Schleswig-Holstein und Saarland übernehmen Brandenburgische Schulverwaltungssoftware weBBschule

Die im Land Brandenburg entwickelte Schulverwaltungssoftware weBBschule kommt künftig auch in Schleswig-Holstein und im Saarland zum Einsatz. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten die Bildungsministerinnen Britta Ernst (Brandenburg) und Karin Prien (Schleswig-Holstein) sowie Bildungsminister Ulrich Commerçon (Saarland) heute am Rande der KMK-Sitzung in Wiesbaden. 

Ministerin Ernst sagt: „Ich freue mich sehr, dass wir nach Hamburg zwei weitere Bundesländer für den Einsatz unserer Schulsoftware gewinnen konnten. Das spricht für die Qualität des Produkts. Im Land Brandenburg haben wir gute Erfahrungen mit weBBschule gemacht und sind sicher, dass es auch in Schleswig-Holstein und dem Saarland so sein wird.“  

„Wir wollen mit diesem Projekt alle unsere öffentlichen Schulen schrittweise mit einer einheitlichen Software ausstatten“, sagte Ministerin Karin Prien. Alle Verwaltungsvorgänge – zum Beispiel die Aufnahme in die Schule, der Schulwechsel und die Zeugniserstellung – sollen nach landesweit einheitlichen Standards durchgeführt werden können. Damit werde die Arbeit von mehr als 28.000 Lehrkräften unterstützt, sagte die Ministerin. 

Prien dankte dem Land Brandenburg für die gute Zusammenarbeit. Schleswig-Holstein werde die seit vielen Jahren erprobte brandenburgische Software an die schleswig-holsteinischen Verhältnisse anpassen. Eine Eigenentwicklung wäre wesentlich teurer geworden, sagte die Ministerin. Die Kosten für den laufenden Betrieb betrügen nach einer Vorstudie rund 1,8 Millionen Euro pro Jahr nach vollständiger Einführung im August des Jahres 2024. 

„Die Software, die in Brandenburg entwickelt wurde, hilft vor allem ganz praktisch im Schulalltag. Sie unterstützt bei der Erledigung fast aller regelmäßig anfallenden administrativen Aufgaben. Die Verwaltung wird deutlich entlastet, der Bürokratieaufwand verringert“, sagt Ulrich Commerçon, Minister für Bildung und Kultur im Saarland. „Damit bekommen unsere Schulen wieder mehr Freiraum für ihre eigentliche Aufgabe: die Erfüllung des Bildungsauftrags“, so Commerçon. 

Brandenburg erhält von den Partnerländern einen Kostenausgleich, die Software selbst wird unentgeltlich überlassen. WeBBschule ist seit dem Schuljahr 2013/14 zentrale Schulverwaltungssoftware für nahezu alle öffentlichen allgemeinbildenden Schulen und viele Schulen in freier Trägerschaft des Landes Brandenburg. Seit 2017/18 wird sie auch in den beruflichen Schulen eingesetzt. Im Jahr 2015 wurde bereits mit Hamburg ein Kooperationsvertrag unterzeichnet. 

Die Einsatzgebiete von weBBschule sind die Schülerverwaltung, Notenerfassung, Zeugniserstellung sowie die Planung von Klassen und Kursen, die Generierung von Dokumenten sowie die weitgehend automatisierte Erstellung von Statistiken. Auch übergreifende Prozesse, wie Schulwechsel innerhalb eines Landes, können durch digitale Datenübergabe von einer Schule zur anderen begleitet werden. 

Für Rückfragen:

Saarland: Marija Herceg, 0681 501 7365, presse@bildung.saarland.de 

Schleswig-Holstein: Thomas Schunck, 0431 988-5805, thomas.schunck@bimi.landsh.de

 


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