Großer Erfolg für Brandenburger Schülerinnen und Schüler beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Der 2. Bundespreis des Geschichtswettbewerbs geht an Schülerinnen und Schüler der Beruflichen Schule Eberswalde und der Evangelischen Schule Neuruppin für ihr gemeinsames Dokumentarfilm-Projekt „Fußball in Gefangenschaft ­– Football en captivité“.

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich zum Thema des Geschichtswettbewerbs „Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft“ mit Fußball unter französischen Kriegsgefangenen während des Zweiten Weltkriegs. Dazu befragten sie Historiker und Zeitzeuginnen, recherchierten in Archiven und Museen und studierten Fachliteratur. Der Dokumentarfilm zeigt: Für viele Inhaftierte im größten Kriegsgefangenenlager Brandenburgs Stalag III wurde der Sport zur Flucht aus dem harten Lageralltag. Die Lagerbetreiber ließen die Gefangenen gewähren, machten dabei jedoch große Unterschiede. Während es den französischen Kriegsgefangenen erlaubt war, sich in Mannschaften zu organisierten, war den sowjetischen Gefangenen der Zugang zum Sport untersagt.

Bildungsministerin Britta Ernst würdigt den engagierten Einsatz der Schülerinnen und Schüler aus Eberswalde und Neuruppin: „Wer die Geschichte kennt, kann die Gegenwart besser verstehen. Es ist eine großartige Leistung, dass Brandenburger Schülerinnen und Schüler den 2. Bundespreis errungen und so erfolgreich beim Bundeswettbewerb abgeschnitten haben. Ich gratuliere ihnen, ihren Lehrkräften und den Tutorinnen und Tutoren herzlich.“

Bundesweit gingen über 3.400 Schülerinnen und Schüler auf historische Spurensuche, darunter 81 Brandenburger Schülerinnen und Schüler mit insgesamt 32 Projekten. Auf Landesebene wurden je sechs Landessiege und Förderpreise vergeben. Die landesbeste Schule war das Christa-und-Peter-Scherpf-Gymnasium Prenzlau (Uckermark).

Hintergrund:
Die Hamburger Körber-Stiftung und das Bundespräsidialamt richten seit 1973 den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten aus. Dieser größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland will bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte wecken, Selbstständigkeit fördern und Verantwortungsbewusstsein stärken. Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist Gründungsmitglied des europäischen Geschichtsnetzwerks EUSTORY und der Arbeitsgemeinschaft bundesweiter Schülerwettbewerbe.


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