Moderne Schwimmhallen: Potsdam erhält rund 440.000 Euro aus dem EFRE-Bäderprogramm

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Kommunen in Brandenburg erhalten Unterstützung, wenn sie ihre Bäder sanieren wollen. Dafür hat das Sportministerium (MBJS) die Förderrichtlinie im EFRE-Bäderprogramm erlassen. Die Stadtwerke der Landeshauptstadt Potsdam erhalten darüber rund 440.000 Euro für die energetische Modernisierung des Sport- und Freizeitbades „blu“. Sportminister Gordon Hoffmann übergab heute zusammen mit Kerstin Jöntgen, Vorständin der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), den Fördermittelbescheid an Torsten Wiegel, Sportbeigeordneter der Landeshauptstadt Potsdam, Stadtwerke-Geschäftsführer Monty Balisch und Ute Sello, Geschäftsführerin der Bäderlandschaft Potsdam (BLP).

Sportminister Gordon Hoffmann: „Hallen- und Freibäder sind enorm wichtig für das Sportland Brandenburg. Mit dem EFRE-Bäderprogramm helfen wir den Kommunen, ihre Hallenbäder energetisch auf den neuesten Stand zu bringen. Intakte Hallenbäder sind eine Voraussetzung, damit Brandenburger Kinder sicher Schwimmen lernen können. Zugleich leisten die Investitionen wichtige Beiträge zum Klimaschutz. Ich freue mich, dass die Landeshauptstadt Potsdam diese Ziele mit Unterstützung aus unserem Förderprogramm weiterhin verfolgen kann.“

Kerstin Jöntgen, Vorständin ILB: „Im kommenden Jahr feiert das ‚blu‘ sein zehnjähriges Jubiläum. Ich freue mich, dass wir die energetische Modernisierung schon jetzt mit rund 440.000 Euro fördern konnten. Zusammen mit einem weiteren Vorhaben, das wir derzeit mit dem Potsdamer Schwimmbad bearbeiten, sollen die aktuellen CO₂-Emissionen um ein Drittel gesenkt werden. Das ist ein starkes Signal für Klimaschutz, der Hand in Hand mit modernen öffentlichen Sport- und Freizeiteinrichtungen geht.“

Sportbeigeordneter Torsten Wiegel: „Die Potsdamer Bäder sind Orte für Schul- und Vereinssport, Gesundheitsförderung und generationenübergreifende Freizeitangebote. Mit dieser Förderung investieren wir in die Aufwertung und Zukunftsfähigkeit unserer öffentlichen Infrastruktur. Gleichzeitig zeigen wir, was wir gemeinsam als Land, Förderbank, Kommune und kommunale Unternehmen erreichen können. Dafür danke ich dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg und allen Beteiligten herzlich.“

Stadtwerke-Geschäftsführer Monty Balisch: „Schwimmbäder gehören zu den energieintensiven öffentlichen Freizeiteinrichtungen. Mit den EFRE-Fördermitteln haben wir gezielt in die Wärmedämmung der Großrutsche sowie in eine moderne Gebäudeleittechnik des ‚blu‘ investiert. Dadurch wollen wir Energieverbräuche senken, Ressourcen schonen und den CO₂-Ausstoß reduzieren. Jeder Euro, den wir künftig bei den Energiekosten einsparen, schafft zusätzliche Spielräume für die Qualität unseres Angebots für unsere Badegäste. Für diese Unterstützung bedanken wir uns herzlich.“

Das geförderte Projekt:

Das Sport- und Freizeitbad „blu“ ist ein wichtiger Bestandteil der Freizeit- und Sportinfrastruktur der Landeshauptstadt Potsdam. Stadtwerke und Bäderlandschaft verfolgen das ambitionierte Ziel, Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß des Bades deutlich zu reduzieren, um perspektivisch den Energieeffizienz-Standard „Effizienzhaus 40“ zu erreichen. Ein zentraler Baustein des Projekts ist die energetische Sanierung der Großwasserrutsche im Außenbereich des Familienbades. Eine hochwertige Wärme- und Schallschutzdämmung senkt die Wärmeverluste deutlich und verbessert die Energieeffizienz des Badbetriebs. Weiterhin vernetzt und optimiert eine moderne Gebäudeleittechnik Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Badewasser- und Beleuchtungstechnik sowie weitere technische Systeme. Eine intelligente Überwachung und Steuerung ermöglicht es, den Energieverbrauch zu senken, Betriebsabläufe zu optimieren und die Betriebssicherheit zu erhöhen.

Das EFRE-Bäderprogramm:

Der Europäische Fonds zur regionalen Entwicklung (EFRE) hat in der Förderperiode 2021 bis 2027 einen Fokus auf ein CO2-armes Europa durch Förderung von erneuerbaren Energien und von Investitionen in Energieeffizienz und Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Hallenbäder gelten in der Regel als energieintensive Sportstätten. Energetische Sanierungen sollen einen wichtigen Beitrag im Sinne der Klimaschutzziele leisten und zugleich dauerhaft den Schwimmsport in Brandenburg sichern. Das Förderprogramm richtet sich an Kommunen, die Träger von 35 der 46 Hallenbäder im Land Brandenburg sind. Gefördert werden die Fachplanung und Baubegleitung, die energieeffiziente Sanierung der Gebäudehülle, die Erneuerung der technischen Gebäudehülle sowie die Sanierung von Schwimmbecken in Verbindung mit energieeffizienten Maßnahmen. Insgesamt stehen hierfür 38 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Die maximale Förderquote beträgt 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Im Juli 2026 wurde das Förderprogramm auf Frei- und Kombibäder erweitert.

Weitere Informationen:

Richtlinie zur energetischen Sanierung von Hallenbädern in kommunaler Trägerschaft


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