Besonderer Zugang zum Vorbereitungsdienst

Voraussetzung für den Seiteneinstieg im Rahmen des besonderen Zugangs zum Vorbereitungsdienst ist ein nicht lehramtsbezogener Masterabschluss oder ein ihm gleichgestellter Abschluss (Magister, Diplom oder nicht lehramtsbezogene Staatsprüfungen bzw. Staatsexamina), der den schulischen Einsatz in mindestens zwei Unterrichtsfächern oder Fachrichtungen erlaubt und in der Regel zu drei Vierteln den fachwissenschaftlichen Leistungen eines Lehramtsstudienfaches für das erste Fach sowie  zur Hälfte den fachwissenschaftlichen Leistungen mindestens eines weiteren Lehramtsstudienfaches des angestrebten Lehramtes entspricht.

Ob dies für Ihr Hochschulstudium zutrifft, können Sie anhand der Studieninhalte der „Ländergemeinsamen inhaltlichen Anforderungen für die Fachwissenschaften und Fachdidaktiken in der Lehrerbildung“ zunächst selbst bewerten.

Ein besonderer Zugang zum Vorbereitungsdienst wird Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern gewährt, die nicht im Schuldienst des Landes Brandenburg eingestellt sind. Er dauert derzeit 24 Monate, kann aber nach Beantragung der vorzeitigen Zulassung zur Staatsprüfung frühestens nach 12 Monaten beendet werden. Der Vorbereitungsdienst führt zum Erwerb der Lehramtsbefähigung und schließt mit einer Staatsprüfung ab. Die Einstellung in den Vorbereitungsdienst erfolgt unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf oder durch Begründung eines öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnisses.

Bewerbungen für den besonderen Zugang zum Vorbereitungsdienst sind nur schriftlich und nur nach Ausschreibung möglich. Diese Plätze werden ausschließlich als Sondermaßnahme ausgeschrieben und sind u.a. abhängig von:

  • freien Ausbildungskapazitäten und
  • dem Bedarf, der sich perspektivischen aus der notwendigen Abdeckung des Unterrichts ergibt, erwartungsgemäß für das Lehramt für die Sekundarstufen I und II (allgemeinbildende Fächer) mit einer Schwerpunktbildung auf die Sekundarstufe I, Lehramt für die Sekundarstufe II (berufliche Fächer) sowie Lehramt für Förderpädagogik.

Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger, die aufgrund ihres nicht lehramtsbezogenen Studiums die erforderlichen fachwissenschaftlichen oder künstlerischen Kenntnisse in nur einem Fach nachweisen können, müssen – um die Voraussetzungen für den besonderen Zugang zum Vorbereitungsdienst zu erfüllen – ein zweites Fach studieren.

Ausschreibung für Seiteneinsteiger

Bewerbung bis 8. Juli 2018:

Ausschreibung für die Einstellung von Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen ohne lehramtbezogenen Studienabschluss in den Vorbereitungsdienst für Lehrämter des Landes Brandenburg zum 01.02.2019

Um stets auf dem aktuellen Stand von Ausschreibungen zu sein, empfiehlt es sich, den Amsblatt-Newsletter des MBJS bestellen. Er wird umgehend nach Erscheinen per Mail zugesandt.

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Voraussetzung für den besonderen Zugang zum Vorbereitungsdienst

Voraussetzung für den besonderen Zugang zum Vorbereitungsdienst für ein Lehramt ist ein einschlägiger nicht lehramsbezogener  Hochschulabschluss (Master, Magister, Diplom). Ein Bachelorabschluss, der Abschluss einer Berufsausblidung oder Meisterprüpfung ist nicht ausreichend. 

Dabei müssen die Inhalte des absolvierten Studiums im Wesentlichen den fachwissenschaftlichen Anteilen eines lehramtsbezogenen Studiums für zwei Fächer entsprechen (im ersten Fach in der Regel drei Viertel, im zweiten Fach in der Regel die Hälfte). Dies bedeutet, dass die gesamte Breite eines Lehramtsstudiums (abgesehen von der Didaktik) auch in den absolvierten Studien der Bewerber für den Vorbereitungsdienst enthalten sein muss. Dies lässt sich anhand der Fachprofile der Lehrerbildung, die von der Kultusministerkonferenz (KMK) veröffentlicht wurden, nachvollziehen. Dabei ist jeweils durch den Vergleich des absolvierten Studiums mit den Fachprofilen der Lehrerbildung zu prüfen, ob in den in den beiden Fächern die gesamte Breite eines Lehramtsstudiums abgebildet wird.

  • Beispiel Mathematik: Wenn ein ausschließliches Studium von Algebra im absolvierten Studium vorliegt, aber keine fachwissenschaftlichen Leistungen in Geometrie, Analysis, Stochastik und in der angewandten Mathematik, entspricht das absolvierte Studium nicht der Breite eines Lehramtsstudiums im Fach Mathematik.
  • Beispiel Deutsch: Wenn ausschließlich fachwissenschaftliche Leistungen in der Sprachwissenschaft vorliegen, aber keine in der Literaturwissenschaft, entspricht das absolvierte Studium nicht der Breite eines Lehramtsstudiums im Fach Deutsch.

Folgende Anlagen können für die Analyse genutzt werden:
Anlage 1 Angaben zum Hoch- oder Fachhochschulabschluss
Anlage 1.1 Zuordnung zum beantragten 1. Fach
Anlage 1.2 Zuordnung zum beantragten 2. Fach
Anlage 1.3 Zuordnung Promotion
Fachprofile der Lehrerbildung (KMK-Beschluss)

Für den Umfang Ihres Studiums gelten folgende Richtwerte, die nicht unterschritten werden sollten, bei einer Bewerbung für das:

Lehramt für die Sekundarstufen I und II mit der Schwerpunktbildung auf die Sekundarstufe I:
im ersten Fach ca. 54 Leistungspunkte (36 Semesterwochenstunden) und
im zweiten Fach ca. 36 Leistungspunkte (24 Semesterwochenstunden).

Lehramt für die Sekundarstufe I und II mit der Schwerpunktbildung auf die Sekundarstufe II:
im ersten  Fach ca. 61 Leistungspunkte (41 Semesterwochenstunden) und
im zweiten Fach ca. 41 Leistungspunkte (27 Semesterwochenstunden).

Lehramt für Förderpädagogik

  • für das allgemeinbildende Fach,
    - wenn es als Erstfach angegeben wurde ca. 54 Leistungspunkte (36 Semesterwochenstunden
    - wenn es als Zweitfach angegeben wurde ca. 36 Leistungspunkte (24 Semesterwochenstunden).
  • für das Fach Förderpädagogik, inkl. der allgemeinen Förder- und Inklusionspädagogik und zwei sonderpädagogischer Fachrichtungen,
    - wenn es als Erstfach angegeben wurde ca. 90 Leistungspunkte (60 Semesterwochenstunden), wovon ca. 30 Leistungspunkte (20 Semesterwochenstunden) auf die allgemeine Förder- und Inklusionspädagogik sowie insgesamt ca. 60 Leistungspunkte (40 Semesterwochenstunden) auf die zwei sonderpädagogischen Fachrichtungen entfallen
    - wenn es als Zweitfach angegeben wurde ca. 60 Leistungspunkte (40 Semesterwochenstunden), wovon ca. 20 Leistungspunkte (13 Semesterwochenstunden) auf die allgemeine Förder- und Inklusionspädagogik sowie insgesamt ca. 40 Leistungspunkte (27 Semesterwochenstunden) auf die zwei sonderpädagogischen Fachrichtungen entfallen.

 Lehramt für die Sekundarstufe II (berufliche Fächer)

  • für das berufliche Fach,
    - wenn es als Erstfach angegeben wurde ca. 68 Leistungspunkte (45 Semesterwochenstunden)
    - wenn es als Zweitfach angegeben wurde ca. 45 Leistungspunkte (30 Semesterwochenstunden)
  • für ein weiteres allgemeinbildendes Fach,
    - wenn es als Erstfach angegeben wurde ca. 68 Leistungspunkte (45 Semesterwochenstunden)
    - wenn es als Zweitfach angegeben wurde ca. 45 Leistungspunkte (30 Semesterwochenstunden).
Antragsunterlagen für den besonderen Zugang zum Vorbereitungsdienst

Der Bewerbung sind folgende Antragsunterlagen beizufügen:

  1. Zeugnis des Diploms, Magisters oder Masters (beglaubigte Kopie, beglaubigte Übersetzung bei ausländischen Abschlüssen),
  2. dem Abschluss (den Abschlüssen) zugehörige Studienordnung(en),
  3. Angaben zur universitären Hochschulprüfung  bzw. zur Fachhochschulprüfung (Anlagen 1  bis 1.3 der Bewerbungsunterlagen),
  4. Diploma-Supplement, Nachweise für besuchte Lehrveranstaltungen aus dem Studienbuch, Vorlesungsscheine, Bestätigungen etc. (Kopie),
  5. Lebenslauf mit Unterschrift,
  6. von Bewerberinnen und Bewerbern, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines anderen EU-Mitgliedsstaates besitzen, sind vorzulegen
    • amtlich beglaubigte Kopie des Passes und
    • gültiger Aufenthaltstitel,
  1. Abiturzeugnis (beglaubigte Kopie),
  2. Erklärung Gesundheitszustand (Anlage 2 der Bewerbungsunterlagen) sowie
  3. Erklärung zu Straf- und Ermittlungsverfahren (Anlage 3 der Bewerbungsunterlagen)

Ansprechpartner für Fragen zum Bewerbungsverfahren ist Herr Michael Schönfelder, Tel.: (0331) 866-3638, E-Mail: michael.schoenfelder@mbjs.brandenburg.de.

Anlagen zu den Antragsunterlagen:
Anlage 1 Angaben zum Hoch-/FH-Abschluss
Anlage 1.1 Zuordnung zum beantragten 1. Fach
Anlage 1.2 Zuordnung zum beantragten 2. Fach
Anlage 1.3 Zuordnung Promotion
Anlage 2 Selbstauskunft zur gesundheitlichen Eignung
Anlage 3 Selbstauskunft über anhängige Straf- oder Ermittlungsverfahren



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