Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ trifft sich im Landtag
Rund 300 Schülerinnen und Schüler von 73 Schulen aus ganz Brandenburg haben sich heute im Landtag beim Landestreffen des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ über Maßnahmen gegen Diskriminierung im schulischen Alltag ausgetauscht.
Gemeinsam mit ihren Lehrkräften beschäftigten sich die Kinder und Jugendlichen in Workshops mit verschiedenen Themen, unter anderem Rassismus, Mobbing und Klassismus. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von dem Musiker und Rapper Matondo.
Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke begrüßte als Schirmherrin der Veranstaltung die Teilnehmenden im Plenarsaal und lobte das vielseitige Engagement der Schülerinnen und Schüler: „Courage kann man nicht verordnen. Man muss sich selbst dafür entscheiden. Und Courage bedeutet auch nicht, dass alle dieselbe Meinung haben müssen. Im Gegenteil: Demokratie braucht unterschiedliche Meinungen. Sie braucht Widerspruch und Streit. Sie braucht die Fähigkeit, einander zuzuhören, Argumente auszuhalten und letztlich gemeinsame Lösungen zu entwickeln.“
Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann nahm am Abschlussplenum des Landestreffens teil und sagte: „Unsere Schulen sind Orte, an denen unterschiedliche politische Auffassungen diskutiert werden können. Aber sie sind keine wertfreien Räume. Menschenwürde, Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie bilden das Fundament unseres Zusammenlebens. Dafür einzutreten, ist keine Frage von links oder rechts. Es ist Teil unseres demokratischen Grundverständnisses. Von mir bekommt jede Schulgemeinschaft Rückendeckung, wenn sie Haltung zeigt – zum Beispiel, wenn sie dem Netzwerk ‚Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage‘ beitritt oder wenn sie eine Friedens- oder eine Regenbogenflagge hisst. Schule muss immer ein Ort bleiben, an dem Demokratie gelernt und gelebt wird.“
Im Land Brandenburg tragen mittlerweile 123 Schulen den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Dieser beinhaltet die langfristige Verpflichtung, Aktionen und Projekte gegen Rassismus durchzuführen. Die Landestreffen werden von den Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie Brandenburg (RAA Brandenburg) koordiniert. Vertreten waren in diesem Jahr Courage-Schulen aus Angermünde, Bad Belzig, Bad Freienwalde, Bernau, Bestensee, Blankenfelde-Mahlow, Calau, Cottbus, Eberswalde, Eichwalde, Falkensee, Forst, Frankfurt (Oder), Fürstenwalde, Glienicke, Gransee, Großbeeren, Guben, Hennigsdorf, Königs Wusterhausen, Lauchhammer, Lübbenau, Luckenwalde, Mühlenbeck, Nauen, Neuruppin, Niedergörsdorf, Oranienburg, Petershagen, Potsdam, Prenzlau, Schönefeld, Schwedt, Senftenberg, Strausberg, Teltow-Fläming, Treuenbrietzen, Werder (Havel), Wiesenburg, Woltersdorf, Wustermark und Zehdenick.