„MINT-freundliche Schulen“ und „Digitale Schulen“ iausgezeichnet

Acht Schulen aus Brandenburg wurden heute in einer Onlineveranstaltung vom MINT-Vorstand Prof. Dr. Hannes Federrath als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet, auch im Namen der Schirmherrin der Schulen, Bildungsministerin Britta Ernst. Davon erhielten drei Schulen das erste Mal die Auszeichnung und weitere vier Schulen wurden nach dreijähriger erfolgreicher MINT-Profilbildung erneut mit dem Signet „MINT-freundliche Schule“ geehrt. Darüber hinaus wurden vier Schulen, davon drei erstmalig, als „Digitale Schule“ ausgezeichnet.

MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Ehrung der „MINT-freundlichen Schulen“ in Brandenburg steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK) und Bildungsministerin Britta Ernst. Die Ehrung der „Digitalen Schulen“ steht unter der Schirmherrschaft der Beauftragten der Bundesregierung für Digitalisierung, Staatsministerin Dorothee Bär.

Bildungsministerin Britta Ernst: „Wir sind stolz darauf, dass sich immer mehr Schulen für MINT engagieren. Die MINT-Kompetenzen zu stärken, ist ein prioritäres Bildungsziel in Deutschland. Längst hat MINT einen festen Platz im Profil unserer Schulen. Wir müssen die Neugier, die Begeisterung, das Interesse der Schülerinnen und Schüler an naturwissenschaftlich-technischen Fächern wecken, wachhalten und vertiefen. Auf diesen motivierenden Einfluss zielt unsere MINT-Bildung ab. Denn Knowhow ist unsere wichtigste Ressource. Leistungsfähige, innovative Unternehmen brauchen kluge Köpfe, die MINT beherrschen. Ihr Wissen, ihr Können, ihre Fähigkeiten sichern unsere Zukunft. Es gilt also, MINT Zukunft zu schaffen – denn diese ‚großen Vier‘ sind die Voraussetzung für eine gelingende Digitalisierung.“

Diese Schulen wurden 2020 als „MINT-freundliche Schule“ geehrt:

  • Erwin-Strittmatter-Gymnasium, Spremberg (Spree-Neiße)
  • Evangelische Gemeinschaftsschule, Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster)
  • Gesamtschule „Peter Joseph Lenné“, Potsdam
  • Grundschule Friedland (Oder-Spree)
  • Leonardo da Vinci Campus-Internationales Ganztagsgymnasium Nauen, (Havelland)
  • Lindengrundschule ,Jüterbog (Teltow-Fläming)
  • Musikbetonte Gesamtschule „Paul Dessau“, Zeuthen (Dahme-Spreewald)
  • Werner-von-Siemens-Schule, Gransee (Oberhavel)

Das Jahr 2020 hat allen nochmals verdeutlicht, was für eine wichtige Rolle Digitalität in unserem Bildungssystem spielt. In der Covid-19-Pandemie ist zu erleben, dass Schulen sich stärker für die Chancen der digitalen Bildung öffnen. Sie wollen sich entwickeln und die eigene digitale Transformation vorantreiben. Um Schulen zu motivieren, ihr digitales Profil weiter zu schärfen und informatische Inhalte verstärkt in den Unterricht zu bringen, hat die Initiative »MINT Zukunft schaffen« die Auszeichnung „Digitale Schule“ ins Leben gerufen. Mit dem Signet soll das Engagement der Schulleitungen und Lehrkräfte gewürdigt und bestärkt werden, die sich für eine zeitgemäße Bildung in der digitalen Welt stark machen.

Das Zusammenspiel zwischen Digitalisierung und Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) hat sich ebenfalls für die Schulentwicklung in der Covid-19-Krise als entscheidend herausgestellt. Die heute ausgezeichneten »MINT-freundlichen Schulen« zeigen, dass sie mit ihrem schulischen Konzept in der Lage sind, Ad-Hoc-Maßnahmen – z. B. zur Digitalisierung – didaktisch und pädagogisch durchdacht in den Schulalltag einzubinden. Die »MINT-freundlichen Schulen« werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Ehrung sichtbar und von der Wirtschaft nicht nur anerkannt, sondern auch besonders unterstützt. Bundesweite Partner der Initiative »MINT Zukunft schaffen« zeichnen diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess. Die MINT-freundlichen Schulen weisen nach, dass sie mindestens zehn von 14 Kriterien im MINT-Bereich erfüllen.

Zusätzlich wurden vier Schulen als „Digitale Schule“ geehrt. Diesen Schulen wurde es durch einen Kriterienkatalog ermöglicht, eine Standortbestimmung sowie eine Selbsteinschätzung zum Thema „Digitalisierung“ vorzunehmen und Anregungen umzusetzen. Bei Vorliegen einer entsprechenden Profilbildung kann von einer digitalen Schule gesprochen werden.

Diese Schulen wurden 2020 als „Digitale Schule“ geehrt:

  • Evangelische Gemeinschaftsschule, Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster)
  • Grace-Hopper-Gesamtschule, Teltow (Potsdam-Mittelmark)
  • Marie-Curie-Gymnasium, Hohen Neuendorf (Oberhavel)
  • „Schule am Schloss“ Potsdam

Der Kriterienkatalog „Digitale Schule“ umfasst fünf Module, die alle von den Schulen nachgewiesen werden:

  1. Pädagogik und Lernkulturen
  2. Qualifizierung der Lehrkräft
  3. Regionale Vernetzung
  4. Konzept und Verstetigung
  5. Technik und Ausstattung. 

Die Module sind orientiert an der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ und wurden von Expertinnen und Experten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entworfen. Die Ehrung als „Digitale Schule“ ist dabei wissenschaftlich basiert, verbandsneutral sowie unabhängig.

Der Vorstandsvorsitzende der Initiative "MINT Zukunft schaffen!", Thomas Sattelberger: "Die Corona-Krise hat im deutschen Bildungssystem für viel Sorge, aber auch für viel Bewegung gesorgt. Es gibt zahlreiche Lehrkräfte in Deutschland, die die Krise genutzt haben, um sich und die eigene Schule weiterzuentwickeln und zu digitalisieren. Nach dem Motto "Turning Desaster into Triumph" haben die MINT-freundlichen Schulen ebenso wie die Digitalen Schulen - seit Jahren durch klare Arbeit vorbereitet - gezeigt, wie gute digitale Schule geht und wie wichtig das Zusammenspiel von MINT und Digitalisierung ist, um erfolgreich zu sein. Ich bin stolz, dass wir in Brandenburg acht Schulen als "MINT-freundliche Schule" und vier als "Digitale Schule" ehren können. Herzlichen Glückwunsch!".

Prof. Dr. Hannes Federrath, Präsident der Gesellschaft für Informatik: „Eine von Automatisierung, Digitalisierung und Vernetzung geprägte Welt bedarf eines umfassenden Bildungsverständnisses, das technische, gesellschaftliche und anwendungsbezogene Perspektiven gleichermaßen miteinbezieht. Die Auszeichnung ‚Digitale Schule‘ reflektiert diesen Ansatz. Wir danken den vielen Bildungsexpertinnen und -experten für die Begutachtung der zahlreichen Bewerbungen. Es ist erfreulich zu sehen, wie viele Lehrkräfte und Schulleitungen mit ihrem Engagement dazu beitragen, das von uns ausgezeichnete Bildungsverständnis zu etablieren.“

Die Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ hat den Schwerpunkt, Schülerinnen und Schüler für MINT zu begeistern und Schulen im Bereich MINT zu motivieren, fördern und auszuzeichnen. Hierzu nehmen wir insbesondere die MINT-Profile von Schulen im Allgemeinen sowie des Informatik- bzw. Digitalisierungsprofils im Besonderen durch die Programme „MINT-freundliche Schule“ und „Digitale Schule“ in den Blick. Die weiteren Ziele der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ sind die Erhöhung der Zahl der Studienanfänger in MINT-Studiengängen an den Hochschulen in Deutschland und dabei insbesondere die Erhöhung des Frauenanteils, die Sicherung und Steigerung der Qualität der Absolventen von MINT-Studiengängen und -Ausbildungsberufen.


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