Aufwachsen in Brandenburg: Dialogveranstaltung zur Berufs- und Studienorientierung in Potsdam

Vertreterinnen und Vertreter aus dem Bildungsbereich und aus Unternehmen haben sich heute in Potsdam auf Einladung des MBJS auf einer Dialogveranstaltung im Rahmen der Reihe „Aufwachsen in Brandenburg“ über die Berufs- und Studienorientierung von Jugendlichen ausgetauscht. Rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten über die Frage, wie Jugendliche frühzeitig für eine Berufswahl frei von Geschlechterrollen und Berufsklischees sensibilisiert werden können.

Noch immer wird die Berufs- und Studienwahl der Schülerinnen und Schüler bundesweit von Stereotypen bestimmt. Im Jahr 2017 fanden sich 74 Prozent aller Ausbildungsanfängerinnen in nur 25 Berufen wieder. Bei Männern lag die Quote nur bei 61,5 Prozent aller Ausbildungsanfänger. Nach wie vor dominieren bei Frauen Berufe im Büromanagement, im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen, eine Ausbildung zur Kauffrau, Verkäuferin und Friseurin. Junge Männer wählen bevorzugt Berufe wie Kfz-Mechatroniker, Elektroniker und Informatiker.

Bildungsministerin Britta Ernst: „Die Berufs- und Studienorientierung ist ein Schwerpunkt der Arbeit der Landesregierung. Angesichts rasanter Veränderungen in der Arbeitswelt ist die Berufswahl eine der größten Herausforderungen für Schülerinnen und Schüler. Wir brauchen Auszubildende, die frei von Rollenklischees ihren Weg in ein erfülltes Arbeitsleben gehen. Es ist deshalb wichtig, die jungen Menschen mit Kompetenzen auszustatten, die sie befähigen, ihre eigenen Wünsche und Interessen mit den Möglichkeiten der Arbeitswelt abzugleichen und daraus das Beste für ihre weitere Lebensplanung zu holen. Das fordert alle heraus, die in diesem Prozess Verantwortung tragen – Eltern, Lehrkräfte, Verbände, Wirtschaft, Sozialpartner. Die Orientierung für Beruf und Studium ist immer auch Orientierung fürs Leben.“

Debattiert wurden unter anderem das Entstehen von Vorurteilen und Klischees in der Berufs- und Studienwahl sowie Maßnahmen dagegen. Es ging um Möglichkeiten der Unterstützung von Jugendlichen bei der Berufswahl und um die Frage, welchen Beitrag Schulen und Unternehmen leisten können. Ziel der Veranstaltung war es, den Dialog zwischen den verschiedenen Partnern und Einrichtungen und Initiativen zu führen, gemeinsam Strategien zu erarbeiten und die Vernetzung zu stärken.


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