Beeskow: Einweihung neuer Kita im Fontaneviertel  

Zwei Jungen bauen in der Kita einen hohen Blätterbaum.

Infrastrukturstaatssekretär Volker-Gerd Westphal war neben Bundesbauministerin Verena Hubertz und Bildungsminister Gordon Hoffmann bei der Eröffnung der neu gebauten Kita im Fontaneviertel dabei. Die Kita wird für Kinder vom Krippenalter bis zum Grundschulalter zur Verfügung stehen. Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hat das Vorhaben aus dem Städtebauförderprogramm mit rund 8,5 Millionen Euro (Bundes-/Landesanteil) unterstützt. Hinzu kommt der Anteil der Kommune in Höhe von rund 4,2 Millionen Euro. 

Staatssekretär Volker-Gerd Westphal sagte zur Kita-Einweihung: Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Sie brauchen Platz zum Toben, zum Spielen, Entspannen und Verweilen. Wie wichtig vor allem Kinder und Jugendliche für eine Stadt sind, zeigt sich auch in guten Bildungs- und Betreuungsangeboten. Gerne haben wir den Neubau mit Städtebaufördermitteln unterstützt. Das ist gut angelegtes Geld. In der neuen Kindertagesstätte werden fast 200 Kita- und Hortkinder betreut. Ich freue mich besonders darüber, dass die Kinder selbst an der Planung der Außenanlagen beteiligt worden sind. Die Kita ist barrierefrei und steht somit auch Kindern mit Einschränkungen zur Verfügung. Die Stadt Beeskow konnte mit Hilfe der Städtebaufördermittel die Stadtsanierung des historischen Stadtkerns in den vergangen 35 Jahren erfolgreich voranbringen, viele stadtbildprägende Gebäude sowie Straßen und Plätze wurden saniert. Insgesamt haben Bund und Land 68,3 Millionen Euro bereitgestellt. 

Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: „Die Entwicklung der Stadt Beeskow ist eine Erfolgsgeschichte. Seit 1991 sind rund 34 Millionen Euro Bundesfinanzhilfen geflossen. Damit wurde der Bahnhof saniert, sind tolle Spielplätze entstanden und Wohngebäude konnten modernisiert werden. Mit dem Bau der beeindruckenden neuen Kita wird die Stadt nun ein weiteres erfolgreiches Kapitel aufschlagen. Mit einer Unterstützung von rund acht Millionen Euro durch Bund und Land ist ein moderner inklusiver Bildungsort entstanden, mit hellen und großen Bewegungsräumen, einem schönen Außengelände und vielen Spielmöglichkeiten für die Kinder. Das ist gut investiertes Geld für die Zukunft der Menschen in Beeskow. Genau dafür steht auch die Städtebauförderung meines Ministeriums: Lebenswerte und klimaresiliente Städte und Gemeinden von morgen schaffen, in denen die Menschen gut zusammenleben können.“ 

Bildungsminister Gordon Hoffmann: „Heute ist ein besonderer Tag, denn hier entsteht mehr als eine neue Kita: Sie ist eine Zukunftswerkstatt, in der Kinder spielen, lernen und wachsen können. Bildung beginnt im Kindesalter und jedes Kind hat ein Recht auf beste Startchancen und individuelle Begleitung. Mit der Eröffnung setzen wir ein klares Zeichen, dass Bildung ab Tag 1 ein zentrales Anliegen ist, auch in Zeiten sinkender Geburtenraten. Als Land schaffen wir dafür mit der Kita-Personalverordnung und dem Kita-Gesetz gute Rahmenbedingungen. Ich danke allen, die diesen Tag möglich gemacht haben.“ 

Der Kitastandort liegt nördlich des historischen Stadtkerns. Der Neubau ist Teil der umfassenden Entwicklung des Fontaneviertels. Das Vorhaben soll dazu beitragen, das Quartier mit besonderem Entwicklungsbedarf nachhaltig zu stärken und seine Attraktivität als Wohn- und Lebensort zu erhöhen. Mit dem Neubau entsteht ein zeitgemäßer Bildungsort, der Kinder vom Krippenalter bis zum Übergang in die Grundschule begleitet – ein Bildungscampus der kurzen Wege. Der Neubau erfüllt hohe Anforderungen an Barrierefreiheit, Inklusion und Energieeffizienz und bietet moderne Räume für Kinder und pädagogische Fachkräfte sowie eine altersgerecht gestaltete Außenanlage. Kinder, Eltern und Fachpersonal wurden in Planung und Gestaltung einbezogen. Mit dem Neubau wird sich die Betreuungssituation in Beeskow deutlich verbessern. 

Die Kita „Benjamin Blümchen“ wird in den neuen Standort integriert. Die Fontane-Grundschule liegt unmittelbar daneben. Die Kita wird mit Schule, Aula und Turnhalle einen kleinen Bildungscampus bilden, sodass Einrichtungen gemeinsam genutzt werden können. Die enge Anbindung des Hortes der Grundschule sowie die Bündelung der Angebote unter einem Dach ermöglicht ein einheitliches Betreuungsumfeld von der Kita zur Schule. Es ist ein Kita- und Hortgebäude mit Platz für 192 Kinder (davon 60 Krippenplätze, 72 Kindergartenplätze und 60 Hortplätze) entstanden. 

Der eingeschossige, barrierefreie, u-förmige Neubau ist in drei Gebäudeflügel unterteilt, die den verschiedenen Altersgruppen (Krippe, Kita, Hort) zugeordnet und an die individuellen Bedürfnisse der Kinder angepasst sind. Das Gebäude umschließt einen Innenhof, der als Spiel- und Begegnungsort genutzt werden soll. Jede Gruppeneinheit besteht aus Hauptraum, Nebenraum (Schlafraum), Sanitäreinheit und Umkleide. Die Ecken des U-förmigen Baukörpers bzw. die Schnittstellen der drei Gebäudeflügel sind erhöhte Kopfbauten, die als gemeinschaftlich zu nutzende Essensräume und Multifunktionsräume dienen. Zusätzlich erhält jeder Altersbereich eigene Bewegungs- und Funktionsräume z. B. Werk-, Bastel- und Kreativräume. Ein gebäudeumlaufender Laubengang mit Dachüberstand sorgt für natürliche Beschattung und ermöglicht eine Nutzung der Außenanlage bei schlechtem Wetter. Die Außenanlagen wurden als mittelalterliches Dorf nach unterschiedlichen Themengebieten und mit altersgerechten Spiel- und Lernelementen gestaltet und ausgerüstet. 

Die Gesamtkosten des Vorhabens betrugen rund 16 Millionen Euro, wovon rund 8,5 Millionen Euro von Bund und Land aus den Städtebauförderprogrammen Soziale Stadt (STEP) und Sozialer Zusammenhang (SZH) bewilligt wurden. Die Stadt beteiligte sich mit Eigenmitteln in Höhe von 4,2 Millionen Euro. 

Die Stadt Beeskow wird bereits seit 1991 durch das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung sowie durch den Bund in unterschiedlichen Programmen der Städtebauförderung mit rund 68,3 Millionen Euro unterstützt. Der Schwerpunkt lag zu Beginn auf der Sanierung des historischen Stadtkerns mit seinen vielen Einzeldenkmalen, hervorzuheben ist die Sanierung der Sankt-Marien-Kirche und der Burg Beeskow. Hinzu kamen das Gebiet rund um den Bahnhof und den Luchgraben mit dem Schwerpunkt, die Lebensbedingungen für die Menschen nachhaltig zu verbessern und soziale Infrastruktur zu stärken.


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