Bildungschancen für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler verbessern – „Schule macht stark“ startet in Brandenburg

Mit Beginn des Jahres ist die Bund-Länder-Initiative „Schule macht stark“ gestartet. Ziel ist es, die Bildungschancen von sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern zu verbessern. In Brandenburg findet heute die Kick-off-Veranstaltung der Modellregion Uckermark-Barnim in Angermünde statt.

Bildungsministerin Britta Ernst: „Ich freue mich, dass in dieser schwierigen Zeit die gemeinsame Bund-Länder-Initiative ‚Schule macht stark‘ gestartet ist. Sie bietet große Potenziale für Schulen in herausfordernden Lagen. Ich möchte zugleich alle Schulen über den Start der Initiative in Brandenburg informieren und weitere Akteure dazu einladen, den herausfordernden Weg gemeinsam zu gehen, um Schulen in sozial schwierigen Lagen zu unterstützen. An dieser Stelle möchte ich die Kooperations- und die Veränderungsbereitschaft der Modell-Schulen besonders hervorheben. Denn sie sind trotz der bestehenden Herausforderungen und hoher Arbeitsbelastungen bereit, Vorreiter im Land Brandenburg zu sein und mit der Wissenschaft zusammenzuarbeiten, um wirksame Lösungen zu entwickeln und diese mit möglichst vielen weiteren Schulen zu teilen.“

In Brandenburg startet die Initiative zunächst an sechs Schulen in einer Modellregion in den Landkreisen Uckermark und Barnim. Es sind die Karl-Sellheim-Schule in Eberswalde (Oberschule mit Grundschule und Schule für „Gemeinsames Lernen“), Oberschule am Rollberg (Oberschule mit Grundschule) und Schule im Nibelungenviertel (Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“) in Bernau, Oberschule „Carl Friedrich Grabow“ in Prenzlau (Oberschule mit Grundschule) sowie die Dreiklang-Oberschule und die Grundschule "Bertold Brecht" in Schwedt/Oder. Im August 2019 hat das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) mit den beiden Landkreisen eine Absichtserklärung zu einer besseren Zusammenarbeit bei der Schul- und Unterrichtsentwicklung unterzeichnet. Deshalb stehen die Chancen gut, die beteiligten Schulen engmaschig zu unterstützen und die Vernetzung im Sozialraum zu erproben, damit viele weitere Schulen von den gewonnenen Erkenntnissen aus der Modellregion später profitieren können.

Hintergrund:
Ziel der Initiative ist es, die Bildungschancen von sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern zu verbessern. Dafür stellen der Bund und die Länder zu gleichen Teilen insgesamt 125 Millionen Euro zur Verfügung. Die auf zehn Jahre angelegte Initiative ist in zwei Phasen zu je fünf Jahren gegliedert. Der Landesanteil wird über den Königsteiner Schlüssel errechnet, auch der Anteil der beteiligten Schulen. Das Bildungsministerium (MBJS) stellt in diesem Rahmen den teilnehmenden Schulen Ressourcen zur Verfügung, um sie vor allem im Bereich der Schul- und Unterrichtsentwicklung zu unterstützen. Damit werden nicht schablonenhafte Maßnahmen finanziert, sondern passgenaue Lösungen und Ideen der Schulen unterstützt.

In der 1. Phase der Initiative liegt der Schwerpunkt auf Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie Vernetzung der Schulen miteinander und in ihrem Sozialraum Bundesweit nehmen 200 Schulen an der 1. Phase teil. Sie erarbeiten und erproben mit wissenschaftlicher Unterstützung Konzepte und Strategien, die in der 2. Phase auf weitere Schulen übertragen werden. Die Schulen werden vom durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten Forschungsverbund „Schule macht stark – SchuMaS“ begleitet. Ziel der Begleitung und praxisnaher Forschung ist die Förderung sprachlicher und mathematischer Basiskompetenzen, des sozialen Lernens und der Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler. Forschende werden an die beteiligten Schulen herantreten und mit der Erhebung der Ausgangslage beginnen. Der Start der Umsetzung in den Schulen ist im August 2021.


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