern werden das ihnen Mögliche tun, um die Schule zu einem Ort zu machen, in dem Ihre Kinder so sicher sind, wie dies in den gegenwärtigen Zeiten möglich ist.
  • Sie entscheiden über den Schulbesuch, wenn ein Arzt attestiert, dass ihre Kinder oder andere Angehörige Ihres Haushalts einer Risikogruppe angehören. Soweit Ihre Kinder und die Angehörigen Ihres Haushalts über einen vollständigen Impfschutz verfügen, bitte ich Sie im Interesse der Kinder, die Teilnahme am Präsenzunterricht in der Schule zu ermöglichen, wenn nicht im Einzelfall gravierende medizinische Gründe dagegensprechen.   
  • Weisen Kinder Erkältungssymptome (u.a. Husten, Fieber, Schnupfen, Halsschmerzen) auf, lassen Sie sie bitte solange zu Hause, bis sie wieder vollständig symptomfrei sind. Und bitte entschuldigen Sie Ihr Kind in der Schule.

In den Schuljahren 2021/2022 und 2022/2023 werden mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von insgesamt rund 60 Millionen Euro vielfältige Gelegenheiten geschaffen, damit Ihre Kinder mögliche individuelle Lernrückstände aufholen können.

Mit einem Aktionsprogramm für Schülerinnen und Schüler (Arbeitstitel) sollen breit gefächerte Unterstützungsmaßnahmen für möglichst alle Schülerinnen und Schüler bereitgestellt werden. Im Rahmen eines Aufholprogramms (Arbeitstitel) werden zusätzliche schulische Angebote zur Unterstützung von Schülerinnen und Schülern auf der Grundlage der Ergebnisse der Lernstandserhebungen organisiert, die in allen Jahrgangsstufen der Primar- und Sekundarstufe I sowie in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe durchgeführt werden. Der Fokus liegt dabei auf den Kernfächern und Kernkompetenzen unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung der sprachlichen und mathematischen Basiskompetenzbereiche sowie den Jahrgangsstufen am Beginn der Schullaufbahn oder in denen Schulwegentscheidungen bevorstehen. Die Ergebnisse der Lernstandserhebungen sollen spätestens im Laufe der ersten Hälfte des Monats September 2021 vorliegen, sodass die zusätzlichen Lerngelegenheiten unter Berücksichtigung des erforderlichen Vorlaufs für die Fachkräftegewinnung durch die staatlichen Schulämter möglichst noch vor, jedenfalls aber spätestens nach den Herbstferien 2021 einsetzen. Im Augenblick arbeiten alle Beteiligten unter Hochdruck an den beiden Programm-Strängen, damit die Schulleitungen Sie so bald wie möglich und ganz konkret informieren können.  
> Eckpunkte zum Start ins Schuljahr 2021/22: Rahmenbedingungen für eine sichere und offene Schule



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