260 junge Talente bauen an der Arena der Zukunft

Jugend_forscht_Lande © dpa

Landespreisverleihung des Schülerwettbewerbs Junior.ING 2026 in der Staatskanzlei Brandenburg

Kreativität, Präzision und echter Ingenieurgeist standen heute im Mittelpunkt der Landespreisverleihung des Schülerwettbewerbs Junior.ING der Brandenburgischen Ingenieurkammer. Im Brandenburgsaal der Staatskanzlei wurden die besten Nachwuchskonstrukteurinnen und -konstrukteure des Landes ausgezeichnet. Insgesamt 260 Schülerinnen und Schüler aus 19 Schulen hatten sich mit beeindruckendem Engagement am Wettbewerb beteiligt.

Unter dem diesjährigen Motto „Arena – Gut überdacht“ entstanden 96 eingereichte Modelle, in denen sich technisches Verständnis, gestalterische Ideen und handwerkliche Sorgfalt eindrucksvoll verbinden. In Alterskategorie I traten 71 Modelle an, in Alterskategorie II weitere 25. Die Teilnehmenden investierten zusammen rund 1.494 Arbeitsstunden in Planung, Bau und Test ihrer Konstruktionen.
Die Anforderungen waren hoch. Neben der Einhaltung von Maßen und Materialien spielte vor allem der Funktionstest eine entscheidende Rolle. Nur Modelle, die diesen bestanden, konnten in die Bewertung einfließen. Gestaltung und Originalität sowie Verarbeitungsqualität wurden doppelt gewichtet, die statische Konstruktion sogar vierfach. Damit orientiert sich der Wettbewerb bewusst an den realen Anforderungen des Ingenieurberufs.
„Was wir hier sehen, ist weit mehr als ein Schülerwettbewerb. Es ist ein Blick in die Zukunft unserer Branche. Die jungen Menschen zeigen, wie viel Innovationskraft, Sorgfalt und Begeisterung im Ingenieurnachwuchs steckt. Genau das brauchen wir“, sagt Sabrina Voigt, B.Eng., Vorstandsmitglied der Brandenburgischen Ingenieurkammer und Vorsitzende des Ausschusses Zukunft. Gemeinsam mit ihrem Sohn Maximilian Voigt führte sie in diesem Jahr durch die Preisverleihung.

Erstmals wurde in diesem Jahr außerdem ein Sonderpreis des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) für eine besonders engagierte Schule vergeben. Mit diesem Preis wird das langfristige Engagement von Schulen gewürdigt, die über mehrere Jahre hinweg regelmäßig und mit großem Einsatz am Wettbewerb teilnehmen. Ausgezeichnet wurde das Vicco-von-Bülow-Gymnasium Stahnsdorf. Eine besondere Erwähnung erhielt zudem die Grace-Hopper-Gesamtschule Teltow, die nur knapp hinter dem Preisträger lag.

Gordon Hoffmann, Minister für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg: „Einfallsreichtum, Teamgeist, technisches Denken – genau diese Kompetenzen haben unsere Schülerinnen und Schüler beim Schülerwettbewerb Junior.ING eindrucksvoll gezeigt. Ingenieurinnen und Ingenieure spielen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, große gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen. Ob Energiewende, nachhaltige Mobilität oder digitale Transformation – hier in Brandenburg, aber auch weltweit braucht es viele kluge Köpfe, die diese Zukunftsthemen voranbringen. Ich bin beeindruckt von Euren Modellen. Ihr habt gezeigt: Ihr könnt komplexe Probleme lösen und kreative Ideen umsetzen. Herzlichen Glückwünsch zu Euren tollen Leistungen!“

Zusätzlich wurde am Tag der Preisverleihung auch ein „Publikumsliebling“ gewählt – ein weiteres Highlight, das die Begeisterung und Kreativität der Schülerinnen und Schüler würdigt.

Die Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern aus Bildung, Infrastruktur und Ingenieurpraxis, bewertete die Modelle mit großer fachlicher Sorgfalt. Dieses enge Zusammenspiel von Schule, Praxis und Kammer bildet die Grundlage für eine nachhaltige Nachwuchsförderung im Bauingenieurwesen.

Die Erstplatzierten beider Alterskategorien qualifizieren sich für den Bundesentscheid und vertreten Brandenburg auf nationaler Ebene. Für viele der Teilnehmenden ist dies ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg in eine mögliche berufliche Zukunft im Ingenieurwesen.

Der Wettbewerb Junior.ING wird unterstützt vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport sowie vom Verband der Deutschen Eisenbahn-Ingenieure.

Mit dem Schülerwettbewerb setzt die Brandenburgische Ingenieurkammer ein starkes Zeichen für frühe MINT-Förderung und zeigt, wie praxisnah und begeisternd Technikvermittlung sein kann. Die heute ausgezeichneten Projekte machen deutlich, dass die Arena der Zukunft längst gebaut wird – von einer neuen Generation kluger Köpfe.

https://www.bbik.de/themen/nachwuchsfoerderung/schuelerwettbewerb-junioring/

 

>> Fotos der Siegermodelle

Die Gewinnermodelle nach Alterskategorie:

Alterskategorie I 

  1. Platz | Sonnenschein Stadion

Name der Erbauerinnen:

Mariia Shevtsova, Alicia Solovei

Frederic-Joliot-Curie-Schule Brandenburg

Klasse 5 

Begründung der Jury:

Mit ihrer Arena wurde eindrucksvoll gezeigt, wie weit das ingenieurtechnische Denken junger Talente bereits entwickelt ist. Unter dem Motto „Arena – gut überdacht“ entstand eine durchdachte Lösung, die Konstruktion, Funktion und Gestaltung überzeugend vereint. Die stabile Ausführung und das Verständnis für Tragwerk und Material sind ebenso bemerkenswert wie der iterative Arbeitsprozess. Die Leistung würdigt die Ingenieurkammer mit dem ersten Platz und hebt damit das große Potenzial für die Zukunft hervor.

    2. Platz | Good News 

Name des Erbauers:

Theodor Krenek

Marie-Curie-Gymnasium Hohen Neundorf

Klasse 8 

Begründung der Jury:

Mit „Good News“ entstand ein Modell, das unmittelbar Aufmerksamkeit weckt. Die Verbindung aus klarer, stabiler Konstruktion und einem Dach aus Zeitungsmaterial zeigt einen kreativen Umgang mit Werkstoffen. Besonders hervorzuheben ist die Verknüpfung von Gestaltung und inhaltlicher Aussage. Die Arbeit überzeugt durch Sorgfalt, Eigenständigkeit und ein ausgeprägtes Gespür für Wirkung und stellt eine bemerkenswerte Einzelleistung dar. 

  1. Platz | Sneaky Überdachung 

Name der Erbauer:

Leander Triebke, Jan Jakub Natkaniec, Max Hans-Leopold Lüter, Joshua Röhle 

Clara-Immerwahr-Gymnasium Potsdam

Klasse 7 

Begründung der Jury:

Das Modell überzeugt durch eine klare geometrische Struktur und präzise handwerkliche Umsetzung. Mit Gespür für Proportionen und einer starken Idee entstand eine Konstruktion, die zugleich filigran und stabil wirkt. Die Kombination aus Transparenz und Holz verleiht Leichtigkeit und eine eindrucksvolle Raumwirkung. Die Arbeit steht für Mut zur Form, Detailgenauigkeit und ein ausgeprägtes Verständnis für konstruktives Denken. 

Alterskategorie II 

  1. Platz | KINUSA Kuppel 

Name des Erbauers:

Julius Steinborn 

Marie-Curie-Gymnasium Hohen Neundorf

Klasse 11 

Begründung der Jury:

Der erste Platz geht an einen Schüler der 11. Klasse, dessen Modell eindrucksvoll zeigt, wie ausgeprägt ingenieurtechnisches Denken bereits in jungen Jahren sein kann. Der Entwurf überzeugt durch klare Konstruktion, präzise Planung und technische Durchdachtheit. Jede Verbindung zeugt von Verständnis für Kräfte und Strukturen. Die Arbeit steht für Mut, Klarheit und Reife und geht deutlich über ein Schulprojekt hinaus. 

  1. Platz | Bionics Stadiom 

Namen der Erbauenden:

Florentine Krautz, Patrik Puplak, Tamina Roick 

Max-Steenbeck-Gymnasium Cottbus

Klasse 10 

Begründung der Jury:

Platz 2 geht an ein Team der 10. Klasse, dessen Papiermodell durch Präzision und handwerkliches Geschick beeindruckt. Falten, Schichten und Formen wurden konstruktiv genutzt, sodass Kreativität, technische Überlegung und saubere Umsetzung zusammenkommen. Besonders hervorzuheben ist der konsequente Einsatz des Materials Papier, der weder Stabilität noch Wirkung oder Idee schmälert. Eine herausragende Teamleistung. 

  1. Platz | Lichtraumarena 

Name der Erbauerin:

Uda-Imme Thonack 

Städtisches Gymnasium Wittstock

Klasse 11 

Begründung der Jury:

Die Lichtraumarena beeindruckt durch architektonisches Gespür, Präzision und gestalterische Vorstellungskraft. Filigrane Bögen und eine lichtdurchlässige Hülle schaffen einen Raum, der leicht, offen und technisch durchdacht wirkt. Besonders auffällig sind die sorgfältige handwerkliche Umsetzung und die klare räumliche Idee, die dem Modell eine besondere Ausstrahlung verleihen. Eine Leistung, die Platz 3 verdient. 

Fotos von der Preisverleihung stellen als Download ab dem 17.04.2026 auf der Themenwebsite

zur Verfügung. 

Kontakt für Rückfragen: Brandenburgische Ingenieurkammer (BBIK)

Maria Roloff

Kommunikation und Kooperation
Projektkoordinatorin „Tag der Baukultur“
Telefon: 0331 743 18 17
E-Mail: maria.roloff@bbik.de


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