Bundesweit einzigartig und erfolgreich: Additives Abitur an der Sportschule Potsdam

Die Potsdamer Sportschule „Friedrich Ludwig Jahn“ hat den Schulversuch „Additives Abitur“ erfolgreich abgeschlossen. Damit darf die Eliteschule des Sports diese variable Schullaufbahn in der gymnasialen Oberstufe bis hin zum Abitur ausgewählten Schülerinnen und Schülern dauerhaft anbieten. Sie vereinbart auf innovative Weise schulische und sportliche Erfolge und ist in der deutschen Schullandschaft einzigartig.

Bildungsministerin Britta Ernst bedankt sich bei der Schulleitung und dem Kollegium für die engagierte Arbeit: „Sie haben jungen leistungssportorientierten Schülerinnen und Schülern eine bessere Vereinbarkeit von schulischer Ausbildung und leistungssportlicher Karriere eröffnet. Ich wünsche der Eliteschulde des Sports weiterhin viel Erfolg und den jungen Sportlerinnen und Sportlern internationale spitzensportliche Erfolge.“

Additives Abitur heißt: Den Schülerinnen und Schülern mit einer leistungssportlichen Entwicklungsperspektive der Sportschule Potsdam wird eine besondere Schullaufbahn in der gymnasialen Oberstufe angeboten, die schulische und sportliche Erfolge vereinbar macht, auf die Trainingserfordernisse sowie die Teilnahme an nationalen und internationalen Wettkämpfen reagiert und gleichzeitig den Erwerb der allgemeinen Hochschulreife (Abitur) ermöglicht. Um dieses Ziel zu erreichen, sind variable Schullaufbahnen notwendig, ausgerichtet an den unterschiedlichen Belastungsphasen der Schülerinnen und Schüler durch Training und Wettkampfhöhepunkte, Konzentration auf die Schule und/oder den Sport je nach Notwendigkeit.

  • Der Fächerkanon kann in jeweils einem Schulhalbjahr durch modulare Wochenstundenzahlen angepasst werden.
  • Die Qualifikationsphase im Rahmen des Additiven Abiturs umfasst in der Regel sechs Schulhalbjahre (drei Schuljahre). Einführungs- und Qualifikationsphase umfassen hier in der Regel vier Schuljahre (Ausnahme sind fünf Schuljahre). Die Brückenfunktion der Einführungsphase bleibt uneingeschränkt erhalten.
  • Die Fächer und Kurse werden in Unterrichtsstunden umgerechnet und in vollem Umfang erteilt. Dazu wird der Unterricht im Halbjahr in Modulen erteilt. Die notwendige Pflichtstundenzahl ergibt sich am Ende aus der Addition aller Unterrichtsstunden.
  • Die vier/fünf Abiturprüfungen bilden nicht den Abschluss der gymnasialen Oberstufe, sondern erfolgen nach erfolgreicher Beendigung der Qualifikationsphase des jeweiligen Prüfungsfaches mit Erreichen der Pflichtstundenzahl am Ende des ersten, zweiten oder dritten Schuljahres der Qualifikationsphase.

Der Schulversuch hat gezeigt: Die Abiturergebnisse der am Additiven Abitur teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sind mit denen der übrigen Schülerinnen und Schüler an der Sportschule gleichauf. Sie sind zudem zufriedener als die übrigen Schülerinnen und Schüler der Sportschule. Diese Zufriedenheit gründet auf der Ausgewogenheit von schulischen und sportlichen Anforderungen.

Hintergrund:
Der Schulversuch dauerte acht Jahre, endete mit der Vorlage eines Abschlussberichts und der Feststellung durch das Bildungsministerium (MBJS), dass der Schulversuch erfolgreich abgeschlossen wurde. Er wurde seinerzeit auf Grundlage des Beschlusses „Durchführung von Schulversuchen und gegenseitige Anerkennung von entsprechenden Abschlüssen“ der Kultusministerkonferenz (KMK) beantragt und ihm seitens der KMK zugestimmt.


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