Wie schmeckt die Welt? Minister Hoffmann forscht mit Kita-Kindern zu Ernährung und Geschmack
Ein Biss in die Zitrone, ein überraschtes Gesicht und schon begann das Forschen. Beim Besuch in der Kita Kinderland in Strausberg gingen Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann und Dr. Tobias Ernst, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kinder forschen, gemeinsam mit den Kindern Fragen rund um Geschmack und Ernährung auf den Grund. Dabei wurde deutlich, wie aus alltäglichen Erfahrungen spannende Forschungsfragen entstehen und warum Kinder Freiräume brauchen, um selbst zu entdecken, auszuprobieren und Zusammenhänge zu verstehen.
Sauer, süß oder bitter? Beim Experimentieren mit Zitronen und anderen Lebensmitteln erkundeten die Kinder der Kita Kinderland in Strausberg ihren Geschmackssinn. Gemeinsam mit Gordon Hoffmann, Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Dr. Tobias Ernst, Vorstand der Stiftung Kinder forschen, und Mirko Lange von der IHK-Projektgesellschaft mbH Ostbrandenburg gingen sie der Frage nach, wie unsere Sinne Geschmack wahrnehmen und was sich durch genaues Beobachten und Ausprobieren herausfinden lässt. Anlass des Besuchs war die bundesweite Aktion MINTmachtage 2026 unter dem Motto „Sag mal Aaaah! Gesund in die Zukunft“.
"Kinder sind von Natur aus neugierig. Sie wollen wissen, warum Dinge so sind, wie sie sind, und ihre Umwelt mit allen Sinnen entdecken. Genau diese Neugier müssen wir von Anfang an fördern. Wenn Kinder selbst ausprobieren, beobachten und Fragen stellen dürfen, lernen sie nicht nur etwas über ihre Umwelt. Sie entwickeln auch Selbstvertrauen, Kreativität und Freude am Lernen. Dafür brauchen wir gut ausgebildete pädagogische Fachkräfte, die Kinder auf diesem Weg begleiten und ihnen Raum für eigene Entdeckungen geben. Die Stiftung Kinder forschen leistet dazu einen wertvollen Beitrag", sagte Jugendminister Gordon Hoffmann.
Forschen im Kita-Alltag: Kinder entdecken ihre Welt
Die Stiftung Kinder forschen, Initiatorin der MINTmachtage, setzt sich seit 2006 dafür ein, Kinder schon früh für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik und Nachhaltigkeit zu begeistern. Beim gemeinsamen Forschen stehen die Fragen und Beobachtungen der Kinder im Mittelpunkt. Sie probieren aus, vergleichen ihre Eindrücke und tauschen sich darüber aus, was sie entdecken. Solche Situationen bieten viele Anlässe, die eigene Wahrnehmung zu schärfen, neue Begriffe kennenzulernen und Zusammenhänge zu erkunden. Zugleich erleben die Kinder, dass ihre Ideen und Fragen ernst genommen werden.
„Damit Kinder ihre Fragen verfolgen und eigene Antworten finden können, brauchen sie Erwachsene, die ihnen etwas zutrauen und sie beim Forschen gut begleiten. Als Stiftung Kinder forschen unterstützen wir pädagogische Fachkräfte dabei, die Interessen der Kinder aufzugreifen und daraus Lerngelegenheiten zu gestalten. Gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern bringen wir dieses Wissen in die Praxis – damit entdeckendes und forschendes Lernen für möglichst viele Kinder zum Kita-Alltag gehört“, sagte Dr. Tobias Ernst, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kinder forschen.
Die Kita Kinderland ist bereits drei Mal von der Stiftung Kinder forschen als „Haus, in dem Kinder forschen“ zertifiziert. Sie wird vom Verein für menschliche Hilfe in Strausberg und Umgebung e. V. getragen. Für den Träger ist es wichtig, Kindern im Kita-Alltag Raum für eigene Interessen und unterschiedliche Lernwege zu geben.
„Kinder lernen nicht alle auf die gleiche Weise – und jedes Kind bringt eigene Fragen, Erfahrungen und Interessen mit. Uns ist wichtig, dass sie im Kita-Alltag die Möglichkeit haben, diesen Interessen nachzugehen und sich mit ihren Ideen einzubringen. Das gemeinsame Forschen schafft dafür viele Gelegenheiten: Kinder tauschen sich aus, hören einander zu und erleben, dass ihre Beobachtungen wichtig sind“, sagte Stephanie Engelmann, Leiterin der Kita Kinderland in Strausberg.
Bundesweites Fortbildungsangebot zum entdeckenden und forschenden Lernen
Damit pädagogische Fachkräfte solche Lerngelegenheiten gestalten können, unterstützt die Stiftung Kinder forschen sie mit einem bundesweiten Fortbildungsangebot. In Zusammenarbeit mit lokalen Netzwerkpartnern werden die Angebote in die Regionen getragen. In Ostbrandenburg übernimmt diese Aufgabe die IHK-Projektgesellschaft mbH Ostbrandenburg. Sie ist seit September 2009 Netzwerkpartner der Stiftung und unterstützt Kitas, Horte und Grundschulen dabei, entdeckendes und forschendes Lernen in ihren Alltag zu integrieren.
„Gute frühe Bildung ist eine wichtige Grundlage für die Zukunft unserer Region. Damit forschendes Lernen in den Kitas gelingt, braucht es engagierte pädagogische Fachkräfte und verlässliche Partner, die sie in ihrer Arbeit unterstützen. Als Netzwerkpartner der Stiftung Kinder forschen begleiten wir Einrichtungen in Ostbrandenburg dabei, das Entdecken und Forschen im Alltag zu verankern. So stärken wir gemeinsam die Bildungslandschaft vor Ort und schaffen gute Voraussetzungen dafür, dass Kinder ihre Interessen und Fähigkeiten entwickeln können“, sagte Mirko Lange von der IHK-Projektgesellschaft mbH Ostbrandenburg.
Über die Stiftung Kinder forschen
Die gemeinnützige Stiftung Kinder forschen engagiert sich für gute frühe Bildung in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) – mit dem Ziel, Mädchen und Jungen stark für die Zukunft zu machen und zu nachhaltigem Handeln zu befähigen. Gemeinsam mit ihren Netzwerkpartnern vor Ort bietet die Stiftung bundesweit ein Bildungsprogramm an, das pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei unterstützt, Kinder im Kita- und Grundschulalter qualifiziert beim Entdecken, Forschen und Lernen zu begleiten. Die Stiftung Kinder forschen verbessert Bildungschancen, fördert Interesse am MINT-Bereich und professionalisiert dafür pädagogisches Personal. Partner der Stiftung sind die Siemens Stiftung, die Dietmar Hopp Stiftung und die Dieter Schwarz Stiftung. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Weitere Informationen auf der Website der Stiftung Kinder forschen.