Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche mit einer seelischen Behinderung

Für Kinder und Jugendliche mit einer seelischen Behinderung erfolgt die Leistungserbringung – angelehnt an die Grundformen der Hilfen zur Erziehung – auch bei der Eingliederungshilfe im Kontext ambulanter Angebote, im Rahmen von Tageseinrichtungen oder teilstationären Einrichtungen, bei geeigneten Pflegepersonen sowie in stationären Einrichtungen oder sonstigen Wohnformen. Die Hilfe ist ausdrücklich auf den Bedarf im Einzelfall abzustellen. Diese Hilfeformen können durch die Gewährung persönlicher Budgets erweitert werden.

Verfahren

In der Regel wird der Antrag durch die Sorgeberechtigten beim örtlich zuständigen Jugendamt gestellt. Der Träger der öffentlichen Jugendhilfe hat die Stellungnahme eines Arztes für Kinder- und Jugendpsychiatrie oder eines Kinder- und Jugendpsychotherapeuten oder eines psychologischen Psychotherapeuten einzuholen. Die Hilfe wird nach dem Bedarf im Einzelfall geleistet.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Für Kinder und Jugendliche mit einer (drohenden) seelischen Behinderung wird Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII geleistet. Die Hilfe kann auch für junge Volljährige erbracht werden gemäß § 41 Abs. 2 SGB VIII. Für die Gewährung einer Eingliederungshilfe müssen die gesetzlichen Regelungen der Kapitel 2 bis 4 des Teil 1 SGB IX berücksichtigt werden, da die Jugendämter dann als Rehabilitationsträger i. S. d. § 6 SGB IX tätig werden. 

Für Kinder und Jugendliche mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen ist der örtliche Träger der Eingliederungshilfe gemäß § 10 Abs. 4 SGB VIII in Verbindung mit § 99 SGB IX zuständig. Weitere Informationen hält das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg bereit.


Organigramm / Anschrift

Organigramm

Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Heinrich-Mann-Allee 107 (Haus 1/1a)
14473 Potsdam
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