Unbesetzte Stellen suchen Azubis – Ministerin Ernst und Minister Steinbach diskutierten im OSZ II in Cottbus

Am 3. September 2020 haben Bildungsministerin Britta Ernst und Wirtschaftsminister Jörg Steinbach gemeinsam das Oberstufenzentrum II des Landkreises Spree-Neiße in Cottbus besucht. Sie diskutierten vor dem Hintergrund offener Ausbildungsstellen über die Attraktivität der dualen Ausbildung mit Auszubildenden, Vertreterinnen und Vertretern der Schule und des Berufsschullehrerverbandes, der Kammern sowie dem zuständigen Schulrat.  Im Zentrum der Diskussion stand die Frage: Wie kann man mehr Jugendliche für den Weg einer Ausbildung begeistern?

Obwohl das Ausbildungsjahr bereits begonnen hat, bestehen noch gute Chancen, eine Lehrstelle zu bekommen. Laut Agentur für Arbeit suchen derzeit noch 4.000 Jugendliche in Brandenburg einen Ausbildungsplatz – dem gegenüber stehen 4.700 unbesetzte Stellen.

Bildungsministerin Britta Ernst: „Die duale Ausbildung ist ein attraktiver Weg in die berufliche Zukunft, der auch weitere Möglichkeiten bis hin zum Studium öffnet. Oberstufenzentren als berufliche Schulen sind starke Partner in der dualen Ausbildung. Sie ist nach wie vor der Königsweg zur Fachkräftesicherung, um den uns viele andere Länder beneiden. Die Qualität der beruflichen Ausbildung nimmt eine Schlüsselrolle in der Weiterentwicklung des Landes und seiner Regionen ein.“

Wirtschaftsminister Jörg Steinbach: „Trotz der derzeit wirtschaftlich angespannten Lage kümmern sich viele Unternehmen darum, ihren Fachkräftebedarf zu sichern – und das ist gut und richtig so. Denn wer dieses wichtige Thema jetzt aus dem Blick verliert, wird es schwerer haben, nach der Krise wieder durchzustarten. Vor dem Hintergrund des sich verstärkenden Fachkräftebedarfs tun alle Betriebe gut daran, vorausschauend zu denken und ihr Ausbildungsengagement weiter aufrechtzuerhalten. Und: Wir alle tragen Verantwortung dafür, unserer Jugend eine berufliche und damit auch eine Lebensperspektive in Brandenburg aufzuzeigen.“

Damit die hohe Qualität der Ausbildung erhalten bleibt, müssen alle Akteure rund um die Ausbildung zusammenarbeiten – vor allem, weil sich die Anforderungen in den Berufen aufgrund des digitalen Wandels schnell verändern. Die Berufsschule und der Ausbildungsbetrieb bilden ein perfektes Duo, damit die Qualität in der Ausbildung gesichert ist. Das gilt auch für das Oberstufenzentrum II des Landkreises Spree-Neiße in Cottbus. Durch die professionelle Kommunikation mit allen Ausbildungspartnern wird die Region in der Bildungslandschaft durch das Oberstufenzentrum gestärkt. Das Oberstufenzentrum II des Landkreises Spree-Neiße setzt das Potential der Digitalisierung zielgenau in der Arbeit mit den Auszubildenden ein.

Für eine attraktive Ausbildung werden im Land zahlreiche Maßnahmen eingeleitet. Dazu gehören Ausbau der Berufsorientierung, die Gewinnung von Studienabbrechern für die duale Berufsausbildung, die Stärkung der Durchlässigkeit zwischen Berufs- und Hochschulausbildung oder die Förderung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der dualen Berufsausbildung. Auch neue zukunftsweisende Ausbildungsberufe werden ausgebildet und Ausbildungsordnungen den neuen Anforderungen und Technologien auf dem Arbeitsmarkt angepasst.

Hintergrundinformationen:
An den 25 Oberstufenzentren im Land Brandenburg werden insgesamt 43.223 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Die duale Berufsausbildung bildet den Hauptbestandteil der beruflichen Bildung. Im schulischen Teil der dualen Ausbildung am OSZ werden etwa 61 Prozent aller Schülerinnen und Schüler (26.409) der beruflichen Bildungsgänge unterrichtet. 39 Prozent besuchen andere berufliche Bildungsgänge am OSZ, so zum Beispiel eine Berufsfachschule und Fachoberschule.

Am Oberstufenzentrum II des Landkreises Spree-Neiße lernen zurzeit 1.428 Schülerinnen und Schüler, davon 1.370 an der Berufsschule. Ausbildungsbereiche sind Agrarwirtschaft (Landwirt/-in), Ernährung/Gastgewerbe (Bäcker/-in, Fleischer/-in, Koch/Köchin, Restaurantfachmann/-frau, Hotelfachmann/-frau), Gesundheit/Körperpflege (Friseur/-in, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r) und Wirtschaft/Verwaltung (Bankkaufmann/Bankkauffrau, Industriekaufmann/-frau, Kaufmann/-frau für Büromanagement, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel, Kaufmann/Kauffrau für Dialogmarketing, Sozialversicherungsfachangestellte/r, Steuerfachangestellte/r, Verwaltungsfachangestellte/-r).


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