Dialogforum Bildung

„Digital kompetent – Fokus Schule“

Die Digitalisierung im Schulbereich ist eine große Herausforderung – Bildungsministerin Britta Ernst hat sie zu einem Arbeitsschwerpunkt erklärt. Die Schul- und Unterrichtsentwicklung soll mit den Anforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten der Digitalisierung verschränkt werden und in den nächsten Jahren Standard an allen Schulen werden. So wird beispielsweise ab dem Schuljahr 2018/19 das bereits 2016 an Grundschulen gestartete Projekt „medienfit“ auf weiterführende Schulen ausgeweitet. Langfristig sollen alle Schulen des Landes Brandenburg medienfit werden. Im Rahmen dessen soll eine Schul-Cloud pilotiert und auf den Weg gebracht werden.

Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus der Schulpraxis, aus Politik, Medien und der Wissenschaft haben wir beim Dialogforum Bildung „Digital kompetent – Fokus Schule“ am 20. April 2018 die nächsten Schritte auf dem Weg hin zur Bildung in der digitalen Welt für die Schulen des Landes diskutiert.

Die Programminhalte:

Digitalisierung der Schule – wenn es gut läuft / wenn es schlecht läuft

Digital ist nicht automatisch besser. Mit Apps lassen sich effektiver Vokabeln und Mathe üben. Mit Erklärvideos kann man frontale Belehrungen beliebig oft angucken. Smartboards können das Tafelbild durch PowerPoint ersetzen. Die entscheidende Frage bleibt: Optimieren wir digital nur die Schule des 19. und 20. Jahrhunderts? Verhindert die „digitale Bildung“ sogar die notwendigen Paradigmenwandel? Welche Bildungsziele und welche Pädagogik brauchen wir im 21. Jahrhundert – und wie hilft oder hindert uns die Digitalisierung auf dem Weg dorthin?

Jöran Muuß-Merholz, Diplom-Pädagoge und Inhaber der Agentur J&K – Jöran und Konsorten arbeitet mit einem kleinen Team erstens an modernen Formen des Lernens, zweitens an modernen Medien und drittens den Schnittstellen von beidem. Insbesondere berät er Organisationen, wie sie digitale Medien sinnvoll für ihre Ziele in Sachen Bildung einsetzen können.

Impuls + Diskussion: 9.30 – 10.20 Uhr

Schulische Bildung im Zeitalter digitaler Transformationen

Die Digitalisierung und deren gesellschaftlichen Folgen bedingen verschiedene Transformationsprozesse in der Bildungslandschaft. In den letzten Jahren wurden auf Bundes- und Länderebene verschiedene Rahmenvorgaben und -bedingungen geschaffen und angekündigt, die Schulen in die Lage versetzten sollen, der Digitalität nicht nur hinterherzuhinken, sondern Bildungspotenziale und -aufgaben zu identifizieren und geeignete Bildungsprozesse zu gestalten. Verschiedene Ausstattungsinitiativen stehen vor der Tür, nun gilt es Orientierung im Zeitalter des Umbruchs zu finden. Im Vortrag werden theoretische und empirische Grundlagen einer Medienbildung in der Schule umrissen und Konsequenzen für die Weiterentwicklung von Schulen diskutiert. An konkreten Beispielen werden Potenziale digitaler Medien für den Unterricht skizziert, Empfehlungen für den Einstieg gegeben und Grenzen des Lernens mit digitalen Medien aus wissenschaftlicher Perspektive dargelegt.

Prof. Dr. Thomas Irion ist  stellv. Leiter des Instituts für Erziehungswissenschaft und Direktor des Zentrums für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Er lehrte und unterrichtete an verschiedenen Schulen und Universitäten in Baden-Württemberg, Kassel, Frankfurt, Leipzig und Adelaide, ist Senior Fellow der Joachim Herzstiftung im MINT-Kolleg Didaktik: digital, wissenschaftlicher Fachreferent des Grundschulverbands Baden-Württemberg und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Forums schulentwicklung.digital. Derzeit leitet er das durch die Deutsche Telekomstiftung finanzierte Forschungs- und Entwicklungsprojekt ProMedia Primar 3 P zum Digitalen Lernen in der Grundschule am Standort Schwäbisch Gmünd. Im Zuge dieses Projekts wurde unter anderem ein digitales Unterrichtsforschungslabor an einer Schule aufgebaut.  
www.zentrum-fuer-medienbildung.de  oder Twitter: Thomas_Irion

Impuls + Diskussion: 10.20 – 11.10 Uhr

Handlungsempfehlungen aus dem Evaluationsprojekt „Schulische Medienbildung im Land Brandenburg“

Für eine umfangreiche Studie zum Soll-Ist-Stand der Medienbildung an Schulen in Brandenburg (Auftraggeber MBJS) hat das mmb Institut – Gesellschaft für Medien- und Kompetenzforschung mbH u.a. Verantwortliche aus dem Schulsystem interviewt (Ebenen Ministerium, Kommune, Schulen) und Workshops durchgeführt. Lutz Goertz und Berit Baeßler präsentieren ausgewählte Ergebnisse und Handlungsempfehlungen, die sich daraus ableiten lassen.

Dr. Lutz Goertz, Kommunikationswissenschaftler, ist seit 15 Jahren als Leiter Bildungsforschung beim mmb Institut zuständig für verschiedene Studien zum Thema Medienbildung und Schule. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Bildungsforschung, Arbeitsmarktforschung, Industrie 4.0, Projektevaluation und Digitales Lernen.

Dr. Berit Baeßler arbeitete nach ihrem Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation zunächst als freie Mitarbeiterin in verschiedenen mmb-Projekten, seit 2017 in Festanstellung als wissenschaftliche Mitarbeiterin, u.a. in den Projekten „Evaluation der schulischen Medienbildung im Land Brandenburg“ für das MBJS und „Überblicksstudie zum Thema Digitalisierung in der Lehrerbildung“ im Auftrag des Hochschulforums Digitalisierung.

Vortrag: 11.20 – 12.00 Uhr 

Digital konkret: vier Praxisperspektiven, vier Ansätze aus dem Land Brandenburg

Weiterführende Informationen zum Programmpunkt und den Referentinnen und Referenten werden fortlaufend aktualisiert.

Impuls: 13.00 – 13.45 Uhr Impuls

Kompetenzförderung in der Schule für ein Leben in der digitalen Welt: Ziele und Wege

Weiterführende Informationen zum Programmpunkt und den Referentinnen und Referenten werden fortlaufend aktualisiert.

Podiumsdiskussion: 13.45 – 14.30 Uhr

Preisverleihung #WIR IM NETZ | DER IDEENWETTBEWERB

Tagtäglich neue digitale Angebote: Nachrichten, Filme und Spiele im Netz, Freundschaftsangebote, aber auch Mobbing in den sozialen Netzwerken, Fake-News, Hass-Botschaften und Cybercrime. Die Nutzung digitaler Medien stellt Jugendliche und Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte vor immer neue Herausforderungen. Wie kann man soziale Netzwerke sicher nutzen? Woran erkennt man, welche News richtig, welche falsch ist? Das digitale Zeitalter birgt Chancen aber auch Risiken. Welche Auswirkungen hat das auf die Bildung von Schülerinnen und Schülern, auf ihren künftigen Beruf, auf die gesamte Lebenswelt?

Die Initiative #WIR IM NETZ des Bildungsministeriums hatte zum Ideenwettbewerb unter dem Motto #WIR IM NETZ – Der Ideenwettbewerb für Euer digitales Projekt" dazu eingeladen, sich mit diesen und vielen anderen Fragen kritisch auseinanderzusetzen. 12 Schulen, aber auch einzelne Klassen, Gruppen von Schülerinnen und Schülern oder Projekt-Teams haben sich daran beteiligt. Das online-Voting ist abgeschlossen, alle eingereichten Projekt-Ideen unter: online-Voting.

Die Ideen, die es im Wettbewerb unter die TOP 5 in der Abstimmungsphase schaffen, bekommen jeweils 500 Euro für die Umsetzung ihrer Projektidee. Auf der Preisverleihung wird eine Jury einen ersten Platz vergeben, der mit zusätzlich 500 € prämiert wird.

Preisverleihung: 14.40 – 15.40 Uhr



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