Gymnasium

Das Gymnasium umfasst die Jahrgangsstufen 7 bis 12. Es vermittelt eine vertiefte allgemeine Bildung und umfasst den Bildungsgang zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife. Der Unterricht in der Sekundarstufe I (7 bis 10) wird im Klassenverband erteilt. Daneben können einzelne Fächer in Kursen unterrichtet werden. Die gymnasiale Oberstufe gliedert sich am Gymnasium in eine Einführungs- und eine Qualifikationsphase.

Einführungsphase – Qualifikationsphase

Am Gymnasium bildet die Jahrgangsstufe 10 den Abschluss der Sekundarstufe I und zugleich die Einführungsphase in die gymnasiale Oberstufe. Diese Einführungsphase übernimmt eine Brückenfunktion beim Übergang vom Unterricht im Klassenverband zu den eigenverantwortlichen Wahl- und Differenzierungsentscheidungen der Schülerinnen und Schüler und bereitet sie inhaltlich und methodisch auf die Anforderungen der anschließenden zweijährigen Qualifikationsphase vor.

Mit Versetzung in die Qualifikationsphase am Ende der Jahrgangsstufe 10 erfolgt der Übergang in die gymnasiale Oberstufe, die die Jahrgangsstufen 11 und 12 umfasst.

Prüfungen und Abschlüsse am Ende der Jahrgangsstufe 10

Auch am Gymnasium finden am Ende der Jahrgangsstufe 10 schriftliche Prüfungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und erste Fremdsprache/Englisch sowie eine mündliche Prüfung in einer spätestens in der Jahrgangsstufe 7 begonnenen Fremdsprache statt. Entscheidend für den erreichten schulischen Abschluss am Ende der Jahrgangsstufe 10 sind die Abschlussnoten in allen Fächern und nicht nur in den Prüfungsfächern.

Am Ende der Jahrgangsstufe 10 können am Gymnasium folgende Abschlüsse erworben werden:

  • der Hauptschulabschluss/die Berufsbildungsreife wird mit der Versetzung in die Jahrgangsstufe 10 erworben,
  • der erweiterte Hauptschulabschluss/die erweiterte Berufsbildungsreife,
  • der Realschulabschluss/ die Fachoberschulreife.
Prüfungen und Abschluss am Ende der Jahrgangsstufe 12

Am Ende der zweijährigen Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe finden die Zulassung zur Abiturprüfung und die Abiturprüfung statt. Die schriftliche Abiturprüfung wird in zehn Fächern zentral, davon in vier Fächern gemeinsam mit Berlin durchgeführt, in weiteren dezentral. Mit dem Bestehen der Abiturprüfung am Ende der Jahrgangsstufe 12 wird die allgemeine Hochschulreife (Abitur) erworben.


Das Berufliche Gymnasium umfasst die Jahrgangsstufen 11 bis 13 und befindet sich an einem  Oberstufenzentrun (OSZ). An den beruflichen Gymnasien kann die allgemeine Hochschulreife mit einem berufsorientierten Schwerpunkt erworben werden. Diese Schwerpunkte sind Sozialwesen, Technik und Wirtschaft. Entsprechend können folgende Fächer belegt werden:

  • Pädagogik und Psychologie in berufsorientierter Ausprägung im Schwerpunkt Sozialwesen,
  • Elektrotechnik, Gestaltungs- und Medientechnik oder Maschinentechnik im Schwerpunkt Technik und 
  • Wirtschaftswissenschaft in berufsorientierter Ausprägung sowie Wirtschaftsinformatik im Schwerpunkt Wirtschaft.

Die gymnasiale Oberstufe am Beruflichen Gymnasium gliedert sich in eine einjährige Einführungsphase (Jahrgangsstufe 11) und eine zweijährigen Qualifikationsphase (Jahrgangsstufen 12 und 13).


Berufliches Gymnasium PLUS Handwerk

Das Bildungsministerium und die Handwerkskammer Cottbus (HWK) haben gemeinsam mit vier Oberstufenzentren (OSZ) in Südbrandenburg das Projekt Berufliches GymnasiumPlusHandwerk ins Leben gerufen. Es sieht vor, dass Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zum Abitur bereits Teilwissen für die Meis­terprüfung eines Handwerksberufs erwerben können. Hintergrund ist der hohe Bedarf an qualifizierten Fachkräften in Südbrandenburg. In einem beruflichen Gymnasium (OSZ) im Schulamtsbereich Cottbus kann bei der Anwahl des berufsorientierten Schwerpunkts Wirtschaft über die besondere Kooperation mit der Handwerkskammer Cottbus eine besondere Kurswahl erfolgen. Die Handwerkskammer erkennt von den erteilten Unterrichtsinhalten am beruflichen Gymnasium die Inhalte einer späteren Meisterausbildung im Handwerk an.

Im Schuljahr 2017/18 ist das Projekt Berufliches GymnasiumPlusHandwerk am OSZ Cottbus und OSZ Dahme-Spreewald gestartet, im Schuljahr 2018/19 sollen das OSZ Elbe-Elster und OSZ Lausitz folgen. 

Mit dem Berufliches GymnasiumPlusHandwerk wird ein neuer Weg geschaffen, frühzeitig einen tieferen Einblick in die Welt des Handwerks zu erhalten und bereits die verantwortungsvollen Aufgaben von Führungskräften im Betrieb kennenzulernen. Den späteren Abiturienten erschließen sich somit neue Perspektiven bei der Berufswahl. Die Betriebe des Handwerks können sich bereits von Anfang an auf die Betreuung geeigneter Nachwuchsführungskräfte konzentrieren und diese bereits frühzeitig für eine Karriere im Handwerk motivieren. Den Schülerinnen und Schülern sollen zudem in den Ferien besondere Betriebspraktika durch die Handwerkskammer angeboten und vermittelt werden, diese sind freiwillig.

Kontakt:
Sandra Engels
Tel.: (0331) 866 3836
E-Mail: sandra.engels@mbjs.brandenburg.de



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