Eltern und Minister: Gemeinsam für einen gesicherten Unterricht an Brandenburgs Schulen

Gemeinsamer Unterricht@AdobeStock_Robert Kneschke

Unterrichtsausfall zu minimieren, ist ein gemeinsames Anliegen des Landeselternrates Brandenburg (LER) und des Bildungsministeriums (MBJS). Bildungsminister Gordon Hoffmann hat heute knapp 10.000 gesammelte Unterschriften der LER-Aktion „Unterricht statt Ausfall – verlässliche Bildung für Brandenburg“ entgegengenommen. Zwar genügt die Zahl der Unterstützer nicht für eine erfolgreiche Volksinitiative. Dennoch wurde das inhaltliche Ziel erreicht, dass die Vermeidung von Unterrichtsausfall unter den Bedingungen des extremen Lehrkräftemangels langfristig im Fokus von Bildungspolitik bleibt.

Bildungsminister Gordon Hoffmann: „Natürlich ist jede ausgefallene Unterrichtsstunde eine Stunde zu viel! Unsere Schulleitungen und Lehrkräfte unternehmen schon alles, was in ihrer Macht steht, aber Ausfall lässt sich nicht vollends vermeiden. Wichtig ist, dass wir den Sparkurs bei der Bildung beendet haben und wieder Stellen schaffen, statt Stellen zu streichen. Angesicht der aktuellen Herausforderungen des Lehrkräftemangels hat oberste Priorität, den Unterricht abzusichern und nicht den Ausfall besser statistisch zu erfassen. Auf längere Sicht können wir die Weichen im Strategie- und Beteiligungsprozess stellen, den der Landtag jüngst beschlossen hat. Ich freue mich, dass der Landeselternrat sich daran beteiligen will.“ 

Ulrike Mauerberger, Vertreterin der Volksinitiative: Auch wenn die notwendige Zahl an Unterschriften nicht erreicht wurde, hat die Volksinitiative ihr wichtigstes Ziel erreicht: die Folgen des Lehrkräftemangels stehen heute deutlich stärker im öffentlichen Bewusstsein. Während sie im ländlichen Raum schon lange Realität sind, erleben inzwischen auch viele Familien in den bislang vergleichsweise gut versorgten Regionen Brandenburgs Unterrichtsausfall und Vertretungsunterricht. Dieses wachsende Problembewusstsein zeigt, wie wichtig es ist, das Thema dauerhaft auf der bildungspolitischen Agenda zu halten und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.“ 

Anett Kehling, Vertreterin der Volksinitiative und stellvertretende Sprecherin LER: „Jede ausgefallene Unterrichtsstunde bedeutet verlorene Lernzeit für Schüler. Deshalb unterstützen wir das gemeinsame Ziel, den Unterricht unter den schwierigen Bedingungen des Lehrermangels bestmöglich abzusichern. Die Übergabe der Unterschriften ist für uns kein Abschluss, sondern der Beginn eines noch intensiveren Austauschs. Der Landeselternrat wird den Strategie- und Beteiligungsprozess kritisch, konstruktiv und lösungsorientiert begleiten. Wir fordern eine spürbare Verbesserung. Unser Ziel bleibt eine langfristige verlässliche Unterrichtsversorgung für alle Schüler in Brandenburg“ 

Der Landeselternrat Brandenburg rief die Volksinitiative „Unterricht statt Ausfall – verlässliche Bildung für Brandenburg“ am 17. September 2025 ins Leben. Damit setzte er sich für mehr regulär erteilten Unterricht und weniger Vertretungsunterricht und Ausfallstunden ein. Er kritisierte auch die Reduzierung von Lehrkräftestellen im Landeshaushalt für 2025 und 2026. Für den Erfolg einer Volksinitiative sind in Brandenburg mindestens 20.000 gültige Unterstützungs-Unterschriften erforderlich. 

Im Schuljahr 2024/25 fielen an öffentlichen Schulen im Land Brandenburg insgesamt 322.000 Unterrichtsstunden ersatzlos aus, das waren 2,2 Prozent der insgesamt 14,4 Millionen Unterrichtsstunden (Schuljahr 2023/24: 2,4 %; erstes Schulhalbjahr 2025/26: 2,1 %). Das MBJS veröffentlicht die Ausfallstatistik auf seiner Website mbjs.brandenburg.de: Bildung / Daten und Statistiken)

 

 

 


Organigramm / Anschrift

Organigramm

Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Heinrich-Mann-Allee 107 (Haus 1/1a)
14473 Potsdam
Anfahrt

Twitter