1. Fachgespräch „Lernen mit digitalen Medien“ gelungene Veranstaltung mit vielen wichtigen Impulsen

Wichtige Impulse und interessante Anregungen, aber auch die Formulierung von Herausforderungen – so lautet die Zusammenfassung des vierstündigen 1. Fachgesprächs „Lernen mit Digitalen Medien“, zu dem das Bildungsministerium (MBJS) am vergangenen Samstag, den 6. Juni 2020, in Potsdam geladen hatte.

Dabei ging es nicht allein um die Ausstattung mit Rechnern und Softwarelösungen für Schulen. Vertreterinnen und Vertreter des Bildungsministeriums, von Verbänden und Gewerkschaften, der staatlichen Schulämter, Schulleiterinnen und Schulleiter haben mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern diskutiert, wie ein moderner guter Unterricht zu gestalten ist, in dem digitale Medien und das Lernen mit digitalen Medien eine größere Rolle einnehmen als bisher. Das Ziel ist, Empfehlungen für Mindeststandards zu erarbeiten, die Verknüpfung zwischen Präsenz- und Distanzunterricht und die Qualität des Unterrichts zu verbessern.

Bildungsministerin Britta Ernst: „Die zurückliegenden Wochen haben der Digitalisierung des Schulbetriebs und des Unterrichts einen Schub gegeben. Dabei haben wir festgestellt, was gut klappt und woran wir noch arbeiten müssen. Es ist wichtig, dass alle Schülerinnen und Schüler daran teilhaben können. Wir werden Lehrerinnen und Lehrern verstärkt Weiterbildungen anbieten. Ich freue mich sehr, dass es mit dem 1. Fachgespräch Lernen mit digitalen Medien gelungen ist, eine Diskussion über die Zukunft eines digitalen, qualitativ hochwertigen Unterrichts zu führen und bedanke mich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die interessanten Beiträge. Wir werden das Fachgespräch in diesem Kreis im August oder September weiterführen.“

Prof. Dr. Birgit Eickelmann, Leiterin des nationalen Forschungszentrums der International Computer and Information Literacy Study (ICILS), Universität Paderborn: „Wir haben im Moment die große Verantwortung aber auch die Chance, zwei schulische Herausforderungen zu gestalten: Schule in der Corona-Pandemie und die Digitalisierung im Schulbereich. Dabei stellen wir nun einen Digitalisierungsschub fest, den es zukünftig gilt, auch für nachhaltige Veränderungen beim Lernen mit digitalen Medien über die Pandemie hinaus zu sichern. Daher ist es wichtig, dass Veranstaltungen wie diese sowohl die wissenschaftlichen Erkenntnisse als auch die Erfahrungen in den Schulen zusammentragen und in der Zusammenschau der Perspektiven diese für anstehende und zukünftige Entwicklungen nutzbar machen.“

Dr. André Göbel, Geschäftsführer der DigitalAgentur Brandenburg (DABB): „Der Einsatz von digitalen Bildungslösungen hat nicht nur angesichts der aktuellen Krisensituation enorm an Bedeutung gewonnen. Die beschleunigte Ausweitung der Schul-Cloud Brandenburg in der Pilotphase auf mehr als 500 Schulen ist eine Kraftanstrengung für eine zeitgemäße Lösung der öffentlichen Bildung. Es ist ein weiteres Beispiel dafür, welchen Nutzen digitale Hilfsmittel für das Leben in Brandenburg haben.“

Bezüglich des Lernens über digitale Medien ergeben sich wichtige Aufgaben für die Medienbildung in der Schule. Die Förderung der Medienkompetenzen von Schülerinnen und Schülern in einer durch Mediatisierung und Digitalisierung geprägten Welt ist eine bedeutsame Aufgabe für Schule und Unterricht und muss neben der Unterstützung der Lehrkräfte in den Schulen durch Fortbildungsangebote und neben der Ausstattung der Schulen im Mittelpunkt der Aktivitäten in den nächsten Wochen und Monaten stehen.

Das 1. Fachgespräch bildet den Auftakt zu einer Reihe von weiteren Fachgesprächen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und Praktikerinnen und Praktikern, die sich mit dem Thema „Lernen mit digitalen Medien“ auseinandersetzen und wird fortgesetzt, um den Prozess weiter systematisch zu koordinieren und zu begleiten. Der Input der Referenten konnte am 6. Juni 2020 im Live-Stream auf der Internetseite des MBJS verfolgt werden. Eine Video-Zusammenfassung der Veranstaltung wird demnächst veröffentlicht.


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