Schulwettbewerb zum deutsch-polnischen Geschichtsbuch „Europa – Unsere Geschichte“

Bildungsministerin Britta Ernst ruft Brandenburger Schulen dazu auf, sich am Schulwettbewerb zum deutsch-polnischen Geschichtsbuch zu beteiligen. Damit setzt sie Impulse für den Einsatz des Lehrbuchs im Geschichtsunterricht.

Noch bis zum 20. April können sich Brandenburger Grundschulen und weiterführende Schulen um die Bände 1 und 2 der Schulbuchreihe „Europa – Unsere Geschichte“ bewerben. Geschichtslehrkräfte und Fachkonferenzen ausgewählter Schulen bekommen damit die Möglichkeit, sich mit den Inhalten und der Gestaltung des deutsch-polnischen Geschichtsbuchs  vertraut machen. Zehn Schulen, die sich im Ergebnis entschließen, das Lehrbuch im Unterricht einzusetzen, bekommen als „Starthilfe“  kostenfrei jeweils einen Klassensatz der Bände 1 und 2 für die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern.

Bildungsministerin Britta Ernst: „Das deutsch-polnische Geschichtsbuch bereichert den Geschichtsunterricht um neue Themen und kann helfen, die unterschiedlichen Blickwinkel der Schülerinnen und Schüler zu erweitern. Ich würde mich freuen, wenn das Lehrbuch noch stärker als bisher Eingang in die Schulpraxis findet.“

Das Schulbuch wurde gemäß der Lehrplanerfordernisse von deutschen und polnischen Experten gemeinsam erarbeitet und  kann im deutschen und polnischen Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I in identischer Form – lediglich in unterschiedlichen Sprachfassungen – eingesetzt werden. Das Buch soll die europäische und die Globalgeschichte unter besonderer Berücksichtigung deutsch-polnischer Perspektiven vermitteln und dazu beitragen, das historische Bewusstsein der jungen Generation in beide Richtungen zu erweitern. Beide Bände sind nach der Lernmittelverordnung im Land Brandenburg zugelassen und dürfen im Unterricht benutzt werden.

Band 1 zu Ur-/Frühgeschichte, Antike und Mittelalter war 2016 von den damaligen Außenministern Deutschlands und Polens, Steinmeier und Waszczykowski, gemeinsam mit Ministerpräsident Woidke in Berlin präsentiert worden und hatte breite Beachtung gefunden. Band 2 zur Frühen Neuzeit, der Epoche von der Renaissance bis zum Wiener Kongress, wurde im November 2017 von Bildungsministerin Ernst und der polnischen Bildungsministerin Anna Zalewska im polnischen Krzyżowa (Kreisau) vorgestellt. Die Bände 3 (19. Jahrhundert) und 4 (20. Jahrhundert bis in die Gegenwart) werden 2019 bzw. 2020 erscheinen.

Die Schulbuchreihe „Europa – Unsere Geschichte“ wird von den Verlagen Eduversum und WSiP verlegt. Für die politische Koordination und Förderung des Projekts sind auf deutscher Seite die Kultusministerien der Länder – unter Federführung des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg – sowie das Auswärtige Amt verantwortlich. Mit der Sicherung der wissenschaftlichen Expertise an dem Projekt sind die Vorsitzenden der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission betraut. Die wissenschaftliche Koordination haben das Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig und das Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften inne.


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