Sprache und Begegnung: Brandenburg und Großpolen erneuern ihre Bildungs-Kooperation

Minister Gordon Hoffmannn©Kathleen Friedrich

Die Wojewodschaft Wielkopolska und das Land Brandenburg setzen ihre gute Zusammenarbeit im Bereich Bildung und Jugend fort. Das besiegeln die Partner heute mit einem gemeinsamen Arbeitsplan für die Jahre 2026 bis 2029. Er soll Fremdsprachenunterricht, Schulpartnerschaften und weitere Begegnungsmöglichkeiten stärken. Bildungsminister Gordon Hoffmann reist zur Unterzeichnung der Vereinbarung nach Poznań.

Bildungsminister Gordon Hoffmann: „Polen und Deutsche sind Nachbarn und Freunde im Zentrum Europas. Dafür stehen auch mehr als 20 Jahre Bildungszusammenarbeit zwischen Wielkopolska und Brandenburg. Gute Partnerschaften leben von persönlichen Begegnungen und gemeinsamen Vorhaben. Der gemeinsame Arbeitsplan schafft für vier weitere Jahre einen verlässlichen Rahmen, damit sich Schülerinnen und Schüler kennenlernen und Lehrkräfte in beiden Ländern tätig sein können. Gerade für den Polnisch-Unterricht an Brandenburger Schulen erhoffe ich mir Impulse.“ 

Die Kooperation im Bereich Bildung und Jugend fußt auf der Gemeinsamen Erklärung über die Zusammenarbeit zwischen dem Land Brandenburg und der Woiwodschaft Wielkopolska vom 25. April 2003. Gemeinsame Maßnahmen vereinbaren die Partner seit 2004 in immer wieder aktualisierten Arbeitsplänen. Der neue Arbeitsplan enthält z.B. den Erhalt und Ausbau von Schulpartnerschaften – derzeit pflegen 26 Schulen in Brandenburg Partnerschaften mit Schulen in Wielkopolska – sowie die Möglichkeit, als Gastschülerin oder Gastschüler eine Schule in der Partnerregion zu besuchen. Ein weiteres gemeinsames Anliegen ist die Förderung von Deutsch und Polnisch als Fremdsprachen an den Schulen. Die Wojewodschaft Wielkopolska will den Polnisch-Unterricht an Brandenburger Schulen unterstützen und z.B. Studierende als Fremdsprachenassistentinnen und -assistenten werben. Darüber hinaus wollen die Partner Möglichkeiten für Lehrkräftefortbildungen, gegenseitige Besuche und Unterrichtsbeobachtungen nutzen und die Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung weiterentwickeln. 

Der Arbeitsplan ist eine Willens- und Partnerschaftserklärung, die Einzelmaßnahmen stehen unter dem Vorbehalt verfügbarer personeller und finanzieller Mittel. Die Partner wollen EU-Bildungsprogramme und weitere externe Mittel zur Weiterentwicklung der Kooperation nutzen. An der Ausarbeitung und Umsetzung wirken das Brandenburger Bildungsministerium sowie das Marschallamt der Woiwodschaft Wielkopolska, das Bildungskuratorium und die Stadt Poznań auf polnischer Seite mit. Minister Hoffmann wird bei seiner Reise von einer kleinen Delegation mit Vertretern aus Schule, der Schulaufsicht und des Brandenburger Partnerschaftsbeauftragten für Polen von der Bildungs- und Begegnungsstätte Schloss Trebnitz begleitet.  

 

 


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