Neues bilinguales Konzept in Frankfurt (Oder)

Die Städte Frankfurt (Oder) und Słubice in Polen bilden eine Europäische Doppeltstadt mit einer breit getragenen Zusammenarbeit und Verflechtungen in allen Lebensbereichen. Zahlreiche Kinder wachsen sowohl mit Deutsch als auch Polnisch auf. Aus diesem Grund hat das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) nun ein bilinguales Konzept und die Durchführung eines Schulversuchs in Frankfurt (Oder) auf den Weg gebracht.

Bildungsministerin Britta Ernst: „Das gute nachbarschaftliche Verhältnis zu Polen ist Herzensanliegen Brandenburgischer Landespolitik. Die Zweisprachigkeit ist für viele Kinder in der Grenzregion längst Alltag. Daher freue ich mich, dass wir unsere bilingualen Programme mit einem Angebot in Frankfurt (Oder) erweitern. Sprachkompetenz erwerben und fördern – das ist mir für ganz Brandenburg und besonders für die europäische Doppelstadt Frankfurt (Oder)/Słubice ein Anliegen.“

Oberbürgermeister René Wilke: „Polnisch ist die Sprache unserer Nachbarn. Kulturell, wirtschaftlich und politisch steckt in den deutsch-polnischen Beziehungen ein großes Wachstumspotenzial. Dazu ist es wichtig, verbindliche Strukturen zum Erlernen der polnischen Sprache zu schaffen. Mit dem Frankfurt-Slubicer Handlungsplan 2020-2030 haben wir einen Schwerpunkt auf den Bildungsbereich gelegt. Ich bin davon überzeugt, dass mit dem Schulversuch ein innovatives und attraktives Angebot geschaffen wird, um die Sprache unserer Nachbarn für Schülerinnen und Schüler noch zugänglicher zu machen – eine Bereicherung für unseren internationalen Bildungsstandort.“

Ein vierjähriger Schulversuch soll die Umsetzung des Konzepts unterstützen. Das bilinguale Konzept soll von der Einschulung bis zum Schulabschluss angeboten werden. Beteiligt sind die Grundschule Mitte und das Karl-Liebknecht-Gymnasium. An der Grundschule wird die Gesamtstundenzahl des Fachs Polnisch in den Klassen – es wird seit 2006/7 bereits als zusätzliche erste Fremdsprache gelehrt – verändert. Gegensätzlich zu den Regelklassen liegt der Fokus auf der Sprachausbildung für Polnisch, sodass die Sprache gleichrangig neben Deutsch unterrichtet wird. Zudem soll ein Team aus zwei Lehrkräften in der deutsch-polnische Klasse lehren. Am Gymnasium erfolgt die Konzeptumsetzung mithilfe einer Leistungsdifferenzierung im Polnisch-Unterricht, Zuweisung zu leistungsdifferenzierten Kursen mit veränderter Wochenstundenzahl, der Bildung einer Klasse mit maximal 26 Schülerinnen und Schülern sowie eines Aufnahmeverfahrens bei einer Übernachfrage des Angebots.

Weitere Informationen:

Bilinguale Angebote und Fremdsprachenzertifikate

 


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