Förderung des Sportstättenbaus

Die investiven Sportfördermittel wurden bereits im Jahr 1994 in die kommunale Investitionspauschale des Gemeindefinanzierungsgesetzes überführt. Seither hat das für den Sport zuständige Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) keine Förderzuständigkeit für kommunale Sportstätten. Allein überregional bedeutende Sportstätten können Zuwendungen für kommunale Investitionsmaßnahmen vom MBJS erhalten, dazu zählen die Standorte des Olympiastützpunktes Brandenburg in Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam sowie die Regattastrecke im Brandenburg an der Havel. Die MBJS-Mittel dienen dabei fast ausschließlich zur Komplementärfinanzierung von Bundesmitteln.

Für die Förderung von Investitionen an vereinseigenen und gepachteten Sportstätten fungiert der Landessportbund Brandenburg (LSB)  als Zuwendungsempfänger. Er setzt die Förderprogramme im Auftrag der Landesregierung um. Dazu gehören u.a. der vereinseigene Sportstättenbau, der "Goldene Plan Brandenburg" sowie das Kommunale Infrastrukturprogramm. Die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen finden bei den Fördervorhaben des Landes besondere Berücksichtigung.  

Trainingsstätten des Olympiastützpunktes Brandenburg (OSP)

Im engen Zusammenwirken von Bundes- und Landesregierung, den Städten Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Landessportbund Brandenburg (LSB) sowie den Bundes- und Landesfachverbänden wurde an den Trainingsstätten des Olympiastützpunktes Brandenburg über mehrere Jahrzehnte eine moderne Sportinfrastruktur aufgebaut, die eine optimale Betreuung der Leistungssportlerinnen und Leistungssportler garantiert. Mit den Sportschulen und Internaten hat sich ein effektives Schule-Leistungssport-Verbundsystem entwickelt, um die schulische Bildung und das sportliche Training von Leistungssportlerinnen und Leistungssportler optimal zu koordinieren.

Die Sportzentren an der Dresdener Straße in Cottbus, der Stendaler Straße in Frankfurt (Oder) und im Sportpark Luftschiffhafen in Potsdam mit den verschiedenen Schwerpunktsportarten sind wesentliche regional und bundesweit beachtete Standorte des Sports. Als Basis für die kontinuierliche Umsetzung des Stützpunktkonzeptes wurden in den vergangenen 25 Jahren diese Trainingsstätten saniert, modernisiert und mit Neubauten ergänzt. Insgesamt wurden in die Bauvorhaben bisher rund 196 Millionen Euro investiert. Davon realisierte das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) aufgrund der Bedeutung der Sportstätten für das Land Brandenburg mit rund 61 Millionen Euro Landesmitteln einen erheblichen Anteil an den Gesamtkosten.

Vereinseigener Sportstättenbau

Vereinseigene und langfristige gepachtete Sportstätten fördert das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS)  über den Landessportbund Brandenburg e. V. (LSB), dazu gehören Investitionen an den Sportstätten sowie  für energiesparende Maßnahmen nach Öko-Check. Der LSB hat dazu entsprechende Förderrichtlinien erlassen.

Goldener Plan Brandenburg

Der Koalitionsvertrag der Brandenburger Landesregierung sieht den weiteren Ausbau der Sportstätten von Vereinen im ländlichen Raum in den kommenden Jahren mit dem Goldenen Plan Brandenburg vor. Dafür stehen zwischen 2014 und 2020 jährlich bis zu 2 Millionen bereit. In Vorbereitung der Förderung beantragen Sportvereine bei ihrem Kreis- oder Stadtsportbund die Aufnahme des Sportstättenbauprojektes in die jeweilige Prioritätenliste, zusätzlich müssen sie das Votum der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) ihrer Region einholen. Der Landessportbund Brandenburg (LSB) betreut die Umsetzung dieses Förderprogrammes und führt gemeinsam mit dem Sportministerium (MBJS) eine sportfachliche und sportfunktionale Prüfung durch. Bewilligungsbehörden sind die Landesämter für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) des Landwirtschaftsministeriums.

Kommunales Infrastrukturprogramm (KIP)

Zur Stärkung der kommunalen Infrastruktur wurde für den Zeitraum 2016 bis 2019 ein zusätzliches Infrastrukturprogramm im Umfang von 130 Millionen Euro aufgelegt. Innerhalb dieses Programms soll die kommunale Freizeit- und Sportinfrastruktur in Höhe von 15 Millionen Euro gefördert werden. Diese Mittel sollen in Form von Zuschüssen in den Kommunen grundsätzlich für Baumaßnahmen an vereinseigenen bzw. gepachteten Sportanlagen außerhalb der Ländlichen Fördergebietskulisse  eingesetzt werden. Zuwendungsempfänger für die im Kommunales Infrastrukturprogramm Sport geplanten Maßnahmen wird hauptsächlich der Landessportbund Brandenburg e. V. (LSB) sein. Die Auswahl der Fördervorhaben erfolgt mit Hilfe von Projektvorschlägen der Kreis- und Stadtsportbünde über den LSB. Das Antragsverfahren wird somit verständlich und transparent gehalten. Gefördert werden u. a. Neu- und Erweiterungsbauten sowie Modernisierungen und Instandsetzungen an bestehenden Vereinssportanlagen.

In Einzelfällen führt das Sportministerium die Förderung von kommunalen Projekten selbst durch. Das gilt für Kunstrasenplätze im engeren Verflechtungsraum von Berlin, wo seitens des Vereins bzw. der Kommune ein Aufnahmestopp für Kinder- und Jugendliche besteht. Die Auswahl erfolgte entsprechend der Prioritätensetzung des Fußball-Landesverbandes Brandenburg e. V.


Anschrift

Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Heinrich-Mann-Allee 107
14473 Potsdam
(Haus 1/1a)
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