Ferienangebote für Kinder und Jugendliche – und ganz nebenbei auch was lernen

In den Ferien Spaß haben und gleichzeitig etwas lernen. Aber auch Eltern entlasten, die pandemiebedingt ihre Kinder wochenlang zu Hause betreut und beim Lernen unterstützt haben. Das sind die Ziele der Sommerferienangebote für Kinder und Jugendliche, die das Jugendministerium mit insgesamt 2,7 Millionen Euro finanziell fördert. Sie stehen allen Kindern und Jugendlichen aus Brandenburg ab dem sechsten Lebensjahr offen. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass viele Familien in diesem Jahr keinen gemeinsamen Urlaub mit ihren Kindern verbringen können und einen erhöhten Betreuungsbedarf haben.

Bildungs- und Jugendministerin Britta Ernst: „Es gibt tolle Ferienangebote für Kinder und Jugendliche, darunter für die, die sich für Natur und Technik interessieren, Ökologie und Umweltschutz, Sprachen, Fotografie oder Kunst. Hunderte Lehrkräfte und Lehramtsstudierende unterstützen dabei freiwillig die freien Träger der Kinder- und Jugendarbeit. Ich danke allen, die hier mitmachen, für ihr Engagement. Und den Eltern rate ich, fragen Sie bei Ihrem Jugendamt nach, was in Ihrer Region angeboten wird!“

Naturwissenschaftlich-technisch interessierte Kinder und Jugendliche können beispielsweise mit Wasser und seinen verschiedenen Aggregatzuständen experimentieren und eine Wasserreinigungsanlage nachbauen. Künstlerisch-technisch Interessierte lernen die Fotografie als kreative Ausdrucksmöglichkeit kennen, erfahren aber auch etwas über die mathematisch-physikalischen Grundlagen. Sprachlich-gesellschaftswissenschaftlich Interessierte können ihre Fremdsprachenkenntnisse – vor allem Englisch – vertiefen, sich mit der Geografie der Mutterländer der und darüber hinaus Europas auseinandersetzen und sich auch politisch-ethischen Fragen stellen.

Eltern erfahren bei ihrem örtlichen Jugendamt, welche Angebote es in Ihrer Region gibt oder fragen direkt bei Trägern der Kinder- und Jugendarbeit nach. Bisher gibt es für geschätzt rund 3.000 Kinder und Jugendliche Ferienangebote, darunter für etwa 1.200 in landesweit arbeitenden Einrichtungen wie Jugendbildungszentren und rund 1.800 von regional arbeitenden Trägern der Kinder-und Jugendarbeit. Diese Ferienangebote können sowohl im Rahmen von Ferienfahrten mit Übernachtungen unterbreitet werden als auch im Rahmen der ohnehin stattfindenden Ferienangebote ohne Übernachtung. Die Förderung erfolgt entsprechend den Regelungen der Richtlinie zur Förderung der Jugendbildung und Jugendbegegnung im Land Brandenburg vom 10. Januar 2020.

Freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe sowie Veranstalter können diese Förderung beim zuständigen Jugendamt bzw. beim Jugendministerium noch bis Ferienende (auch nachträglich) beantragen. Sie können folgende Förderung erhalten:

  • Angebote mit Übernachtungen werden mit Festbeträgen in Höhe von 30 Euro je Tag und teilnehmender Person für höchstens 10 Tage gefördert, wenn das Programm bzw. das Konzept einen Umfang von mindestens 6 Stunden pro Tag für Jugendarbeit vorsehen.
  • Angebote ohne Übernachtung im Umfang von mindestens 6 Stunden können mit Festbeträgen in Höhe von 12 Euro je Tag und teilnehmender Person für höchstens 10 Tage gefördert werden.

Für Angebote in der Region bekommen die Jugendämter die Förderung als Zwischenempfänger für die Träger in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich. Landesweit tätige Träger wie etwa Jugendbildungsstätten werden direkt durch das Jugendministerium gefördert.


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