Weiterbildung

Lernen begleitet das ganze Leben. Die ständigen Entwicklungen und Veränderungen, die alle Lebensbereiche berühren, erfordern ein kontinuierliches Lernen im Erwachsenenalter. Dies schließt auch die nachberufliche Lebensphase mit ein. Das niedrige Infektionsgeschehen macht wieder Präsenzveranstaltungen in Weiterbildungseinrichtungen und Volkshochschulen ohne Teilnehmerbegrenzung möglich.

Sobald die 7-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder in einer kreisfreien Stadt an fünf aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 20 überschreitet, ist zu vor dem ersten Unterrichtstag pro Woche ein aktueller Nachweis über einen negativen Test auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus vorzulegen. Dies gilt auch für die Lehrkräfte. Bei mehr als drei aufeinanderfolgenden Unterrichtstagen sind zwei Tests pro Woche vorgesehen. Vollständig Geimpfte sowie Genesene sind negativ Getesteten gleichgestellt. Sie benötigten also keinen aktuellen Test, sollten jedoch ihren Status nachweisen.

Präsenzangebote wieder umfassend möglich

In den Weiterbildungseinrichtungen und Volkshochschulen sind – neben digitalen Lernangeboten –wieder deutlich mehr Präsenzangebote möglich, ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl. Voraussetzung ist, dass die Teilnehmenden symptomfrei sind. Grundsätzlich sind medizinische Masken in Innenräumen zu tragen und ist der Mindestabstand einzuhalten.

Bei einer die 7-Tage-Inzidenz über 20 in einem Landkreis oder in einer kreisfreien Stadt an fünf aufeinanderfolgenden Tagen, ist vor dem ersten Unterrichtstag ein aktueller negativer Test pro Woche vorzulegen. Vollständig Geimpfte sowie Genesene sind negativ Getesteten gleichgestellt.

Maskenpflicht und Abstand ­­– mit Ausnahmen

Die Betreiberinnen und Betreiber von Bildungs- sowie Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen müssen auf Grundlage eines individuellen Hygienekonzepts folgende Maßnahmen sicherstellen (gem. § 23 Abs. 1 SARS-CoV-2-Umgangsverordnung):

  • Steuerung und Beschränkung des Zutritts und des Aufenthalts aller Personen,
  • Einhaltung des Abstandsgebots;

Ausnahme: Das gilt nicht bei der Wahrnehmung von Bildungs- sowie Aus, Fort- und Weiterbildungsangeboten einschließlich Unterbringung in festen Gruppen, wobei die Pflicht zur Einhaltung des Abstandsgebots zwischen den Lehrkräften oder dem sonstigen Personal unberührt bleibt. Diese Ausnahme gilt für alle Weiterbildungsangebote und ist nicht mehr auf die berufliche Weiterbildung beschränkt.

In geschlossenen Räumen gilt zusätzlich das verpflichtende Tragen einer medizinischen Maske durch alle Personen und den regelmäßigen Austausch der Raumluft durch Frischluft.
Ausnahme: Die Tragepflicht gilt nicht, wenn:

  • die Eigenart der Bildungs- oder Aus-, Fort- oder Weiterbildungsmaßnahme dies nicht zulässt oder
  • sich alle Personen auf einem festen Sitzplatz aufhalten und zwischen den Sitzplätzen der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird oder
  • sich alle Personen auf einem festen Sitzplatz aufhalten und es sich um Weiterbildungsangebote in festen Gruppen handelt.
Testpflicht erst bei 7-Tage-Inzidenz über 20

Die Testpflicht gilt nicht für Veranstaltungen, die ausschließlich unter freiem Himmel stattfinden.

Für Veranstaltungen in Innenräumen gilt: Die Testpflicht ist erst notwendig, wenn in dem betreffenden Landkreis oder der betreffenden kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 20 überschreitet. Die zuständige Behörde hat die Überschreitung in geeigneter Weise öffentlich bekanntzugeben. Ab dem Tag nach der Bekanntgabe gilt dann wieder die Pflicht zur Vorlage eines Testnachweises. Für Weiterbildungsveranstaltungen heißt das dann:

  • Teilnehmende sowie Lehrkräfte müssen einmal in der Woche vor dem Beginn des ersten Unterrichtstages in Präsenz einen auf sie ausgestellten Testnachweis vorlegen. Bei Unterricht oder Lehrveranstaltungen an mehr als drei aufeinanderfolgenden Tagen besteht die Nachweispflicht zweimal in der Woche.
  • Die Testpflicht besteht nicht für vollständig geimpfte und genesene Personen, die im Besitz eines auf sie ausgestellten Impf- bzw. Genesenennachweises sind und diesen Nachweis erbringen.
  • Bezüglich des Testnachweises wird im maßgeblichen § 5 „Testnachweis, Geimpfte und Genesene“ der Umgangsverordnung weiterhin auf § 2 Nummer 7 der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung des Bundes verwiesen. Damit kommen für Weiterbildungsveranstaltungen wie bisher im Wesentlichen zwei Varianten eines Testnachweises in Betracht: der schriftlich oder digital ausgestellte Nachweis eines Testzentrums, der nicht älter als 24 Stunden sein darf oder ein PoC-Antigen-Tests zur Eigenanwendung, der vor Ort unter fachlicher Aufsicht durchgeführt wird.
  • In den der Aufsicht des Landes unterstehenden Einrichtungen und in vergleichbaren Einrichtungen in kommunaler Trägerschaft ist als Nachweis auch eine von der getesteten Person oder, sofern diese nicht volljährig ist, von einem Sorgeberechtigten unterzeichnete Bescheinigung über das negative Ergebnis eines ohne fachliche Aufsicht durchgeführten PoC-Antigen-Tests zur Eigenanwendung (Selbsttests z. B. Zuhause) zulässig.
Exkursionen, Gesangsunterricht, Bewegungsangebote

Für den gemeinsamen Aufenthalt im öffentlichen Raum bestehen nun keine Personenbegrenzungen mehr. Somit sind Exkursionen wieder möglich – unter Beachtung des § 23 der Umgangsverordnung (u.a. Mindestabstand, wenn keine feste Gruppe).

Der Gesangsunterricht und das Spielen von Blasinstrumenten sind für Weiterbildungseinrichtungen nur unter der Voraussetzung zulässig, dass die Einhaltung eines Mindestabstands von zwei Metern zwischen allen Personen gewährleistet ist (gem. § 23 Abs. 3 Umgangsverordnung). In geschlossenen Räumen darf dieser Unterricht nur als Einzelunterricht erteilt werden.

Sport- und Bewegungsangebote sind unter freiem Himmel uneingeschränkt erlaubt, in Innenräumen gelten einige Einschränkungen.
> Individual- und Vereinsspo

Notbremse des Bundes

Überschreitet ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt für drei Tage eine Inzidenz von über 100, werden die bundeseinheitlichen Maßnahmen des § 28b Absatz 3 IfSG das Infektionsgeschehen eindämmen. Das Bundesrecht gilt dann direkt.



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